2FA
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort und einem Code aus einer App. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr.
Fachwörter und Abkürzungen von unseren Seiten, kurz und in einfacher Sprache erklärt. Mit „Erweiterte Hilfen“ im Barrierefreiheitsmenü führt das erste Vorkommen eines Begriffs auf einer Seite direkt hierher.
Zwei-Faktor-Authentifizierung
Anmeldung mit zwei unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort und einem Code aus einer App. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht mehr.
Bildschirmauflösung von rund 4000 Bildpunkten Breite, bei Monitoren und Fernsehern meist 3840 × 2160 Pixel (auch UHD genannt).
Statuscodes 500 bis 599
Sammelschreibweise für HTTP-Statuscodes nach ihrer ersten Ziffer: 2xx heißt Erfolg, 3xx Weiterleitung, 4xx Fehler der Anfrage (etwa 404, Seite nicht gefunden) und 5xx Fehler auf dem Server. 1xx sind Zwischenmeldungen.
Vergleich zweier Fassungen einer Seite: Besucher sehen zufällig Fassung A oder B, gemessen wird, welche ihr Ziel besser erreicht.
IPv6-Adresseintrag im DNS
DNS-Eintrag, der einer Domain eine IPv6-Adresse zuordnet. Er ist das Gegenstück zum A-Eintrag, der auf eine IPv4-Adresse zeigt.
Aussprache: meist »Quad-A«
Audit Bureau of Circulations
Britische Organisation, die Reichweiten von Medien prüft. Zusammen mit dem IAB gibt sie eine Liste bekannter Bots und Spider heraus, mit der sich automatischer Verkehr aus Statistiken filtern lässt.
Schriftliche Aufforderung, einen Rechtsverstoß zu unterlassen, meist verbunden mit einer Unterlassungserklärung und Kosten. Auslöser können etwa ein fehlerhaftes Impressum oder ein unzulässiger Cookie-Banner sein. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Anteil der Besuche, bei denen jemand nur eine Seite ansieht und die Website ohne weitere Aktion wieder verlässt.
Acknowledgement
Bestätigung des Empfangs. Im TCP-Verbindungsaufbau ist ACK das Paket, mit dem eine Seite den Empfang bestätigt; bei Alarmen heißt so das Quittieren durch die Person in Bereitschaft.
Association for Computing Machinery
Internationaler Fachverband der Informatik. Er richtet Fachkonferenzen aus, etwa die Internet Measurement Conference (IMC), deren Studien oft als Quelle für Messwerte zum Internet dienen.
Automatic Certificate Management Environment
Verfahren, mit dem ein Server Zertifikate bei einer Zertifizierungsstelle automatisch beantragt und rechtzeitig erneuert, ohne dass jemand eingreifen muss. Let's Encrypt arbeitet zum Beispiel damit.
Authenticated Data
Kennzeichen in einer DNS-Antwort, das ein validierender Resolver setzt, wenn er die DNSSEC-Signaturen erfolgreich geprüft hat.
Browsererweiterung oder Einstellung, die Werbung ausblendet und oft auch Tracking-Skripte sperrt. Dadurch fehlen solche Besuche manchmal in der Webanalyse.
Authenticated Encryption with Associated Data
Art der Verschlüsselung, die Daten zugleich verschlüsselt und gegen unbemerkte Veränderung schützt. TLS 1.3 erlaubt nur noch solche Verfahren, etwa AES-GCM.
Agencia Española de Protección de Datos
Spanische Datenschutzbehörde. Sie überwacht in Spanien die Einhaltung der DSGVO und kann Bußgelder verhängen.
Advanced Encryption Standard
Weit verbreitetes Verfahren zur Verschlüsselung von Daten mit einem gemeinsamen Schlüssel. Es schützt zum Beispiel die Daten einer HTTPS-Verbindung, nachdem sich Browser und Server auf einen Schlüssel geeinigt haben.
African Network Information Centre
Regionale Vergabestelle für IP-Adressen und AS-Nummern in Afrika, eine der fünf Regional Internet Registries.
Aktiengesellschaft
Aktiengesellschaft: Rechtsform für Unternehmen, deren Kapital in Aktien aufgeteilt ist. Im Impressum gehört der Zusatz AG zum vollständigen Firmennamen.
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Vorformulierte Vertragsbedingungen, die ein Anbieter für viele Verträge verwendet, etwa zu Lieferung, Zahlung und Kündigung. Sie gelten in der Regel nur, wenn der Kunde vor Vertragsschluss auf sie hingewiesen wurde. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Authority Information Access
Feld in einem Zertifikat, das sagt, wo weitere Angaben zum Aussteller zu finden sind: die Adresse des Zwischenzertifikats und, falls vorhanden, die Adresse für die Sperrabfrage per OCSP.
Asynchronous JavaScript and XML
Technik, mit der eine Webseite im Hintergrund Daten nachlädt und nur Teile der Seite erneuert, etwa einen Warenkorb oder Suchergebnisse. Die Adresse in der Adresszeile ändert sich dabei oft nicht.
Benachrichtigung, die ein Überwachungsdienst verschickt, wenn etwas nicht stimmt, etwa per E-Mail, SMS oder Chat. Alerting meint das Einrichten und Versenden solcher Meldungen.
Application-Layer Protocol Negotiation
Erweiterung von TLS, mit der Browser und Server schon beim Verbindungsaufbau aushandeln, welches Protokoll sie danach sprechen, etwa HTTP/2 oder HTTP/3.
Kurze Beschreibung eines Bildes im HTML (Attribut alt). Screenreader lesen sie vor, und der Browser zeigt sie, wenn das Bild nicht lädt. Reine Schmuckbilder bekommen einen leeren Alternativtext.
Accelerated Mobile Pages
Von Google angestoßenes Verfahren für stark vereinfachte, schnell ladende Mobilseiten. Heute ist es für gute Platzierungen nicht mehr nötig; schnelle normale Seiten erfüllen denselben Zweck.
Verstärkungsangriff: Ein Angreifer schickt kleine Anfragen mit gefälschtem Absender an offene Dienste, etwa DNS-Resolver, die viel größere Antworten an das Opfer senden. Das Opfer wird so mit Daten überflutet.
Entscheidung der EU-Kommission, dass ein Land außerhalb der EU personenbezogene Daten ähnlich gut schützt wie die EU. Daten dürfen dann ohne weitere Garantien dorthin übermittelt werden. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Daten so verändern, dass sie sich keiner Person mehr zuordnen lassen, auch nicht mit Zusatzwissen. Wirklich anonyme Daten fallen nicht mehr unter die DSGVO; bloß gekürzte oder verschlüsselte Kennungen sind oft nur pseudonym. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Verfahren, bei dem dieselbe IP-Adresse an vielen Standorten erreichbar ist. Eine Anfrage landet beim nächstgelegenen Standort; große DNS-Dienste und CDNs arbeiten so.
Autoriteit Persoonsgegevens
Niederländische Datenschutzbehörde. Sie überwacht in den Niederlanden die Einhaltung der DSGVO und kann Bußgelder verhängen.
Application Programming Interface
Programmierschnittstelle: ein festgelegter Weg, über den Programme Daten miteinander austauschen. So kann zum Beispiel ein Shop Bestellungen an eine Warenwirtschaft übergeben.
Asia-Pacific Network Information Centre
Regionale Vergabestelle für IP-Adressen und AS-Nummern im asiatisch-pazifischen Raum, eine der fünf Regional Internet Registries.
Advanced Persistent Threat
Gut ausgestattete Angreifergruppe, oft staatlich unterstützt, die über lange Zeit unbemerkt in Netzen bleibt, um Daten zu stehlen oder Systeme zu stören.
Authenticated Received Chain
Verfahren für weitergeleitete E-Mails: Jeder Server auf dem Weg hält fest, welche Prüfungen (SPF, DKIM, DMARC) die Mail bei ihm bestanden hat. So kann der Empfänger eine Weiterleitung von einer Fälschung unterscheiden.
ACME Renewal Information
Erweiterung von ACME, über die eine Zertifizierungsstelle dem Client mitteilt, in welchem Zeitfenster er ein Zertifikat erneuern soll. So kann sie Erneuerungen verteilen oder nach einem Widerruf früher anstoßen.
Accessible Rich Internet Applications
Zusätzliche Angaben im HTML, die Screenreadern Rolle, Namen und Zustand von Bedienelementen mitteilen, etwa ob ein Menü offen ist. Falsch eingesetztes ARIA kann mehr schaden als nützen.
