/black-friday-2026/ oder schlicht /black-friday/? Google hat dazu eine klare Empfehlung veröffentlicht: eine wiederkehrende URL statt einer neuen Adresse für jede Aktion, früh angelegt, damit sie rechtzeitig im Index steht (Google Search Central). Dieser Beitrag zeigt, warum eine feste Adresse über die Jahre Verweise sammelt, warum die Jahreszahl in den Titel gehört und nicht in den Pfad, wie die Seite zwischen den Aktionen im Index bleibt und wie alte Jahresadressen per 301 zusammengeführt werden. Am Ende steht eine Checkliste für die Wochen bis Ende November.Was Google zu Aktionsseiten empfiehlt
Im Oktober 2020 veröffentlichte Google im Search Central Blog Empfehlungen für Black-Friday- und Cyber-Monday-Seiten: die Seite deutlich vor der Aktion anlegen, damit der Googlebot Zeit hat, sie zu finden und zu indexieren (Google Search Central); sie von der Startseite aus verlinken; und eine wiederkehrende URL verwenden, keine neue Adresse für jede Ausgabe der Aktion (Google Search Central). Das Beispiel dazu: /sale/black-friday statt /sale/2020/black-friday (Google Search Central).
Use a recurring URL, not a new URL for each occurrence of the event.
— Google Search Central Blog, „Best practices for Black Friday and Cyber Monday pages“, 26. Oktober 2020
Im Juli 2021 griff Google die Liste in einem Beitrag zu Aktionsseiten erneut auf. Dort steht unter den Empfehlungen des Vorjahres wörtlich „Reuse the same URL each year“ (Google Search Central) und „Create your pages early so that Google can index them“ (Google Search Central). Neu hinzu kam der Rat, für jedes Aktionsereignis eine eigene Seite anzulegen, nicht nur für Black Friday und Cyber Monday, und die Bezeichnung der Aktion in den Seitentitel zu schreiben, etwa „Black Friday 2021 Deals“ (Google Search Central).
Der Grundgedanke: Eine Aktionsseite, die jedes Jahr wiederkehrt, ist keine Kampagnenseite mit Verfallsdatum, sondern eine dauerhafte Seite mit wechselndem Inhalt, eher eine Kategorie als eine Pressemitteilung.
Beide Beiträge stammen aus den Jahren 2020 und 2021; eine neuere Fassung war bei der Recherche im Oktober 2026 nicht auffindbar. Der Beitrag von 2021 bezieht sich zudem auf das Deals-Karussell, das laut Google damals auf die USA und auf bestimmte Aktionstage beschränkt war (Google Search Central). Die Empfehlung zur festen Adresse lässt sich aber auch ohne das Karussell begründen, mit Regeln aus der laufend gepflegten Dokumentation zu Statuscodes, Weiterleitungen und kanonischen Adressen. Um diese Regeln geht es im Folgenden.
Warum eine Jahreszahl in der Adresse Verweise verschenkt
Eine Black-Friday-Seite sammelt über die Jahre Verweise: aus Newslettern, von Partnerseiten, aus Preisvergleichen, Gutscheinportalen und sozialen Netzen. Google fasst Signale wie solche Verweise auf eine bevorzugte Adresse zusammen, wenn mehrere Adressen denselben oder fast denselben Inhalt tragen (Google Search Central). Das funktioniert nur, solange die Adresse lebt oder sauber weitergeleitet wird.
Mit einer Jahreszahl im Pfad entsteht jedes Jahr eine neue Seite, die bei null beginnt, und die Vorjahresadresse läuft nach der Aktion oft ins Leere. Für Google ist der Fall eindeutig: Adressen, die einen Statuscode aus dem 4xx-Bereich liefern, werden nicht indexiert, und bereits indexierte Adressen mit einer 4xx-Antwort werden aus dem Index entfernt (Google Search Central). Verweise auf /black-friday-2025/ enden dann auf einer Fehlerseite, und die Seite für 2026 muss sich ihre Sichtbarkeit von vorn erarbeiten.
