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Domain-MonitoringRDAP statt WHOISAblauf-Frühwarnung
Domain-Monitoring 13 Min. Lesezeit 10. Aug. 2026

RDAP löst WHOIS ab: Domain-Daten sicher überwachen

Seit dem 28.01.2025 ist RDAP die Pflichtquelle für gTLD-Daten, WHOIS ist meist abgeschaltet. So überwachen Sie Domain-Ablauf und Nameserver zuverlässig.

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XICTRAQ Team

XICTRAQ

Domain-MonitoringRDAPWHOISDomain-AblaufDNS
28.01.2025
Stichtag der WHOIS-Abschaltung für gTLDs (ICANN)
77 %
RDAP-Abdeckung über alle TLDs im September 2025 (TLD RDAP Monitor)
34,2 %
der ccTLDs mit aktivem RDAP im September 2025 (TLD RDAP Monitor)
Domain-Monitoring 2026: RDAP löst WHOIS abDatenquelle im WandelWHOISPort 43 für gTLDs abgeschaltetStichtag 28.01.2025unstrukturierter Freitext, je Registry verschiedenAusnahme: .com · .name · .postRDAPverbindliche Quelle für gTLD-Datenstrukturiertes JSON über HTTPS (RFC 9083)status: clientTransferProhibitedevents: expiration 2027-03-14nameservers: ns1, ns2secureDNS: delegationSignedstandardisiert und maschinenlesbarRDAP-Abdeckung im September 2025gTLD-RegistrierungsdatenumgestelltAlle TLDs (gTLD und ccTLD)77 %ccTLDs (Länderendungen)34,2 %gegenüber Februar 2025: alle TLDs 74,8 %,ccTLDs 29,4 % - die Lücke schließt sich langsamRund 374 gTLDs boten im September 2025 kein WHOIS mehr an.Quelle: TLD RDAP Monitor / ICANNDomain- und Ablauf-Monitoring, das RDAP statt veraltetem WHOIS ausliestAblaufdatum, Nameserver und Status je Domain überwacht - von XICTRAQWHOIS-Abschaltung für gTLDs am 28.01.2025; RDAP-Abdeckung rund 77 % im September 2025 (ICANN, TLD RDAP Monitor)
Jahrzehntelang war WHOIS die selbstverständliche Antwort auf eine einfache Frage: Wem gehört eine Domain, wann läuft sie ab, welche Nameserver sind hinterlegt? Seit dem 28. Januar 2025 ist damit Schluss - an diesem Stichtag hat die ICANN die WHOIS-Pflicht für generische Top-Level-Domains beendet, und RDAP (Registration Data Access Protocol) ist die verbindliche Quelle für gTLD-Registrierungsdaten geworden (ICANN). Für alle, die Domains betreiben oder für Kunden verwalten, hat das eine unbequeme Folge: Viele Domain-Monitoring-Werkzeuge und Ablauf-Checks lesen noch immer WHOIS - und bekommen dort je nach Endung veraltete, unvollständige oder gar keine Daten mehr. Zugleich ist RDAP noch nicht überall angekommen: Über alle Endungen hinweg lag die Abdeckung im September 2025 erst bei rund 77 % (TLD RDAP Monitor). Dieser Beitrag erklärt, was sich technisch geändert hat, warum WHOIS-basierte Ablaufdaten heute trügerisch sind und wie sich Domain-Ablauf, Nameserver und Status zuverlässig per RDAP überwachen lassen.

Von WHOIS zu RDAP: Was sich technisch geändert hat

WHOIS entstand in den frühen Tagen des Internets als schlichter Abfragedienst über Port 43: Man schickt einen Domainnamen, zurück kommt ein Block aus Freitext. Das Format war nie streng standardisiert - jede Registry und jeder Registrar formatierte die Antwort etwas anders, mal mit dem Feld „Registry Expiry Date“, mal mit „paid-till“, mal mit „Expiration Date“. Für Menschen war das lesbar, für Maschinen ein ständiges Ratespiel. Genau hier setzt RDAP an.