American Registry for Internet Numbers
Regionale Vergabestelle für IP-Adressen und AS-Nummern in Nordamerika und Teilen der Karibik, eine der fünf Regional Internet Registries.
Autonomes System
Netz, das ein einzelner Betreiber wie ein Internetanbieter, ein Rechenzentrum oder eine große Firma im Internet selbst verwaltet. Jedes autonome System hat eine Nummer (ASN) und tauscht über BGP Wege mit anderen Netzen aus.
American Standard Code for Information Interchange
Alter Zeichensatz mit 128 Zeichen: lateinische Buchstaben ohne Umlaute, Ziffern und Satzzeichen. Umlaute und andere Schriften brauchen eine Erweiterung wie UTF-8.
Autonomous System Number
Nummer eines autonomen Systems: eines Netzes, das ein Betreiber wie ein Internetanbieter, ein Rechenzentrum oder eine große Firma im Internet selbst verwaltet. Am ASN lässt sich erkennen, aus welchem Netz ein Zugriff kommt.
Festgelegte Erwartung in einer automatischen Prüfung, zum Beispiel »die Antwort hat den Statuscode 200« oder »die Seite enthält den Text Warenkorb«. Trifft sie nicht zu, schlägt die Prüfung fehl.
Zuordnung eines Ergebnisses zu seiner Ursache. In der Webanalyse heißt das: festlegen, welchem Kanal oder welcher Kampagne ein Kauf oder eine Anfrage zugerechnet wird.
Ein Dienstleister verarbeitet personenbezogene Daten im Auftrag und nach Weisung eines Unternehmens, etwa beim Hosting oder in der Webanalyse. Dafür braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV). Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
AOMedia Video 1
Freies Verfahren zum Verkleinern von Videos, entwickelt von der Alliance for Open Media (AOMedia). Das Bildformat AVIF nutzt dieselbe Technik für einzelne Bilder.
Allgemeine Versicherungsbedingungen
Allgemeine Versicherungsbedingungen: die Regeln eines Versicherungsvertrags, etwa welche Schäden gedeckt sind und welche Pflichten der Versicherte hat. „AVB Cyber“ sind die Musterbedingungen für Cyberversicherungen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
AV1 Image File Format
Modernes Bildformat, das Fotos bei gleicher Qualität meist deutlich kleiner speichert als JPEG. Aktuelle Browser können es anzeigen.
Auftragsverarbeitungsvertrag
Vertrag mit einem Dienstleister, der personenbezogene Daten im eigenen Auftrag verarbeitet, etwa beim Hosting oder bei der Besucherstatistik. Er legt fest, wie der Dienstleister mit den Daten umgehen muss; nach der DSGVO ist er dann in der Regel nötig. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Authoritative Zone Transfer
Vollständige Übertragung einer DNS-Zone von einem Nameserver an einen anderen. Ist sie für jeden erlaubt, kann ein Fremder alle Einträge einer Domain auf einmal abrufen.
Availability Zone
Verfügbarkeitszone: ein getrennter Teil eines Rechenzentrumsstandorts bei einem Cloud-Anbieter, mit eigener Strom- und Netzversorgung. „Multi-AZ“ heißt, ein Dienst läuft in mehreren Zonen und übersteht den Ausfall einer Zone.
Business-to-Business
Geschäfte zwischen Unternehmen, im Unterschied zu Geschäften mit Verbrauchern (B2C).
Business-to-Consumer
Geschäft zwischen einem Unternehmen und Verbrauchern, etwa ein Onlineshop für Privatkunden.
Teil einer Anwendung, der auf dem Server läuft: Daten, Abläufe und Verwaltung. Besucher sehen ihn nicht direkt; bei Shops und CMS heißt auch der Verwaltungsbereich so.
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Deutsche Aufsichtsbehörde für Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel. Sie prüft unter anderem, ob Finanzunternehmen ihre IT ausreichend absichern.
Festgehaltener Ausgangs- oder Sollzustand, mit dem spätere Messungen verglichen werden, etwa die Prüfsummen der Skripte einer Seite. So fallen Abweichungen auf.
Business Continuity Management System
Geordnetes Vorgehen, damit wichtige Abläufe einer Organisation in einem Notfall weiterlaufen oder schnell wieder anlaufen: Zuständigkeiten, Notfallpläne, Übungen und regelmäßige Überprüfung. Der BSI-Standard 200-4 beschreibt, wie man ein solches System aufbaut.
Best Current Practice
Reihe von RFC-Dokumenten mit Empfehlungen für den Betrieb des Internets, die sich in der Praxis bewährt haben. Ein BCP hat eine eigene Nummer, die auf ein oder mehrere RFCs verweist.
Browser Exploit Against SSL/TLS
Bekannter Angriff aus dem Jahr 2011 auf alte Fassungen von SSL und TLS (bis TLS 1.0). Er zeigt, warum Server diese alten Fassungen nicht mehr anbieten sollten.
Business Email Compromise
Betrug mit gefälschten oder gekaperten Geschäftsmails: Angreifer geben sich etwa als Geschäftsführung oder Lieferant aus und verlangen eine Überweisung auf ein fremdes Konto.
Eine der Rechtsgrundlagen der DSGVO: Personenbezogene Daten dürfen ohne Einwilligung verarbeitet werden, wenn das Interesse des Verantwortlichen schwerer wiegt als die Interessen der Betroffenen. Das muss im Einzelfall abgewogen werden. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit
Bundesbehörde für Datenschutz in Deutschland. Sie überwacht den Datenschutz bei öffentlichen Stellen des Bundes und bei Telekommunikations- und Postunternehmen und vertritt Deutschland im Europäischen Datenschutzausschuss.
Barrierefreiheitsstärkungsgesetz
Deutsches Gesetz, das die europäische Richtlinie zur Barrierefreiheit umsetzt. Es kann unter anderem Online-Shops und andere digitale Angebote für Verbraucher betreffen, die dann barrierefrei nutzbar sein müssen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Bürgerliches Gesetzbuch
Das zentrale Gesetzbuch des deutschen Privatrechts. Es regelt unter anderem Verträge, Kauf, Haftung und den Umgang mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Behindertengleichstellungsgesetz
Behindertengleichstellungsgesetz: Bundesgesetz, das Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen verhindern soll. Es sieht unter anderem ein Schlichtungsverfahren vor. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Bundesgerichtshof
Bundesgerichtshof: das oberste deutsche Gericht für Zivil- und Strafsachen. Seine Urteile prägen, wie Gesetze im Alltag ausgelegt werden, etwa beim Wettbewerbs- oder Datenschutzrecht. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Border Gateway Protocol
Protokoll, mit dem sich die großen Netze im Internet (autonome Systeme) gegenseitig mitteilen, welche IP-Adressbereiche sie erreichen. So entstehen die Wege, über die Daten von Netz zu Netz laufen.
Business Intelligence
Auswertung von Unternehmensdaten mit Werkzeugen für Berichte, Diagramme und Dashboards, um Entscheidungen auf Zahlen zu stützen.
Brand Indicators for Message Identification
Verfahren, mit dem unterstützende E-Mail-Programme das Logo einer Marke neben ihren E-Mails anzeigen. Voraussetzung ist eine streng eingestellte DMARC-Regel, oft auch ein Markenzertifikat.
Berkeley Internet Name Domain
Weit verbreitete freie Software für DNS-Server, entwickelt vom Internet Systems Consortium (ISC). Sie kann die Einträge eigener Zonen ausliefern und als Resolver Namen für andere Rechner auflösen.
Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung
Deutsche Verordnung, die festlegt, wie barrierefrei Websites und Apps öffentlicher Stellen des Bundes sein müssen. Sie verweist auf die europäische Norm EN 301 549 und damit auf die WCAG. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Liste von Adressen, Domains oder Servern, die als Quelle von Spam oder Angriffen bekannt sind. E-Mails von Servern auf einer solchen Liste werden oft abgewiesen. Früher hieß das auch Blacklist.
Bundesministerium der Finanzen
Bundesministerium der Finanzen. Es veröffentlicht unter anderem Schreiben, die erklären, wie die Finanzverwaltung Steuerregeln anwendet, etwa zur Aufbewahrung von Unterlagen.
IP-Adresse, die im öffentlichen Internet nicht vorkommen dürfte, etwa aus privaten oder reservierten Bereichen. Pakete mit solchen Absendern sind meist gefälscht oder falsch geleitet.
Byte Order Mark
Unsichtbare Zeichenfolge am Anfang einer Textdatei, die die Kodierung anzeigt. Sie kann stören, etwa wenn sie vor dem ersten Header einer Webseite ausgegeben wird.