Hinzu kommt die Zeit. Google beziffert die Dauer des Crawlens neuer oder geänderter Seiten mit einigen Tagen bis einigen Wochen und weist darauf hin, dass ein Antrag auf erneutes Crawlen keine Aufnahme in die Suchergebnisse zusichert (Google Search Central). Eine Adresse, die Google seit Jahren kennt, muss dagegen nicht erst entdeckt werden; ihre Aktualisierung muss nur noch erkannt werden.
Der Handelsverband Deutschland führt seine Themenseite zu Black Friday und Cyber Monday seit Jahren unter derselben Adresse einzelhandel.de/blackfriday. Im Dezember 2019 stand dort die Prognose von 3,1 Milliarden Euro Umsatz für die beiden Aktionstage (HDE, Archivstand im Internet Archive). Heute stehen unter derselben Adresse die 5,8 Milliarden Euro, die der Verband für 2025 erwartete (HDE). Der Inhalt wechselt, die Adresse bleibt.
Die Nachfrage rechtfertigt den Aufwand. Für Black Friday und Cyber Monday 2025 rechnete der HDE mit 5,8 Milliarden Euro Umsatz (HDE). In der zugehörigen Umfrage des IFH Köln unter mehr als 1.000 Online-Shoppern gaben 48 Prozent der Befragten an, am Black Friday 2025 auf Schnäppchenjagd gehen zu wollen (HDE). Wer in diesen Tagen über die Suche gefunden werden will, braucht eine Seite, die zu Beginn der Aktionswoche im Index steht.
Die Jahreszahl gehört in den Titel, nicht in den Pfad
Die Jahreszahl hat trotzdem ihren Platz. Google rät, die Bezeichnung der Aktion in den Seitentitel zu schreiben, weil der Titel häufig in den Text des Deals-Karussells übernommen wird (Google Search Central). Auch für Suchende zeigt „Black Friday 2026“ im Titel, dass die Seite aktuell ist. Der Pfad dagegen ist eine Kennung, keine Überschrift.
In der Praxis heißt das: Jedes Jahr ändern sich Titel, Überschrift, Beschreibung, Bilder und Angebote. Gleich bleiben die Adresse, die kanonische Angabe und der Platz in der Seitenstruktur. Die Übersicht trennt beides.
| Element | Ändert sich jährlich | Beispiel für die Saison 2026 |
|---|---|---|
| Adresse (Pfad) | nein | /black-friday/ |
| Kanonische Angabe | nein | zeigt auf /black-friday/ |
| Seitentitel | ja | Black Friday 2026: Angebote der Aktionswoche |
| Überschrift und Beschreibung | ja | Zeitraum, Bedingungen, Versandhinweise |
| Bilder und Alternativtexte | ja | Motiv der aktuellen Aktion |
| lastmod in der Sitemap | bei wesentlicher Änderung | Datum der Umstellung im Oktober |
| Verlinkung von der Startseite | saisonal | während der Aktion prominent, danach aus dem Aktions- oder Fußbereich |
Ein Stolperstein liegt im Shopsystem. Manche Systeme erzeugen die Adresse einer Landingpage oder Kategorie aus deren Namen. Wer den Namen jedes Jahr auf „Black Friday 2026“ ändert, sollte prüfen, ob dabei still eine neue Adresse entsteht. Sicherer ist ein fest eingetragener Pfad, der vom angezeigten Namen getrennt ist. Der Test ist einfach: Namen ändern, speichern, Adresse aufrufen.
Früh online: der Zeitplan bis Ende November
Google empfahl schon 2020, die Seite deutlich vor der Aktion anzulegen und darauf zu achten, dass Google die Adresse crawlen darf (Google Search Central). Für eine feste Adresse heißt „anlegen“ in der Regel „aktualisieren“: Die Seite existiert bereits, sie bekommt neuen Inhalt und wird wieder prominent verlinkt.