RDAP liefert dieselben Informationen über eine moderne, klar definierte Schnittstelle: Abfragen laufen als HTTPS-Anfrage nach einem einheitlichen Muster (RFC 9082), die Antwort ist strukturiertes JSON mit fest benannten Feldern (RFC 9083), und welcher Server für welche Endung zuständig ist, steht in einer zentralen Bootstrap-Datei der IANA (RFC 9224). Damit lassen sich Ablaufdatum, Status, Nameserver und Kontaktverweise eindeutig auslesen, ohne Freitext zu zerlegen. RDAP unterstützt zudem Internationalisierung, verschlüsselten Zugriff und - anders als das offene WHOIS - abgestufte Zugriffsrechte auf sensible Daten (ICANN).

rdap-abfrage.sh
# RDAP: HTTPS-Abfrage nach RFC 9082 statt WHOIS über Port 43
curl -s https://<rdap-basis-url>/domain/ihre-domain.example

# Strukturierte Antwort (Auszug, RFC 9083):
# "status": ["clientTransferProhibited"]
# "events": [{ "eventAction": "expiration", "eventDate": "2027-03-14T09:00:00Z" }]
# "nameservers": ["NS1.EXAMPLE.NET", "NS2.EXAMPLE.NET"]
# "secureDNS": { "delegationSigned": true }
Warum strukturierte Daten den Unterschied machen

Ein WHOIS-Ablaufdatum ist ein Textstück, das ein Parser erst erkennen muss - schlägt die Erkennung fehl, fehlt das Datum still. RDAP liefert das Ablaufdatum als klar typisiertes „event“ mit der Aktion „expiration“ und einem normierten Zeitstempel. Ein Monitoring, das RDAP spricht, weiß dadurch nicht nur, dass ein Datum da ist, sondern kann es zuverlässig vergleichen und daraus eine Frühwarnung ableiten.

Der Stichtag 28. Januar 2025 - und die drei Ausnahmen

Die Abschaltung kam nicht über Nacht: Sie war das Ende einer 18-monatigen Übergangsfrist nach einer Vertragsänderung der ICANN (ICANN). Seit dem 28. Januar 2025 sind gTLD-Registries und Registrare nicht mehr verpflichtet, WHOIS über Port 43 oder das Web anzubieten - RDAP ist an dessen Stelle Pflicht (ICANN). Drei Endungen bilden eine ausdrückliche Ausnahme und dürfen WHOIS weiter betreiben: .com, .name und .post (ICANN). Für die überwältigende Mehrheit der generischen und neuen Endungen gilt jedoch: Wer dort noch WHOIS abfragt, verlässt sich auf einen Dienst, den der Betreiber abschalten darf - und vielfach bereits abgeschaltet hat.

Die Registries haben von diesem Recht schnell Gebrauch gemacht. Bereits im Februar 2025 hatten laut einer ICANN-Erreichbarkeitsprüfung 74 gTLD-Registries ihren WHOIS-Dienst eingestellt (ICANN); bis September 2025 boten nach Daten des TLD RDAP Monitor bereits 374 gTLDs kein WHOIS mehr an (TLD RDAP Monitor). Ein Ablauf-Check, der stur Port 43 anspricht, bekommt bei diesen Endungen entweder eine Fehlermeldung oder - schlimmer - eine veraltete Antwort aus einem Zwischenspeicher. Wer sicherstellen will, dass eine Domain nicht unbemerkt ausläuft, darf sich auf diese Quelle nicht mehr verlassen.

Die Lücke: RDAP-Abdeckung liegt erst bei rund 77 Prozent

So klar die Richtung ist, so unfertig ist der Übergang. Über alle Top-Level-Domains hinweg lag die RDAP-Abdeckung im September 2025 bei rund 77 %, gegenüber 74,8 % im Februar 2025 (TLD RDAP Monitor). Der Durchschnitt verdeckt allerdings eine große Spreizung: Bei den generischen Endungen ist die Umstellung praktisch abgeschlossen, weil die ICANN-Vorgaben dort greifen. Bei den Länderendungen (ccTLDs) dagegen hatten im September 2025 erst 34,2 % RDAP im Angebot - nach 29,4 % im Februar (TLD RDAP Monitor). ccTLDs wie .de, .fr oder .it unterliegen nicht den ICANN-Verträgen und entscheiden selbst über ihren Fahrplan.

SegmentRDAP-Abdeckung Sept. 2025Februar 2025
Alle TLDs (Durchschnitt)rund 77 %74,8 %
Generische TLDs (gTLD)weitgehend vollständigin Umstellung
Länderendungen (ccTLD)34,2 %29,4 %
gTLDs ohne WHOIS-Dienstrund 374 Endungen74 Registries

Der TLD RDAP Monitor, der die Umstellung über mehr als 1.400 Endungen verfolgt (WhoisXML API), macht das Kernproblem sichtbar: Ein Werkzeug, das eine Domain überwachen will, kann sich nicht darauf verlassen, dass entweder WHOIS oder RDAP überall funktioniert. Es braucht beide Wege - RDAP zuerst, WHOIS nur noch als Rückfallebene für die Endungen, die den Wechsel noch nicht vollzogen haben. Genau diese Doppelstrategie unterscheidet ein zukunftsfestes Monitoring von einem Werkzeug, das an einer einzigen, teils abgeschalteten Quelle hängt.