Programm, das selbsttätig Webseiten aufruft oder Aufgaben erledigt, etwa Crawler von Suchmaschinen, Überwachungsdienste oder auch Angreifer.
Angriff durch bloßes Durchprobieren: Ein Programm testet sehr viele Passwörter oder Schlüssel nacheinander, bis eines passt. Lange Passwörter und begrenzte Anmeldeversuche machen ihn aussichtslos.
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Cybersicherheitsbehörde des Bundes in Deutschland. Sie warnt vor Sicherheitslücken und gibt Empfehlungen und Standards heraus, etwa den IT-Grundschutz.
BSI-Gesetz
Deutsches Gesetz über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es regelt dessen Aufgaben und, seit der Umsetzung der NIS2-Richtlinie, auch Sicherheitspflichten vieler Unternehmen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Drucksache des Deutschen Bundestages
Veröffentlichtes Dokument des Deutschen Bundestages, etwa ein Gesetzentwurf mit Begründung. Die Nummer nennt die Wahlperiode und die laufende Zählung, zum Beispiel 17/7745.
Tempo, mit dem ein Error Budget verbraucht wird. Eine Burn-Rate von 1 verbraucht es genau im vorgesehenen Zeitraum, höhere Werte entsprechend schneller; Alarme lösen oft erst bei hoher Burn-Rate aus.
Certificate Authority
Zertifizierungsstelle: Organisation, die SSL/TLS-Zertifikate ausstellt, nachdem sie geprüft hat, dass der Antragsteller die Domain kontrolliert. Browser vertrauen nur Zertifikaten anerkannter Zertifizierungsstellen.
Certification Authority Authorization
DNS-Eintrag, in dem der Domaininhaber festlegt, welche Zertifizierungsstellen Zertifikate für seine Domain ausstellen dürfen. Andere Stellen müssen den Antrag ablehnen.
Zwischenspeicher, der häufig abgerufene Daten bereithält, damit sie beim nächsten Aufruf schneller da sind. Ein veralteter Cache kann dazu führen, dass Änderungen erst später sichtbar werden.
Aussprache: wie »käsch«
HTTP-Kopfzeile, die festlegt, ob und wie lange Browser und Zwischenspeicher eine Antwort aufbewahren dürfen.
Angabe im Kopf einer Seite, welche Adresse die maßgebliche Fassung ist, wenn derselbe Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar ist. Suchmaschinen sollen dann diese Adresse werten.
Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart
Test, der Menschen von automatischen Programmen unterscheiden soll, etwa durch verzerrte Zeichen oder Bildaufgaben. Viele CAPTCHAs sind für Menschen mit Behinderung schwer zu lösen.
Cipher Block Chaining
Älterer Betriebsmodus für Blockverschlüsselung, bei dem jeder Block vom vorherigen abhängt. In TLS war er Ziel mehrerer Angriffe; TLS 1.3 lässt ihn nicht mehr zu.
Content Delivery Network
Netz aus Servern an vielen Orten, das Dateien einer Website zwischenspeichert und vom nächstgelegenen Standort ausliefert. Das kann Ladezeiten senken und den eigenen Server entlasten.
Computer Emergency Response Team des Bundes
Team für IT-Sicherheitsvorfälle beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Es nimmt Meldungen zu Sicherheitsvorfällen entgegen und warnt vor Schwachstellen und aktuellen Angriffen.
Öffentliche Protokolle, in die Zertifizierungsstellen ausgestellte Zertifikate eintragen und die sich nur ergänzen, nicht nachträglich ändern lassen. So kann jeder Domaininhaber sehen, welche Zertifikate für seine Domain ausgestellt wurden.
Central European Summer Time (mitteleuropäische Sommerzeit)
Mitteleuropäische Sommerzeit: zwei Stunden vor der koordinierten Weltzeit (UTC+2). Im Winter gilt die Mitteleuropäische Zeit (UTC+1).
Liste der Änderungen an einer Software oder Website, meist nach Datum oder Version geordnet.
Kasse eines Online-Shops: die Schritte vom Warenkorb über Adresse und Zahlungsart bis zur abgeschickten Bestellung.
Continuous Integration und Continuous Delivery
Automatisierte Strecke in der Softwareentwicklung: Jede Änderung wird sofort gebaut und getestet (Continuous Integration) und danach ohne Handarbeit ausgeliefert (Continuous Delivery oder Deployment).
Classless Inter-Domain Routing
Schreibweise für einen Block von IP-Adressen, etwa 192.0.2.0/24: Die Zahl nach dem Schrägstrich gibt an, wie viele Stellen am Anfang festliegen; je kleiner sie ist, desto größer der Block.
Verschlüsselungsverfahren. Bei TLS meint Cipher Suite die Kombination von Verfahren für Schlüsselaustausch, Verschlüsselung und Prüfung, auf die sich Browser und Server einigen.
Cybersecurity and Infrastructure Security Agency
Behörde der USA für Cybersicherheit und den Schutz kritischer Infrastrukturen. Sie veröffentlicht Warnungen und eine Liste von Schwachstellen, die nachweislich ausgenutzt werden.
Command Line Interface (Kommandozeile)
Bedienung eines Programms über Textbefehle in der Kommandozeile statt über Fenster und Schaltflächen. Viele Entwicklerwerkzeuge gibt es als CLI.
Certificate Lifecycle Management
Verwaltung von Zertifikaten über ihre ganze Lebensdauer: beantragen, ausrollen, rechtzeitig erneuern und bei Bedarf sperren. Je kürzer Zertifikate gültig sind, desto wichtiger wird das.
Täuschung von Suchmaschinen: Ihre Crawler bekommen andere Inhalte zu sehen als Besucher. Suchmaschinen werten das als Verstoß und können die Seite abstrafen.
Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act
US-Gesetz, nach dem US-Behörden von US-Anbietern Daten verlangen können, auch wenn diese auf Servern außerhalb der USA liegen. Darum genügt ein Rechenzentrum in Europa allein nicht immer für den Datenschutz. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Cumulative Layout Shift
Kennzahl der Core Web Vitals: Sie misst, wie stark sich Inhalte beim Laden unerwartet verschieben. Ein niedriger Wert heißt, dass Text und Knöpfe an ihrem Platz bleiben.
Common Mark Certificate
Zertifikat für BIMI, mit dem ein Markenlogo neben E-Mails angezeigt werden kann. Anders als beim VMC genügt der Nachweis, dass das Logo schon länger öffentlich genutzt wird; eine eingetragene Marke ist nicht nötig.
Consent Management Platform
Werkzeug zur Verwaltung von Einwilligungen, meist als Cookie-Banner sichtbar. Es fragt Besucher, welchen Diensten sie zustimmen, speichert die Wahl und gibt sie an die eingebundenen Skripte weiter.
Content-Management-System
Software, mit der sich Inhalte einer Website ohne Programmierkenntnisse anlegen und ändern lassen, zum Beispiel WordPress oder TYPO3.
CVE Numbering Authority
Stelle, die berechtigt ist, für Sicherheitslücken CVE-Nummern zu vergeben, etwa Softwarehersteller oder Sicherheitsbehörden. So bekommt jede Lücke eine eindeutige Kennung.
Canonical Name
DNS-Eintrag, der einen Namen als Alias auf einen anderen Namen zeigen lässt, zum Beispiel www auf die Hauptdomain oder eine Subdomain auf einen Cloud-Dienst.
französische Datenschutzbehörde
Französische Datenschutzbehörde. Ihre Entscheidungen und Empfehlungen, etwa zu Cookies und Webanalyse, werden auch in anderen EU-Staaten beachtet.
Kohlenstoffdioxid
Kohlenstoffdioxid, das wichtigste Treibhausgas. Beim Betrieb von Websites entsteht es indirekt über den Strom für Rechenzentren, Netze und Endgeräte.
CO2-Äquivalent
CO2-Äquivalent: Maß, das die Wirkung verschiedener Treibhausgase auf das Klima in die Menge Kohlendioxid umrechnet, die dieselbe Wirkung hätte.
Constrained Application Protocol
Schlankes Netzprotokoll für kleine Geräte mit wenig Strom und Speicher, etwa Sensoren. Es arbeitet ähnlich wie HTTP, braucht aber deutlich weniger Daten.
Cross-Origin-Embedder-Policy
HTTP-Header, mit dem eine Seite festlegt, dass sie nur fremde Inhalte laden darf, die das ausdrücklich erlauben. Zusammen mit COOP schaltet er besonders geschützte Browserfunktionen frei.