Wer die Angebote erst am Aktionstag zeigen will, muss nicht bis dahin warten. Google rät, vorab allgemeine Informationen zur Aktion auf die Seite zu stellen, damit die Relevanz erkennbar ist, und nach der Aktualisierung ein erneutes Crawlen zu beantragen (Google Search Central). Ein sinnvoller Ablauf für eine bestehende Adresse:
- Mitte Oktober: Inhalt auf das neue Jahr umstellen, Titel und Beschreibung mit Jahreszahl, allgemeine Informationen zu Zeitraum und Bedingungen.
- Gleichzeitig: Statuscode 200, kein noindex, keine Sperre in der robots.txt, Canonical auf sich selbst, Sitemap-Eintrag mit aktuellem lastmod prüfen, dann erneutes Crawlen beantragen.
- Ende Oktober: Verlinkung von Startseite und Navigation setzen, Newsletter-Vorlagen und Werbemittel auf die feste Adresse stellen.
- In der Aktionswoche: Angebote einsetzen, nach größeren Änderungen erneut crawlen lassen, im kurzen Takt überwachen.
- Nach der Aktion: Seite stehen lassen, Hinweis auf das Ende setzen, prominente Verlinkung zurücknehmen.
Beliebig oft lässt sich das erneute Crawlen nicht anstoßen: Für einzelne Adressen gibt es ein Kontingent, und wiederholte Anträge für dieselbe Adresse beschleunigen den Abruf nicht (Google Search Central). Für die Last in der Aktionswoche gilt ein eigener Plan, beschrieben im Beitrag zu Lastspitzen im vierten Quartal.
Zwischen den Aktionen: aus der Navigation, nicht aus dem Index
Nach der Aktion liegen drei Wege nahe: löschen, auf noindex setzen oder in der robots.txt sperren. Jeder davon kann im nächsten Jahr Zeit kosten, jeder aus einem anderen Grund.
Ein 404 oder 410 entfernt die Adresse aus dem Index (Google Search Central). Der HTTP-Standard nennt den Statuscode 410 sogar ausdrücklich als typisch für zeitlich begrenzte Werbeangebote (RFC 9110). Für eine einmalige Aktion ist das passend, für eine wiederkehrende nicht: Die Adresse soll im nächsten Jahr wieder gefunden werden, und mit ihr die Verweise, die sie bis dahin gesammelt hat.
Ein noindex wirkt erst, wenn der Googlebot die Seite erneut abruft, und je nach Bedeutung der Seite kann es Monate dauern, bis Google sie wieder besucht (Google Search Central). Wer die Seite im Januar auf noindex setzt und im Oktober wieder freigibt, ist also auf den nächsten Besuch des Googlebots angewiesen. Eine Sperre in der robots.txt macht es nicht besser: Dann sieht der Crawler weder ein noindex noch neuen Inhalt, und die Adresse kann trotzdem in den Ergebnissen auftauchen, etwa wenn andere Seiten auf sie verweisen (Google Search Central).
Auch die scheinbar harmlose Lösung hat einen Haken: eine leere Seite mit dem Satz „Die Aktion ist beendet“. Wirkt eine Seite mit Status 200 inhaltlich wie ein Fehler, eine leere Seite oder eine Fehlermeldung, zeigt die Search Console einen Soft 404 (Google Search Central). Die Seite braucht deshalb auch zwischen den Aktionen echten Inhalt; mehr dazu im Beitrag zu Soft 404 und falschen Statuscodes.
| Was nach der Aktion passiert | Folge in der Suche | Folge für das nächste Jahr |
|---|---|---|
| 404 oder 410 | Adresse fällt aus dem Index | Neustart, externe Verweise enden auf einer Fehlerseite |
| noindex | Adresse fällt nach dem nächsten Abruf aus dem Index | Rückkehr hängt am nächsten Besuch des Googlebots |
| Sperre in der robots.txt | Inhalt wird nicht mehr gelesen | Neuer Inhalt bleibt unsichtbar, bis die Sperre fällt |
| Dauerhafte Weiterleitung auf die Startseite | In den Ergebnissen erscheint das Weiterleitungsziel | Aktionsadresse muss neu eingeführt werden |
| Leere Seite mit Status 200 | Search Console kann einen Soft 404 zeigen | Unklar, ob die Adresse im Index bleibt |
| Seite bleibt mit Hinweis und Inhalt | Adresse kann im Index bleiben | Aktualisieren genügt in der Regel |
Bei der Weiterleitung entscheidet die Art: Eine dauerhafte Weiterleitung führt dazu, dass Google das Ziel in den Suchergebnissen zeigt, eine vorübergehende lässt die Ausgangsseite in den Ergebnissen (Google Search Central). Für eine Aktionsadresse, die zurückkehren soll, ist eine dauerhafte Weiterleitung auf die Startseite deshalb die falsche Richtung.