Warum WHOIS-basierte Ablaufchecks falsche Daten liefern

Ein Domain-Ablauf, den niemand bemerkt, ist einer der teuersten und zugleich vermeidbarsten Zwischenfälle im Webbetrieb. Läuft eine Domain aus, sind Website und E-Mail schlagartig offline - und die Wiederbeschaffung kann teuer und langwierig werden. WHOIS-basierte Checks sind aus mehreren Gründen zunehmend unzuverlässig:

  • Abgeschalteter Dienst: Bei Endungen ohne WHOIS gibt der Port-43-Server gar keine Antwort mehr - der Check meldet entweder einen Fehler oder wertet das Fehlen fälschlich als „kein Ablauf in Sicht“.
  • Veraltete Zwischenspeicher: Manche WHOIS-Antworten stammen aus Caches, deren Ablaufdatum nach einer Verlängerung nicht sofort aktualisiert wird - das Monitoring sieht ein längst überholtes Datum.
  • Uneinheitliche Feldnamen: Ohne Standard heißt das Ablaufdatum mal „Registry Expiry Date“, mal „paid-till“, mal steht es gar nicht in der Antwort - ein Parser, der nur ein Feldformat kennt, übersieht die anderen.
  • Rate-Limits und Blockaden: WHOIS-Server drosseln automatisierte Abfragen erfahrungsgemäß aggressiv; einige liefern absichtlich reduzierte oder verschleierte Datensätze.
  • Fehlende Statussignale: Kritische Zustände wie „redemptionPeriod“ oder „pendingDelete“ tauchen in knappen WHOIS-Antworten oft gar nicht auf - genau die Signale, die eine akute Warnung auslösen müssten.

RDAP räumt diese Fallstricke aus, weil jedes Feld benannt und typisiert ist. Ein Ablaufdatum kommt als „expiration“-Event, ein Sperr- oder Übertragungsschutz als standardisierter Status-Code. Das Monitoring muss nicht mehr raten, sondern kann Signale eindeutig auswerten - die Grundlage jeder belastbaren Domain-Ablauf-Überwachung.

Welche Domain-Signale wirklich zählen

Zuverlässiges Domain-Monitoring beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Ablaufdatum. Vier Signalgruppen bestimmen, ob eine Domain sicher, erreichbar und in der eigenen Hand bleibt:

Ablauf- und Verlängerungsdatum

Das „expiration“-Event aus RDAP zeigt, wann die Registrierung endet. Gestaffelte Frühwarnungen mit ausreichend Vorlauf - typischerweise 90, 30 und 7 Tage vorher - geben Zeit zum Verlängern, bevor die Domain in kritische Zustände rutscht.

Nameserver und DNS-Delegierung

Ändern sich die hinterlegten Nameserver unerwartet, kann das auf eine Fehlkonfiguration oder eine Übernahme hindeuten. Wer diese Delegierung überwacht, erkennt Manipulationen früh - eng verwandt mit dem Schutz vor DNS-Hijacking.

EPP-Status und Registry-Lock

Status-Codes wie „clientTransferProhibited“ zeigen, ob eine Domain gegen unerwünschte Transfers gesperrt ist. Fällt eine solche Sperre unerwartet weg, ist das ein Alarmsignal - Details im Beitrag zum Registry-Lock gegen Domain-Hijacking.

Sicherheits- und Inhabermerkmale

RDAP kann die DNSSEC-Signierung („secureDNS“) und den Verweis auf den zuständigen Registrar ausgeben. Zusammen mit DNSSEC-Überwachung ergibt das ein vollständiges Bild des Domain-Zustands.