Gewünschte Handlung eines Besuchers, zum Beispiel ein Kauf, eine Anmeldung oder eine Anfrage. Die Conversion-Rate ist der Anteil der Besuche mit einer solchen Handlung.
Kleine Textdatei, die eine Website im Browser speichert, etwa für eine Anmeldung oder einen Warenkorb. Für Cookies, die nicht technisch notwendig sind, ist in der Regel eine Einwilligung nötig.
Hinweisfenster beim ersten Besuch einer Website, in dem Besucher wählen, welchen Cookies und Diensten sie zustimmen.
Ohne Cookies: ein Verfahren, etwa eine Besucherstatistik, das keine Cookies im Browser speichert. Ob eine Einwilligung nötig ist, hängt davon ab, welche Daten sonst gelesen oder gespeichert werden. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Cross-Origin-Opener-Policy
Sicherheits-Header, der festlegt, ob ein Fenster mit Fenstern fremder Herkunft verbunden bleibt, die es geöffnet haben oder die es geöffnet hat. Er schützt vor Angriffen über solche Fensterbeziehungen.
Drei Kennzahlen von Google zur Nutzererfahrung einer Seite: wann der größte Inhalt geladen ist (LCP), wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert (INP) und wie ruhig das Layout bleibt (CLS).
Cross-Origin-Resource-Policy
HTTP-Header, mit dem eine einzelne Datei, etwa ein Bild oder Skript, festlegt, welche fremden Seiten sie laden dürfen: nur dieselbe Herkunft, dieselbe Website oder alle.
Einheitliches Erscheinungsbild eines Unternehmens, etwa Logo, Farben und Schrift. Kurz CI; nicht zu verwechseln mit CI im Sinn von Continuous Integration.
Cross-Origin Resource Sharing
Regeln, mit denen ein Server festlegt, welche fremden Websites seine Antworten im Browser lesen dürfen. Ist CORS zu großzügig eingestellt, können auch fremde Seiten Daten abrufen.
Common Platform Enumeration
Einheitliche Schreibweise, mit der Software, Betriebssysteme und Geräte samt Version benannt werden. Schwachstellendatenbanken nutzen sie, um Lücken einem Produkt zuzuordnen.
Central Processing Unit
Prozessor: der Rechenkern eines Computers oder Servers. Eine dauerhaft hohe CPU-Auslastung macht Antworten langsamer.
Conversion-Rate
Anteil der Besucher, die eine gewünschte Handlung ausführen, etwa kaufen oder ein Formular absenden. Eine CR von 2 % heißt: 2 von 100 Besuchern tun es.
Cyber Resilience Act
EU-Verordnung mit Anforderungen an die Cybersicherheit von Produkten mit digitalen Elementen, also von Hard- und Software. Sie verlangt von Herstellern etwa Sicherheitsupdates und den Umgang mit gemeldeten Schwachstellen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Programm, das Webseiten selbsttätig aufruft und Verweisen folgt, um sie zu erfassen, etwa für eine Suchmaschine oder für eine Prüfung aller Seiten.
Certificate Revocation List
Liste, die eine Zertifizierungsstelle veröffentlicht und in der alle Zertifikate stehen, die sie vorzeitig für ungültig erklärt hat.
Customer Relationship Management
Pflege der Kundenbeziehungen und die Software dafür: Kontakte, Anfragen, Angebote und Verkäufe an einem Ort.
Zeitplan auf einem Server, nach dem Aufgaben regelmäßig von selbst laufen, etwa jede Nacht eine Sicherung. Eine solche Aufgabe heißt Cronjob.
Core Rule Set
Freie Sammlung von Regeln für Web Application Firewalls, gepflegt vom OWASP-Projekt. Sie erkennt typische Angriffe, stuft aber manchmal auch harmlose Anfragen wie Monitoring-Abrufe als verdächtig ein.
Chrome User Experience Report
Öffentlicher Datensatz von Google mit Ladezeiten, die bei echten Besuchen in Chrome gemessen wurden (Felddaten). Er ist die Grundlage für die Core Web Vitals in der Google-Suche.
Customer Satisfaction Score
Kennzahl für die Zufriedenheit von Kunden: Sie bewerten eine Leistung auf einer kurzen Skala, gezählt wird der Anteil der zufriedenen Antworten.
Computer Security Incident Response Team
Team, das Sicherheitsvorfälle annimmt, bewertet und bei der Abwehr hilft. In Deutschland ist das BSI das nationale CSIRT, an das sich auch Unternehmen wenden.
Content Security Policy
Sicherheitsregel, die eine Website dem Browser mitgibt: Sie legt fest, aus welchen Quellen Skripte, Bilder und andere Inhalte geladen werden dürfen. Das erschwert das Einschleusen fremden Codes.
Cryptographically Secure Pseudo-Random Number Generator
Zufallszahlengenerator, dessen Ergebnisse sich auch mit viel Rechenaufwand nicht vorhersagen lassen. Nur solche Generatoren eignen sich für Passwörter und Schlüssel; im Browser liefert ihn crypto.getRandomValues().
Corporate Sustainability Reporting Directive
EU-Richtlinie, nach der bestimmte Unternehmen über Nachhaltigkeit berichten müssen, etwa über ihren Ausstoß von Treibhausgasen. Welche Unternehmen ab wann betroffen sind, hängt von Größe und Art ab. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Cross-Site Request Forgery
Angriff, bei dem eine fremde Website den Browser eines angemeldeten Nutzers dazu bringt, unbemerkt eine Aktion auf einer anderen Website auszuführen. Schutz bieten Einmal-Kennungen in Formularen und SameSite-Cookies.
Cascading Style Sheets
Sprache, die das Aussehen von Webseiten festlegt: Farben, Schriften, Abstände und Anordnung.
Comma-Separated Values
Einfaches Textformat für Tabellen: Jede Zeile ist ein Datensatz, die Werte stehen durch Kommas oder Semikolons getrennt. Tabellenprogramme können CSV-Dateien öffnen.
Call to Action
Handlungsaufforderung: ein Knopf oder Verweis, der zum nächsten Schritt einlädt, etwa „Jetzt testen“ oder „Angebot anfordern“.
Click-Through-Rate
Klickrate: Anteil der Personen, die einen Eintrag, eine Anzeige oder einen Verweis sehen und auch anklicken. 100 Anzeigen und 3 Klicks ergeben 3 Prozent.
Controlled-experiment Using Pre-Experiment Data
Statistisches Verfahren für A/B-Tests: Es nutzt Daten aus der Zeit vor dem Test, um zufällige Schwankungen herauszurechnen. So kommt ein Test mit weniger Besuchern zu einem belastbaren Ergebnis.
Coordinated Vulnerability Disclosure
Geregeltes Vorgehen beim Melden einer Sicherheitslücke: Wer sie findet, meldet sie zuerst dem Betreiber und veröffentlicht sie erst, wenn eine Behebung bereitsteht oder eine vereinbarte Zeit vergangen ist.
Common Vulnerabilities and Exposures
Öffentliches Verzeichnis bekannter Sicherheitslücken. Jede Lücke erhält dort eine Kennung nach dem Muster CVE-Jahr-Nummer, über die sich Hinweise und Updates eindeutig zuordnen lassen.
Common Vulnerability Scoring System
Bewertungssystem für die Schwere von Sicherheitslücken auf einer Skala von 0 bis 10. Je höher der Wert, desto dringender sollte die Lücke geschlossen werden.
Common Weakness Enumeration
Öffentliche Liste von Arten von Schwachstellen in Software, etwa fehlende Prüfung von Eingaben. Eine CVE beschreibt einen einzelnen Fehler, die CWE ordnet ihn einer Art zu.
Deutschland, Österreich, Schweiz
Sammelbegriff für die deutschsprachigen Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz, gebildet aus ihren Länderkennzeichen D, A und CH.
DNS-based Authentication of Named Entities
Verfahren, das über DNSSEC-geschützte DNS-Einträge festlegt, welches Zertifikat ein Server verwenden muss. Mailserver können so verschlüsselt zustellen, ohne einer falschen Gegenstelle aufzusitzen.
Übersichtsseite, die wichtige Zahlen und Zustände auf einen Blick zeigt, oft als Kacheln und Diagramme.
Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten, etwa wenn Kundendaten in falsche Hände geraten oder verloren gehen. Nach der DSGVO muss sie in der Regel der Aufsichtsbehörde gemeldet werden, unter Umständen auch den Betroffenen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Deutscher Aktienindex
Wichtigster deutscher Aktienindex mit den 40 größten börsennotierten Unternehmen. MDAX und SDAX sind die Indizes für die nächstkleineren mittleren und kleineren Unternehmen.