Der bessere Weg ist unspektakulär: Die Seite bleibt erreichbar und indexierbar, verschwindet aber aus Hauptnavigation und Startseite und bleibt aus einem Aktions- oder Fußbereich verlinkt, damit sie nicht verwaist.
Ein klarer Hinweis, dass die Aktion beendet ist, und wann die nächste ungefähr ansteht. Dazu, was Besuchern jetzt hilft: Hinweise zu Rückgabe und Umtausch von Aktionsware, der Weg zu laufenden Angeboten, eine Anmeldung für den Newsletter. So bleibt die Seite eine echte Seite und kein Platzhalter.
Alte Jahresadressen per 301 zusammenführen
Wer bisher mit Jahreszahlen gearbeitet hat, besitzt meist mehrere Altadressen wie /black-friday-2024/. Sie tragen genau die Verweise, die der festen Seite fehlen, und der Weg dorthin ist eine dauerhafte Weiterleitung. Der Statuscode 301 bedeutet laut HTTP-Standard, dass die Ressource eine neue dauerhafte Adresse bekommen hat und künftige Verweise diese verwenden sollen (RFC 9110). Google wertet eine 301-Weiterleitung als starkes Signal, dass das Ziel verarbeitet werden soll (Google Search Central), und führt Weiterleitungen in der Dokumentation zur Kanonisierung an erster Stelle der Mittel, geordnet nach ihrer Wirkung (Google Search Central).
Wichtig ist, jede Altadresse direkt auf das Ziel zu leiten. Einer Kette von 2023 über 2024 zur festen Adresse folgt Google zwar: Standardmäßig verfolgen Googles Crawler bis zu 10 Weiterleitungsschritte (Google Search Central). Jeder Schritt kostet aber Ladezeit, und jede zusätzliche Regel kann beim nächsten Umbau reißen. Wie solche Ketten entstehen, zeigt der Beitrag zu Redirect-Chains; einzelne Altadressen lassen sich mit dem kostenlosen Redirect-Checker Schritt für Schritt nachverfolgen.
# Altadressen mit Jahreszahl direkt auf die feste Seite, ohne Zwischenstation
location = /black-friday-2023/ { return 301 /black-friday/; }
location = /black-friday-2024/ { return 301 /black-friday/; }
location = /black-friday-2025/ { return 301 /black-friday/; }
# dieselben Adressen ohne Schrägstrich am Ende
location = /black-friday-2023 { return 301 /black-friday/; }
location = /black-friday-2024 { return 301 /black-friday/; }
location = /black-friday-2025 { return 301 /black-friday/; }
Wie lange sollen die Weiterleitungen stehen? Bei Umzügen mit geänderten Adressen empfiehlt Google, sie so lange wie möglich zu behalten, in der Regel mindestens ein Jahr (Google Search Central). Dieser Zeitraum erlaubt es Google, alle Signale auf die neuen Adressen zu übertragen, einschließlich der Verweise von anderen Websites (Google Search Central). Aus Sicht der Nutzer legt Google sogar nahe, Weiterleitungen unbefristet zu behalten. Für Aktionsadressen spricht wenig dagegen: Alte Newsletter und Preisvergleiche können noch lange auf die Altadresse zeigen.
Zur Weiterleitung gehört das Aufräumen der eigenen Verweise. Weil Weiterleitungen für Nutzer langsam sind, empfiehlt Google, die eigenen Links und viel genutzte Links von anderen Websites auf die neuen Adressen umzustellen (Google Search Central). Interne Links, Banner, Sitemap-Einträge und kanonische Angaben sollten deshalb direkt auf /black-friday/ zeigen.