Der Domain-Lebenszyklus: von Ablauf bis Löschung

Wer versteht, was nach dem Ablaufdatum passiert, versteht auch, warum ein frühes Signal so wertvoll ist. Eine gTLD durchläuft nach dem Ablauf mehrere Phasen, in denen die Rückholung immer teurer und unsicherer wird:

  1. Auto-Renew-Grace-Period: Direkt nach dem Ablauf räumen viele Registrare eine Kulanzfrist ein, in der sich die Domain unkompliziert verlängern lässt - die ICANN erlaubt hier bis zu 45 Tage, die genaue Länge legt der Registrar fest (ICANN).
  2. Redemption Grace Period: Ist die Domain gelöscht, folgt eine 30-tägige Wiederherstellungsfrist („redemptionPeriod“), in der nur der bisherige Inhaber die Domain gegen eine meist deutliche Wiederherstellungsgebühr zurückholen kann (ICANN).
  3. Pending Delete: Danach steht die Domain fünf Tage im Status „pendingDelete“ - jetzt ist keine Wiederherstellung mehr möglich, die Domain wird zur Löschung freigegeben (ICANN).
  4. Freigabe: Am Ende fällt die Domain zurück in den Pool und kann von Dritten neu registriert werden - inklusive automatisierter Dienste, die begehrte Namen im Sekundentakt abfangen.

Genau diese Übergänge spiegeln sich in den EPP-Status-Codes wider, die RDAP maschinenlesbar ausgibt (ICANN). Ein Monitoring, das die Codes „redemptionPeriod“ oder „pendingDelete“ erkennt, kann sofort eskalieren - während ein WHOIS-Check, der diese Felder gar nicht führt, den Ernstfall verschläft.

Ein paar Tage Vorlauf entscheiden über hohe Kosten

Zwischen einer simplen Verlängerung und einer Wiederherstellung aus der Redemption-Phase liegen oft ein Vielfaches an Gebühren und viel Nervenaufwand. Ein Frühwarnsystem, das den Ablauf Wochen vorher meldet, macht aus einem potenziellen Notfall eine planbare Routineaufgabe.

WHOIS-Check gegen RDAP-Monitoring

Der Unterschied zwischen einem gelegentlichen manuellen Blick und einer kontinuierlichen Überwachung wird an der Datenquelle besonders deutlich:

AspektManueller WHOIS-CheckKontinuierliches RDAP-Monitoring
DatenquelleWHOIS, je nach Endung abgeschaltetRDAP zuerst, WHOIS nur als Rückfall
Datenformatunstrukturierter Freitexttypisiertes JSON nach RFC 9083
Ablaufdatummuss aus Text erkannt werdenals „expiration“-Event eindeutig
Statuswechsel (Lock, Redemption)meist nicht sichtbarüber EPP-Status-Codes erfasst
Nameserver-Änderungbleibt unbemerktals Abweichung gemeldet
Reaktionzufällig, oft zu spätAlarm mit Tagen bis Wochen Vorlauf

Domain-Monitoring per RDAP einrichten

  1. Domains inventarisieren: Tragen Sie alle produktiv genutzten Domains zusammen - inklusive selten genutzter Weiterleitungs- und Marken-Domains, die erfahrungsgemäß am ehesten vergessen werden.
  2. Quelle festlegen: Prüfen Sie je Endung, ob RDAP verfügbar ist, und nutzen Sie WHOIS nur dort als Rückfall, wo die Endung noch nicht umgestellt hat.
  3. Schwellen definieren: Legen Sie Vorwarnstufen fest - etwa 90, 30 und 7 Tage vor Ablauf - und behandeln Sie einen Statuswechsel wie „redemptionPeriod“ als sofortigen Alarm.
  4. Signale bündeln: Überwachen Sie Ablauf, Nameserver, EPP-Status und DNSSEC gemeinsam, damit ein einzelner Blick den Domain-Zustand vollständig zeigt.
  5. Alarme zustellen: Lassen Sie Warnungen über mehrere Kanäle laufen und dokumentieren Sie den Verlauf über Reports und Statuspages, damit kein Signal im Postfach untergeht.

Domain-Monitoring steht dabei nicht allein: Ein abgelaufenes oder falsch delegiertes Zertifikat wirft dieselbe Art stiller Ausfälle auf wie ein vergessener Domain-Ablauf. Wie kurzlebige Zertifikate die Überwachung verändern, zeigt der Beitrag zu 6-Tage-Zertifikaten im SSL-Monitoring; wie fremde Infrastruktur zum Ausfallrisiko wird, der Beitrag zu Cloud-Ausfällen und fremden Abhängigkeiten. Gemeinsam ergeben Domain-, SSL- und DNS-Überwachung ein Sicherheitsnetz, das die Grundpfeiler der Erreichbarkeit abdeckt.