Datenbank
Geordneter Datenspeicher, in den ein Programm Daten schreibt und aus dem es sie gezielt wieder abfragt, etwa Kundenkonten, Messwerte oder Verläufe.
Data Breach Investigations Report
Jährlicher Bericht des Telekommunikationskonzerns Verizon über Sicherheitsvorfälle und Datenlecks, der oft als Quelle für Zahlen zu Angriffen dient.
Domain Control Validation
Prüfung, mit der eine Zertifizierungsstelle vor dem Ausstellen eines Zertifikats feststellt, dass der Antragsteller die Domain wirklich kontrolliert, etwa über einen DNS-Eintrag oder eine Datei auf dem Server.
Digitale-Dienste-Gesetz
Deutsches Gesetz für digitale Dienste, Nachfolger des Telemediengesetzes. Es regelt unter anderem die Impressumspflicht für Websites. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Distributed Denial of Service
Angriff, bei dem sehr viele Rechner gleichzeitig einen Dienst mit Anfragen überfluten, bis er nicht mehr erreichbar ist.
Unbefugte Veränderung des sichtbaren Inhalts einer Website, etwa durch eingeschleuste Texte, Bilder oder Weiterleitungen nach einem Angriff.
DENIC eG, früher Deutsches Network Information Center
Genossenschaft, die als Registry die Domains mit der Endung .de verwaltet und den Abfragedienst für deren Inhaberdaten betreibt.
Ausliefern einer neuen Version einer Website oder Software auf den Server, auf dem sie läuft. Deploy ist die kurze Form.
DomainKeys Identified Mail
Verfahren, bei dem ausgehende E-Mails eine digitale Signatur tragen. Der Empfänger prüft sie über einen Schlüssel im DNS und erkennt so, ob die Mail unterwegs verändert wurde.
Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance
Regel im DNS, die festlegt, wie Empfänger mit E-Mails umgehen sollen, die die Prüfung per SPF oder DKIM nicht bestehen, und wohin Berichte darüber gehen.
Domain Name System
Verzeichnis des Internets, das Namen wie www.example.com in die Adressen der zuständigen Server übersetzt. Dort stehen auch Einträge für E-Mail und Sicherheit.
Angriff, bei dem DNS-Einträge oder die Namensauflösung so umgelenkt werden, dass Besucher auf einem fremden Server landen, zum Beispiel nach der Übernahme des Kontos beim Registrar.
Verfahren für Netze, die nur IPv6 nutzen: Der Resolver erzeugt für ein Ziel, das nur eine IPv4-Adresse hat, eine passende IPv6-Adresse. Zusammen mit NAT64 erreichen die Geräte so auch reine IPv4-Dienste.
DNS-based Blocklist
Sperrliste mit IP-Adressen oder Domains, die als Spamquelle aufgefallen sind, abfragbar über das DNS. Mailserver lehnen E-Mails von gelisteten Absendern oft ab.
DNS Public Key
DNS-Eintrag mit dem öffentlichen Schlüssel einer Zone. Mit ihm prüfen Resolver bei DNSSEC, ob die Antworten der Zone echt und unverändert sind.
Domain Name System Security Extensions
Erweiterung des DNS, bei der Einträge digital signiert werden. So lässt sich prüfen, ob eine DNS-Antwort echt ist und nicht unterwegs gefälscht wurde.
DNSSEC-OK-Bit
Markierung in einer DNS-Anfrage, mit der ein Resolver sagt, dass er DNSSEC versteht. Der Nameserver schickt dann die Signaturen mit, damit die Antwort geprüft werden kann.
DNS over HTTPS
Verfahren, DNS-Anfragen verschlüsselt über HTTPS zu senden. Dritte im Netz sehen dann nicht, welche Namen abgefragt werden.
Document Object Model
Baum aller Bestandteile einer geladenen Seite im Browser, also Überschriften, Absätze, Bilder und Knöpfe. Skripte lesen und ändern die Seite über diesen Baum.
Name einer Website im Internet, zum Beispiel example.com. Über das DNS wird der Name in die Adresse des Servers übersetzt.
Zwei verschiedene Bedeutungen: der Digital Operational Resilience Act, eine EU-Verordnung zur digitalen Widerstandsfähigkeit von Banken, Versicherungen und ihren IT-Dienstleistern, und DevOps Research and Assessment, eine Forschungsgruppe, die den jährlichen Bericht „State of DevOps“ herausgibt. Welche gemeint ist, ergibt sich aus dem Zusammenhang.
Denial of Service
Angriff, der einen Dienst durch Überlastung lahmlegt, sodass echte Besucher ihn nicht mehr erreichen. Kommt der Angriff von vielen Rechnern zugleich, spricht man von DDoS.
DNS over TLS
DNS-Anfragen, die verschlüsselt über TLS laufen. So können Dritte im Netz nicht mitlesen, welche Adressen jemand aufruft. Eine verwandte Technik ist DoH (DNS über HTTPS).
Ausfallzeit: der Zeitraum, in dem eine Website oder ein Dienst nicht erreichbar ist oder nicht richtig funktioniert.
EU-U.S. Data Privacy Framework (Datenschutzrahmen EU-USA)
Abkommen zwischen der EU und den USA für die Übermittlung personenbezogener Daten. US-Unternehmen, die sich dafür zertifizieren lassen, gelten als Empfänger mit angemessenem Datenschutzniveau. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Fremde Firma, deren Dienst eine Website einbindet, etwa für Schriften, Karten, Videos, Zahlungen oder Statistik. Dabei können Daten der Besucher an diese Firma gehen.
Staat außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums. Werden personenbezogene Daten dorthin übermittelt, sind zusätzliche Garantien nötig, etwa ein Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Delegation Signer
Eintrag in der übergeordneten Zone, der den Schlüssel einer Zone bestätigt, etwa bei .de für beispiel.de. So entsteht bei DNSSEC eine durchgehende Vertrauenskette.
Digital Services Act
EU-Verordnung über digitale Dienste. Sie regelt unter anderem, wie Plattformen und Hostinganbieter mit Meldungen über rechtswidrige Inhalte umgehen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Datenschutzbehörde (Österreich)
Österreichische Datenschutzbehörde: die staatliche Aufsicht über den Datenschutz in Österreich. Ihre Entscheidungen, etwa zu Webanalyse-Werkzeugen, werden auch in anderen EU-Staaten beachtet. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Datenschutzerklärung
Datenschutzerklärung: Text auf einer Website, der erklärt, welche personenbezogenen Daten sie verarbeitet, zu welchem Zweck und welche Rechte Besucher haben. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Datenschutz-Folgenabschätzung
Vorab-Prüfung nach der DSGVO, welche Risiken eine geplante Datenverarbeitung für Betroffene hat und wie sie sich verringern lassen. Sie ist bei Verarbeitungen mit voraussichtlich hohem Risiko vorgeschrieben. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Datenschutz-Grundverordnung
Verordnung der EU zum Schutz personenbezogener Daten. Sie regelt unter anderem, wann eine Website Daten ihrer Besucher erheben und auswerten darf. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Datenschutzkonferenz
Datenschutzkonferenz: Gremium der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden des Bundes und der Länder. Sie veröffentlicht gemeinsame Beschlüsse und Orientierungshilfen, etwa zu Cookies und Webanalyse. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Digital Subscriber Line
Internetzugang über die vorhandene Telefonleitung aus Kupfer. Er ist weit verbreitet, aber meist langsamer als Glasfaser oder Kabel.
Daylight Saving Time (Sommerzeit)
Sommerzeit: Die Uhr wird im Frühjahr eine Stunde vor- und im Herbst zurückgestellt. Auswertungen nach Uhrzeit haben an diesen Tagen eine Stunde zu viel oder zu wenig.
Betrieb mit IPv4 und IPv6 gleichzeitig: Ein Dienst ist unter beiden Adressarten erreichbar, und jedes Gerät nutzt die, die es kann.
Domain Validation
Einfachste Art eines TLS-Zertifikats: Die Zertifizierungsstelle prüft nur, dass der Antragsteller die Domain kontrolliert, nicht wer dahintersteht. Let's Encrypt stellt solche Zertifikate aus.
End-to-End
Tests, die eine Anwendung von vorne bis hinten so durchlaufen, wie es ein Nutzer tun würde, etwa Anmelden, Bestellen und Bezahlen im Browser.