Sitemap, kanonische Angabe und interne Verweise
Die feste Adresse gehört ganzjährig in die XML-Sitemap. Google wertet die Aufnahme in die Sitemap als schwaches Signal dafür, welche Adresse kanonisch werden soll (Google Search Central). Zusammen mit einer Weiterleitung und einer kanonischen Angabe verstärken sich die Signale: Laut Google lassen sich die Mittel kombinieren und wirken gemeinsam stärker (Google Search Central).
Für das Änderungsdatum gilt: Google nutzt den lastmod-Wert, wenn er durchgängig und nachprüfbar stimmt, und ignoriert die Angaben zu Priorität und Änderungshäufigkeit (Google Search Central). Der lastmod-Wert bekommt also das Datum der Umstellung im Oktober und wird nicht bei jeder Kleinigkeit neu gesetzt. Mehr dazu im Beitrag zum Sitemap-Monitoring.
Die kanonische Angabe zeigt auf die Seite selbst, ohne Jahreszahl und ohne Kampagnenparameter. Gerade in der Aktionswoche entstehen viele Varianten derselben Adresse mit Parametern aus Newslettern und Anzeigen. Ohne eigene Angabe bestimmt Google selbst, welche Fassung in den Suchergebnissen erscheint (Google Search Central). Was passiert, wenn die falsche gewinnt, zeigt der Beitrag zu Canonical-Fehlern.
Bleibt die Startseite: Google rät, Aktionsseiten von der Startseite oder einer vergleichbar wichtigen Seite aus zu verlinken, damit Nutzer und Google sie schneller finden (Google Search Central). Zwischen den Aktionen genügt ein Verweis aus einer Aktionsübersicht oder dem Fußbereich.
Eine Adresse je Anlass: Black Friday, Cyber Monday, Black Week
Zu den Empfehlungen von 2020 gehörten eigene Seiten für Black Friday und Cyber Monday (Google Search Central). Jeder wiederkehrende Anlass bekommt also seine eigene feste Adresse, etwa /black-friday/, /cyber-monday/ oder /black-week/. Wer die Aktion über mehrere Tage zieht, legt einmal fest, welche Adresse die Hauptseite ist. Ein jährlicher Wechsel zwischen „Black Friday“ und „Black Week“ als Hauptadresse erzeugt dieselben Verluste wie eine Jahreszahl.
Auch die Termine selbst wandern: Black Friday und Cyber Monday liegen jedes Jahr an einem anderen Datum, was Berichte über die Aktionswoche verzerren kann; dazu der Beitrag zum Vorjahresvergleich im vierten Quartal. Im selben Zeitraum haben auch Nachahmer Saison; wie Händler sie früh erkennen, beschreibt der Beitrag zu Fake-Shops im Weihnachtsgeschäft.
Wenn die Adresse doch umziehen muss
Manchmal lässt sich ein Umzug nicht vermeiden, etwa beim Wechsel des Shopsystems. Dann gilt dasselbe wie für jede Adressänderung: dauerhafte Weiterleitung, eigene Verweise umstellen, Sitemap aktualisieren. Google nennt dauerhafte Weiterleitungen den richtigen Weg, wenn feststeht, dass die Weiterleitung nicht wieder zurückgenommen wird (Google Search Central). Wer die neue Adresse nur für eine Saison plant, plant bereits die nächste Kette.
Ein Relaunch bringt oft auch andere Fehler mit: ein noindex aus der Testumgebung, eine gesperrte robots.txt, eine vergessene Weiterleitung. Wie das unbemerkt Rankings kostet, beschreibt der Beitrag zu noindex im Deploy. Für die Black-Friday-Seite ist ein Relaunch im Oktober oder November deshalb ein besonders ungünstiger Zeitpunkt.