Domain-Ablauf zuverlässig überwachen - mit XICTRAQ

Das DNS- und Domain-Monitoring von XICTRAQ liest Registrierungsdaten aus RDAP und greift nur dort auf WHOIS zurück, wo eine Endung noch nicht umgestellt hat. So bleibt das Ablaufdatum verlässlich, auch wenn ein Registry seinen WHOIS-Dienst über Nacht abschaltet. Ändern sich Nameserver oder Status-Codes, meldet das Monitoring die Abweichung, statt sie im Freitext untergehen zu lassen.

Statt einmal im Jahr manuell nachzusehen, überwacht XICTRAQ Ihre Domains kontinuierlich und warnt erfahrungsgemäß mit Tagen bis Wochen Vorlauf - kombiniert mit SSL-, DNS- und Uptime-Überwachung in einem Blick. Starten Sie mit dem kostenlosen Test und tragen Sie Ihre wichtigsten Domains ein, oder buchen Sie eine persönliche Demo, um Ablauf-Frühwarnung und Status-Alarme in Aktion zu sehen.

Quellen und Studien

Dieser Artikel basiert auf Daten von: ICANN („Update: Launching RDAP; Sunsetting WHOIS“, WHOIS-Abschaltung für gTLDs zum 28.01.2025 nach 18-monatiger Frist, Ausnahmen .com/.name/.post, RDAP als verbindliche Quelle, gTLD-RDAP-Profil, Redemption Grace Period und pendingDelete, Auto-Renew-Grace bis 45 Tage, EPP-Status-Codes), TLD RDAP Monitor / WhoisXML API (RDAP-Abdeckung rund 77 % im September 2025 gegenüber 74,8 % im Februar, ccTLDs 34,2 % gegenüber 29,4 %, rund 374 gTLDs ohne WHOIS, mehr als 1.400 beobachtete Endungen), IETF (RFC 9082 Abfrageformat, RFC 9083 JSON-Antworten, RFC 9224 Bootstrap). Rechtliche Aussagen ersetzen keine Rechtsberatung.

Was ist RDAP und wofür steht die Abkürzung?
RDAP steht für Registration Data Access Protocol. Es liefert Domain-Registrierungsdaten wie Ablaufdatum, Status und Nameserver über eine moderne HTTPS-Schnittstelle als strukturiertes JSON (RFC 9083). Seit dem 28. Januar 2025 ist RDAP die verbindliche Quelle für Daten generischer Top-Level-Domains und löst damit WHOIS ab (ICANN).
Ist WHOIS jetzt komplett abgeschaltet?
Nein, aber für die meisten generischen Endungen entfällt die Pflicht: Seit dem 28.01.2025 müssen gTLD-Registries kein WHOIS mehr anbieten, ausgenommen sind .com, .name und .post (ICANN). Viele Länderendungen betreiben WHOIS weiter, weil sie nicht den ICANN-Verträgen unterliegen. Ein Monitoring sollte deshalb RDAP bevorzugen und WHOIS nur als Rückfall nutzen.
Warum liefern manche Domain-Checks falsche Ablaufdaten?
Weil sie noch WHOIS abfragen. Bei Endungen ohne WHOIS-Dienst kommt keine oder eine veraltete Antwort zurück, und uneinheitliche Feldnamen führen dazu, dass ein Parser das Ablaufdatum übersieht. RDAP benennt das Datum eindeutig als „expiration“-Event und macht es dadurch verlässlich vergleichbar.
Wie viel Vorlauf sollte eine Ablaufwarnung haben?
Erfahrungsgemäß sind gestaffelte Warnungen sinnvoll, etwa 90, 30 und 7 Tage vor Ablauf. So bleibt genug Zeit für die Verlängerung, bevor die Domain in die kostenpflichtige Redemption-Phase von typischerweise 30 Tagen rutscht (ICANN).
Welche Domain-Signale sollte ich neben dem Ablauf überwachen?
Neben dem Ablaufdatum sind die Nameserver-Delegierung, die EPP-Status-Codes (etwa clientTransferProhibited oder redemptionPeriod) und die DNSSEC-Signierung wichtig. Zusammen zeigen sie, ob eine Domain sicher, korrekt delegiert und gegen unerwünschte Transfers geschützt ist.
Wie überwacht XICTRAQ Domains per RDAP?
XICTRAQ fragt Registrierungsdaten bevorzugt über RDAP ab und nutzt WHOIS nur dort, wo eine Endung noch nicht umgestellt hat. Ablaufdatum, Nameserver und Status-Codes werden fortlaufend geprüft, und bei einem näher rückenden Ablauf oder einer Statusänderung geht typischerweise mit mehreren Tagen Vorlauf ein Alarm über die gewählten Kanäle heraus.

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