European Accessibility Act
EU-Richtlinie, die Barrierefreiheit für viele Produkte und Dienstleistungen vorschreibt, darunter Onlineshops und Bankdienste. In Deutschland ist sie mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) umgesetzt. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
European Article Number
Ältere Bezeichnung für die Artikelnummer im Strichcode eines Produkts. Heute heißt sie GTIN; die 13-stellige Form ist die GTIN-13.
European Banking Authority (Europäische Bankenaufsichtsbehörde)
Europäische Bankenaufsichtsbehörde. Sie ist eine der drei europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs) und arbeitet unter anderem die Regeln zur digitalen Widerstandsfähigkeit (DORA) aus.
Elliptic Curve Cryptography
Verschlüsselung auf Grundlage elliptischer Kurven. Sie erreicht mit deutlich kürzeren Schlüsseln dieselbe Sicherheit wie RSA und ist daher schneller.
Elliptic Curve Diffie-Hellman Ephemeral
Verfahren, mit dem Browser und Server für jede Verbindung einen neuen, geheimen Schlüssel aushandeln. Wird der Serverschlüssel später bekannt, bleiben frühere Verbindungen trotzdem geschützt.
Elliptic Curve Digital Signature Algorithm
Verfahren für digitale Signaturen auf Grundlage elliptischer Kurven. Es bietet mit deutlich kürzeren Schlüsseln eine ähnliche Sicherheit wie RSA und wird oft für SSL-Zertifikate und DNSSEC verwendet.
Encrypted Client Hello
Erweiterung von TLS, die auch den Namen der aufgerufenen Website verschlüsselt. Ohne ECH kann ein Mitleser im Netz diesen Namen beim Verbindungsaufbau sehen.
European Data Protection Board
Europäischer Datenschutzausschuss: Gremium der Datenschutzbehörden der EU-Staaten. Er veröffentlicht Leitlinien, wie die DSGVO auszulegen ist.
Europäischer Datenschutzbeauftragter
Europäischer Datenschutzbeauftragter: unabhängige Behörde, die den Datenschutz bei den Organen und Einrichtungen der EU überwacht und zu neuen EU-Regeln Stellung nimmt.
Europäische Gemeinschaft
Europäische Gemeinschaft: Vorläufer der heutigen EU. Ältere Richtlinien tragen die Kennung EG in ihrer Nummer, etwa 2000/84/EG zur Sommerzeit.
Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Begleitgesetz zum BGB. Es regelt unter anderem im Einzelnen, welche Informationen ein Händler Verbrauchern vor einem Vertrag im Online-Handel geben muss. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Ausdrückliche Zustimmung eines Besuchers, etwa zu Cookies oder Statistik, bevor die Website die entsprechenden Daten verarbeitet. Sie soll freiwillig erteilt werden und kann widerrufen werden. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
European Insurance and Occupational Pensions Authority
Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung, eine der drei europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs).
Elektronische Steuererklärung
Online-Verfahren der deutschen Finanzverwaltung für Steuererklärungen. Das zugehörige Unternehmenskonto (MUK) dient auch zur Anmeldung bei anderen Behördenportalen, etwa beim BSI.
Europäische Norm 301 549
Europäische Norm mit Anforderungen an die Barrierefreiheit von IT-Produkten und -Diensten; für Websites verweist sie auf die WCAG. Das Kürzel EN steht vor jeder Europäischen Norm, etwa auch vor EN 16931 für elektronische Rechnungen.
Bestimmte Adresse einer API oder eines Servers, an die ein Programm Anfragen schickt, zum Beispiel /api/status.
European Union Agency for Cybersecurity
Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit. Sie berät die EU-Staaten, veröffentlicht Lageberichte und betreibt die europäische Schwachstellendatenbank EUVD.
End of Life (Ende der Unterstützung)
Zeitpunkt, ab dem ein Hersteller für eine Software oder ein Gerät keine Updates mehr liefert. Danach bleiben neue Sicherheitslücken offen.
Extensible Provisioning Protocol
Standardprotokoll, über das Registrare Domains bei der Registrierungsstelle anlegen, ändern und übertragen. Auch die Statuskennzeichen einer Domain, etwa eine Transfersperre, stammen daraus.
Seite, auf der ein Anbieter beschreibt, wie weit sein Angebot barrierefrei ist, welche Mängel bekannt sind und wie man sie melden kann. Öffentliche Stellen müssen eine solche Erklärung veröffentlichen; nach dem BFSG müssen auch viele Unternehmen Angaben zur Barrierefreiheit ihrer Angebote machen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Enterprise Resource Planning (Warenwirtschaft)
Software, mit der ein Unternehmen Warenwirtschaft, Einkauf, Buchhaltung und Aufträge an einer Stelle führt. Shops sind oft daran angebunden.
Erlaubte Ausfallzeit, die sich aus einem SLO ergibt: Bei 99,9 % im Monat sind das rund 43 Minuten. Ist das Budget aufgebraucht, hat Stabilität Vorrang vor neuen Änderungen.
ECMAScript-Module
Eingebaute Art, JavaScript-Code in Dateien aufzuteilen und mit „import“ und „export“ zu verbinden. Moderne Browser laden solche Module direkt.
European Supervisory Authorities (Europäische Aufsichtsbehörden)
Die drei europäischen Aufsichtsbehörden für den Finanzmarkt: EBA für Banken, ESMA für Wertpapiere und EIOPA für Versicherungen. Gemeinsam erarbeiten sie zum Beispiel die technischen Regeln zu DORA.
European Securities and Markets Authority
Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde, eine der drei europäischen Aufsichtsbehörden (ESAs).
E-Mail Service Provider
Dienstleister, über den Unternehmen E-Mails verschicken, vor allem Newsletter und automatische Mails. Er betreibt die Mailserver und kümmert sich um Zustellung und Auswertung.
European Sustainability Reporting Standards
Europäische Standards, die festlegen, was und wie Unternehmen nach der CSRD über Nachhaltigkeit berichten. ESRS E1 behandelt zum Beispiel den Klimawandel. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Entity Tag
Kennzeichen, das der Server für eine bestimmte Fassung einer Datei mitschickt. Fragt der Browser später damit nach, antwortet der Server nur mit »nicht geändert«, solange die Datei gleich ist.
Europäische Union
Zusammenschluss europäischer Staaten mit gemeinsamen Regeln, etwa zum Datenschutz (DSGVO) oder zur Barrierefreiheit.
Gerichtshof der Europäischen Union
Gerichtshof der Europäischen Union in Luxemburg. Er legt verbindlich aus, wie EU-Recht wie die DSGVO zu verstehen ist; nationale Gerichte richten sich danach. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
European Union Intellectual Property Office (Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum)
Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum in Alicante. Dort werden Marken und Designs eingetragen, die in der ganzen EU gelten, etwa Unionsmarken.
Euro
Code für die Währung Euro nach der internationalen Norm für Währungscodes, so wie USD für den US-Dollar.
European Vulnerability Database
Europäische Datenbank bekannter Sicherheitslücken, die von der EU-Agentur für Cybersicherheit (ENISA) betrieben wird. Sie ergänzt Verzeichnisse wie die CVE-Liste.
Extended Validation
Höchste Prüfstufe für SSL-Zertifikate: Die Zertifizierungsstelle prüft neben der Domain auch die rechtliche Existenz des Unternehmens. Browser zeigen das heute kaum noch gesondert an.
Europäischer Wirtschaftsraum
Wirtschaftsraum aus den Staaten der EU sowie Island, Liechtenstein und Norwegen. Die DSGVO gilt auch dort; Übermittlungen innerhalb des EWR gelten darum nicht als Übermittlung in ein Drittland.
Code oder Vorgehen, das eine Sicherheitslücke ausnutzt, um etwa in ein System einzudringen. Gibt es für eine Lücke schon einen fertigen Exploit, ist sie besonders dringend zu schließen.
Europäische Zentralbank
Europäische Zentralbank: die Notenbank der Länder mit dem Euro. Sie veröffentlicht unter anderem täglich Referenzkurse für Währungen.
Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz
Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz: österreichisches Gesetz für Verträge, die im Internet, am Telefon oder außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen werden, etwa zum Rücktrittsrecht. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Ausweichlösung, die greift, wenn der eigentliche Weg nicht funktioniert, etwa eine Ersatzschrift, wenn die Webschrift nicht lädt.
Frequently Asked Questions
Häufig gestellte Fragen: eine Sammlung von Fragen und Antworten zu einem Thema.
Federal Bureau of Investigation
Bundespolizei der USA. Sie ermittelt auch bei Internetkriminalität und sammelt über ihre Meldestelle IC3 Anzeigen zu Betrug im Netz.