Die feste Adresse überwachen
Eine feste Adresse ist nur so viel wert wie ihr Zustand an dem Tag, an dem die Kunden kommen. Zwischen zwei Aktionen können Updates, Umbauten und neue Serverregeln die Seite treffen, ohne dass jemand sie aufruft. XICTRAQ prüft eine solche Adresse von außen und im festen Takt:
Die Verfügbarkeitsprüfung ruft die Adresse regelmäßig ab. Antwortet sie mit einem Fehlercode oder gar nicht, meldet XICTRAQ den Ausfall mit dem Statuscode oder dem Hinweis auf einen Verbindungsfehler.
Das SEO-Monitoring liest die Robots-Angabe im Kopf der Seite, zeigt ein noindex als Warnung und prüft, ob die kanonische Angabe auf die Seite selbst zeigt.
Die Linkprüfung testet die internen Verweise der überwachten Seite, etwa der Startseite, und meldet Banner und Teaser, die noch auf eine gelöschte Jahresadresse zeigen; mehr im Beitrag zu Broken Links und 404-Fehlern.
Ändert sich die Zahl der Sitemap-Einträge, hält der Changelog die hinzugekommenen und weggefallenen Pfade fest. Änderungen an der robots.txt landen ebenfalls dort, eine Sperre der ganzen Website löst einen Alarm aus.
Der Screenshot-Changelog zeigt zusätzlich, wann sich die Seite sichtbar verändert hat, etwa wenn nach einem Update wieder die Inhalte des Vorjahres erscheinen. Den Indexstatus bei Google selbst sieht XICTRAQ von außen nicht; den zeigt die Search Console. Wie die Prüfungen im Dashboard zusammenlaufen, zeigt die Live-Demo.
Checkliste für die Black-Friday-Adresse
- Feste Adresse ohne Jahreszahl, eine je Anlass, vom angezeigten Namen getrennt.
- Altadressen per 301 direkt auf die feste Adresse leiten.
- Interne Links, Banner, Newsletter-Vorlagen und Werbemittel umstellen.
- Ab Mitte Oktober Titel, Beschreibung und Inhalt erneuern, lastmod setzen, erneutes Crawlen beantragen.
- Statuscode 200, kein noindex, keine Sperre in der robots.txt, Canonical auf sich selbst.
- Nach der Aktion: Seite stehen lassen, Hinweis und Inhalt einsetzen, prominente Verlinkung zurücknehmen.
- Ganzjährig überwachen: Statuscode, Robots-Angabe, Canonical, Sitemap, tote interne Verweise.
Die Jahreszahl wechselt, die Adresse bleibt. Was die Seite im ersten Jahr an Verweisen gewinnt, trägt sie ins zweite, solange sie erreichbar und indexierbar bleibt. Die Arbeit liegt dann in der Pflege: Inhalt erneuern, Signale sauber halten, Zustand prüfen. Den letzten Teil kann XICTRAQ übernehmen.
Dieser Beitrag stützt sich auf: Google Search Central Blog, „Best practices for Black Friday and Cyber Monday pages“ vom 26. Oktober 2020; Google Search Central Blog, „Engage shoppers with deal pages in Google Search“ vom 21. Juli 2021; Google Search Central, Dokumentation zu Statuscodes, noindex, Weiterleitungen, Umzügen, kanonischen Adressen, Sitemaps und erneutem Crawlen, abgerufen am 5. Oktober 2026; RFC 9110, Abschnitte 15.4.2 und 15.5.11; Handelsverband Deutschland (HDE), Pressemitteilung vom 17. November 2025 mit einer Umfrage des IFH Köln unter mehr als 1.000 Online-Shoppern, und Themenseite einzelhandel.de/blackfriday; Archivstand dieser Themenseite vom 5. Dezember 2019 im Internet Archive. Die Angaben zu XICTRAQ beziehen sich auf den Stand der Funktionsseiten im Oktober 2026.
Soll die Jahreszahl in die Adresse der Black-Friday-Seite?
/sale/black-friday statt /sale/2020/black-friday (Google Search Central). Die Jahreszahl gehört in Titel und Überschrift. Eine Ausnahme kann eine einmalige Aktion sein.