First Contentful Paint
Ladekennzahl: Zeitpunkt, zu dem der Browser den ersten Inhalt einer Seite zeichnet, etwa Text oder ein Bild. Sie zeigt, wann Besucher erstmals etwas sehen.
Forward-Confirmed reverse DNS
Gegenprobe zwischen IP-Adresse und Name: Der Rückwärtseintrag der Adresse nennt einen Hostnamen, und dieser Name zeigt wieder auf dieselbe Adresse. Mailserver und Bot-Erkennung prüfen das, weil es sich schwer fälschen lässt.
Full High Definition
Bildschirmauflösung von 1920 × 1080 Bildpunkten, auch Full HD genannt. Sie ist bei Desktop-Bildschirmen weit verbreitet.
First Input Delay
Früherer Messwert der Core Web Vitals: die Verzögerung bis zur Reaktion auf die erste Eingabe eines Besuchers. Er wurde 2024 durch INP abgelöst, das alle Eingaben berücksichtigt.
Fast IDentity Online
Verband von Unternehmen, der offene Standards für die Anmeldung ohne Passwort entwickelt, etwa Passkeys und Sicherheitsschlüssel. Diese Verfahren gelten als sicher gegen Phishing.
Wiedererkennen eines Browsers oder Geräts ohne Cookie, aus vielen Merkmalen wie Bildschirmgröße, Schriften und Einstellungen. Für den Datenschutz gilt es ähnlich wie Cookies; oft ist eine Einwilligung nötig. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Federal Information Processing Standards
Normen der US-Bundesbehörde NIST für die Informationstechnik, vor allem für Verschlüsselung. FIPS 203 legt zum Beispiel das Verfahren ML-KEM fest.
Schutzsystem, das Netzverkehr nach festgelegten Regeln durchlässt oder sperrt, etwa zwischen dem Internet und einem Server.
Vom Betreiber der Website selbst stammend, etwa Cookies, Skripte oder Daten von der eigenen Domain. Das Gegenstück ist Third-Party, also Inhalte von Drittanbietern.
Ständiger Wechsel eines Prüfergebnisses zwischen erreichbar und gestört in kurzer Folge. Ohne Dämpfung erzeugt Flapping viele Alarme, hinter denen kein echter Ausfall steht.
Flash of Unstyled Text
Kurzer Moment beim Laden einer Seite, in dem Text zuerst in einer Ersatzschrift erscheint und dann in die Webschrift wechselt. Haben beide Schriften andere Maße, verschiebt sich dabei das Layout.
Programmiergerüst: fertige Bausteine und Regeln, auf denen Entwickler eine Software oder Website aufbauen, statt alles selbst zu schreiben.
Factoring RSA Export Keys
Angriff aus dem Jahr 2015, der eine Verbindung auf alte, absichtlich schwache „Export“-Verschlüsselung herunterzwingt. Abhilfe: solche Verfahren auf dem Server abschalten.
Teil einer Website oder Anwendung, den Besucher im Browser sehen und bedienen.
File Transfer Protocol
Altes Protokoll zum Übertragen von Dateien zwischen Rechner und Server. Es überträgt Passwort und Daten unverschlüsselt; sicherer sind SFTP oder FTPS.
FTP Secure
FTP mit Verschlüsselung über TLS: Dateien werden wie bei FTP übertragen, Passwort und Daten laufen aber verschlüsselt. SFTP ist ein anderes Verfahren, das über SSH arbeitet.
Abfolge von Schritten bis zu einem Ziel, etwa Produktseite, Warenkorb, Kasse und Kauf. Die Auswertung zeigt, bei welchem Schritt Besucher abspringen.
Gigabyte
Gigabyte: Maß für Datenmenge, eine Milliarde Byte oder 1.000 Megabyte. Manche Programme rechnen stattdessen mit 1.073.741.824 Byte.
Galois/Counter Mode
Betriebsmodus für Blockverschlüsselung, der Daten verschlüsselt und zugleich ihre Unversehrtheit prüft. In der Form AES-GCM ist er heute der übliche Standard in TLS.
Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft
Dachverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland. Er veröffentlicht Statistiken und unverbindliche Musterbedingungen, etwa für Cyberversicherungen.
Generative Engine Optimization
Optimierung von Inhalten dafür, dass KI-Suchdienste und Chat-Assistenten sie finden, verstehen und als Quelle nennen. Das Gegenstück zu SEO für klassische Suchmaschinen.
Geschäftsführung
Geschäftsführung: die Person oder Personen, die ein Unternehmen leiten, etwa bei einer GmbH.
Graphics Interchange Format
Altes Bildformat mit höchstens 256 Farben, das auch kurze Animationen enthalten kann. Für Fotos und Animationen sind WebP oder Videoformate meist kleiner.
Greenwich Mean Time
Zeit am Nullmeridian in Greenwich. In HTTP-Kopfzeilen und Zertifikatsangaben steht GMT für die koordinierte Weltzeit UTC, ohne Sommerzeit.
Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff
Vorgaben der deutschen Finanzverwaltung dazu, wie Unternehmen Buchhaltung und steuerlich relevante Unterlagen elektronisch führen und aufbewahren. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Graphics Processing Unit
Grafikprozessor: Rechenchip, der sehr viele einfache Rechnungen gleichzeitig ausführt. Angreifer nutzen das, um Passwörter massenhaft durchzuprobieren; langsame Verfahren wie bcrypt bremsen das.
Global System for Mobile Communications
Mobilfunkstandard der zweiten Generation für Telefonate und Kurznachrichten. Der Verband GSMA trägt seinen Namen.
GSM Association
Weltweiter Verband der Mobilfunkanbieter. Er veröffentlicht unter anderem Zahlen dazu, wie Menschen das mobile Internet nutzen.
Global Trade Item Number
Weltweit eindeutige Artikelnummer eines Produkts, wie sie im Strichcode steht. GTIN-13 ist die 13-stellige Form, früher EAN genannt. Suchmaschinen nutzen sie, um Produkte zuzuordnen.
Graphical User Interface (grafische Bedienoberfläche)
Bedienoberfläche mit Fenstern, Schaltflächen und Menüs, die man mit Maus, Finger oder Tastatur bedient. Das Gegenstück ist die Kommandozeile (CLI).
Überschriften der Ebenen 1 bis 6
Die sechs Überschriftenebenen einer Webseite in HTML: H1 ist die Hauptüberschrift, H2 bis H6 gliedern darunter immer feiner. Suchmaschinen und Screenreader lesen aus dieser Folge den Aufbau der Seite; eine übersprungene Ebene (etwa von H2 direkt zu H4) erschwert die Orientierung.
Verbindungsaufbau, bei dem sich zwei Rechner vor dem eigentlichen Datenaustausch abstimmen, etwa beim TLS-Handshake über Verschlüsselung und Zertifikat.
Prüfsumme: eine kurze Zeichenfolge, die aus Daten berechnet wird. Schon die kleinste Änderung der Daten ergibt einen ganz anderen Hash, so fallen Änderungen auf.
High Definition
Bildschirmauflösung von 1280 × 720 Bildpunkten. Höhere Stufen sind Full HD, WQHD und UHD.
Handelsverband Deutschland
Spitzenverband des Einzelhandels in Deutschland. Er veröffentlicht unter anderem Zahlen und Prognosen zum Umsatz im Handel und im Onlinehandel.
Kopfzeilen einer Anfrage oder Antwort im HTTP: Zusatzangaben, die Browser und Server mitschicken, etwa zum Inhaltstyp, zum Zwischenspeichern oder zu Sicherheitsregeln. Auch E-Mails haben solche Kopfzeilen.
Ohne eigene sichtbare Oberfläche. Ein Headless-CMS oder -Shop liefert Inhalte nur über eine API, die Darstellung übernimmt ein getrenntes Frontend. Ein Headless-Browser lädt Seiten ohne Fenster, etwa für automatische Tests.
Regelmäßiges Lebenszeichen, das ein Programm oder ein Cronjob an einen Überwachungsdienst sendet. Bleibt es aus, wird das als Störung gemeldet.
Farbige Darstellung, die zeigt, wo Besucher auf einer Seite besonders oft klicken, tippen oder hinscrollen; häufige Stellen erscheinen in wärmeren Farben.
Handelsgesetzbuch
Deutsches Gesetzbuch für Kaufleute und Handelsgesellschaften. Es regelt unter anderem das Handelsregister, die Buchführung und wie lange Geschäftsunterlagen aufzubewahren sind. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Hash-based Message Authentication Code
Prüfwert, der aus einer Nachricht und einem geheimen Schlüssel berechnet wird. Wer den Schlüssel kennt, kann so prüfen, dass eine Nachricht, etwa ein Webhook, echt und unverändert ist.
Bereitstellen von Speicherplatz und Rechenleistung, damit eine Website im Internet erreichbar ist. Der Anbieter dafür heißt Hoster.
Name eines einzelnen Rechners oder Dienstes im Netz, zum Beispiel www.example.com oder mail.example.com. Er besteht oft aus einer Subdomain und der Domain.
Handelsregister Abteilung A
Abteilung A des Handelsregisters, in der Einzelkaufleute und Personengesellschaften wie OHG und KG eingetragen sind. Kapitalgesellschaften wie die GmbH stehen in Abteilung B (HRB).
Handelsregister Abteilung B
Abteilung B des deutschen Handelsregisters, in der Kapitalgesellschaften wie GmbH und AG eingetragen sind. Die Registernummer mit HRB gehört ins Impressum. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
HTTP Strict Transport Security
Anweisung einer Website an den Browser, sie für eine festgelegte Zeit nur noch verschlüsselt über HTTPS aufzurufen.
Hypertext Markup Language
Auszeichnungssprache, in der Webseiten geschrieben sind. Sie legt fest, was Überschrift, Absatz, Bild oder Verweis ist.
Hypertext Transfer Protocol
Protokoll, über das Browser und Server Webseiten austauschen. Ohne Verschlüsselung können Dritte die übertragenen Daten mitlesen.
Kennzeichen eines Cookies, das Skripten im Browser den Zugriff verbietet. Ein eingeschleustes Skript kann ein solches Sitzungscookie dann nicht auslesen.
Hypertext Transfer Protocol Secure
Verschlüsselte Form von HTTP. Die Verbindung wird per TLS gesichert; der Browser zeigt das in der Adresszeile an.
Interactive Advertising Bureau
Verband der Online-Werbewirtschaft, der technische Standards für digitale Werbung herausgibt, etwa das Rahmenwerk TCF für Einwilligungen.
Internet Assigned Numbers Authority
Stelle, die zentrale Kennungen des Internets verwaltet, etwa die Wurzelzone des DNS, die Vergabe von IP-Adressbereichen an die regionalen Register und die Liste der Portnummern.
International Bank Account Number
Internationale Kontonummer, die ein Bankkonto eindeutig bezeichnet. Deutsche IBANs beginnen mit DE und haben 22 Stellen.
Internet Crime Complaint Center
Meldestelle des FBI für Internetkriminalität. Aus den eingegangenen Anzeigen veröffentlicht sie jährlich einen Bericht über Fallzahlen und Schäden, etwa durch E-Mail-Betrug.
Internet Corporation for Assigned Names and Numbers
Gemeinnützige Organisation, die die Vergabe von Domainnamen und IP-Adressen weltweit koordiniert. Sie schließt unter anderem die Verträge mit den Registraren für Endungen wie .com.
Internet Control Message Protocol
Hilfsprotokoll für Fehler- und Statusmeldungen im Netz. Ping und Traceroute arbeiten damit, um zu prüfen, ob ein Rechner erreichbar ist und über welchen Weg.
Information Commissioner's Office
Datenschutzbehörde des Vereinigten Königreichs. Sie überwacht dort den Datenschutz und kann Bußgelder verhängen.
Identifikator
Kennung, die etwas eindeutig bezeichnet, etwa einen Datensatz, ein Konto oder ein Element auf einer Seite.
International Energy Agency (Internationale Energieagentur)
Internationale Energieagentur: zwischenstaatliche Organisation, die Daten und Berichte zu Energieverbrauch und Energiemärkten veröffentlicht, auch zum Strombedarf von Rechenzentren.
International Electrotechnical Commission
Internationale Normungsorganisation für Elektrotechnik. Viele Normen der IT-Sicherheit erscheinen gemeinsam mit der ISO, etwa ISO/IEC 27001.
Internet Engineering Task Force
Gremium, das technische Standards des Internets ausarbeitet, etwa für HTTP, DNS und E-Mail, und sie als RFC veröffentlicht.
Industrie- und Handelskammer
Industrie- und Handelskammer: regionale Vertretung der gewerblichen Unternehmen in Deutschland. Sie berät etwa zu Recht und Gründung und nimmt Prüfungen ab.
Internet Information Services
Webserver von Microsoft für Windows Server. Ähnlich wie nginx oder Apache liefert er Websites aus; Einstellungen wie Sicherheits-Header werden dort eigens eingetragen.
Informations- und Kommunikationstechnik
Sammelbegriff für Informations- und Kommunikationstechnik, also Rechner, Netze, Software und Telekommunikation. EU-Regeln wie DORA sprechen von IKT-Risiken.
Internet Message Access Protocol
Protokoll, mit dem ein E-Mail-Programm die Nachrichten auf dem Mailserver liest und verwaltet. Die Mails bleiben auf dem Server, so sieht man auf jedem Gerät denselben Stand.
Internet Message Format
Norm für den Aufbau einer E-Mail, also Kopfzeilen und Inhalt. Das Datumsformat daraus („IMF-fixdate“, etwa „Sun, 06 Nov 1994 08:49:37 GMT“) wird auch in HTTP-Kopfzeilen verwendet.
Pflichtangaben zum Anbieter einer Website in Deutschland, etwa Name, Anschrift und Kontakt. Sie sollen leicht zu finden und ständig erreichbar sein. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Störung oder Sicherheitsvorfall, etwa ein Ausfall der Website oder ein Angriff. Ein Incident wird erfasst, bearbeitet und nach der Behebung abgeschlossen.
Interaction to Next Paint
Kennzahl der Core Web Vitals: Sie misst, wie schnell eine Seite sichtbar auf Klicks, Tippen und Tastatureingaben reagiert.
Internet Organised Crime Threat Assessment
Jährlicher Lagebericht von Europol zur Kriminalität im Internet, etwa zu Betrug, Datendiebstahl und dem Missbrauch von Domains.
Internet of Things (Internet der Dinge)
Geräte, die mit dem Internet verbunden sind, ohne klassische Computer zu sein, etwa Kameras, Router, Thermostate oder Sensoren. Schlecht geschützte Geräte werden oft für Angriffe missbraucht.
Internet Protocol
Grundregel, nach der Daten im Internet adressiert und weitergeleitet werden. Jedes Gerät im Netz hat dabei eine IP-Adresse, ähnlich einer Hausnummer.
Internet Protocol Version 4
Ältere und noch am weitesten verbreitete Fassung des Internet-Protokolls. Ihre Adressen bestehen aus vier Zahlen, zum Beispiel 192.0.2.1, und sind knapp geworden.
Internet Protocol Version 6
Neuere Fassung des Internet-Protokolls mit viel längeren Adressen, zum Beispiel 2001:db8::1. Sie bietet weit mehr Adressen als IPv4 und läuft heute meist neben IPv4.
International Organization for Standardization
Internationale Organisation für Normung. Sie gibt weltweit gültige Normen heraus, etwa ISO 27001 für Informationssicherheit oder ISO 8601 für die Schreibweise von Datum und Uhrzeit.
Internet Service Provider
Internetanbieter: Firma, die Haushalten und Unternehmen den Zugang zum Internet bereitstellt.
Informationstechnik
Sammelbegriff für Computer, Netze und Software sowie die Arbeit damit.
Information Technology Intelligence Consulting
Beratungs- und Marktforschungsunternehmen aus den USA. Es veröffentlicht unter anderem Umfragen dazu, was eine Stunde Ausfall von Servern und Anwendungen Unternehmen kostet.
Intelligent Tracking Prevention
Schutzfunktion im Browser Safari, die Tracking über Websites hinweg einschränkt, etwa durch kürzere Laufzeiten für Cookies, die per JavaScript gesetzt werden.
Incremental Zone Transfer
Zonentransfer, bei dem ein Nameserver nur die Änderungen seit einem bestimmten Stand überträgt statt der ganzen Zone. Das spart Daten gegenüber dem vollständigen Transfer AXFR.
Java Development Kit
Entwicklungspaket für die Programmiersprache Java mit Compiler, Laufzeitumgebung und Werkzeugen. Die Zahl dahinter nennt die Version, etwa JDK 21.
Just-in-time
Übersetzen von Programmcode in Maschinencode erst während der Ausführung. Häufig genutzte Teile laufen dadurch schneller; PHP bietet das etwa zusätzlich zu OPcache.
Schwankung der Laufzeit zwischen aufeinanderfolgenden Paketen. Bei Wiederholungsversuchen heißt so auch eine kleine zufällige Wartezeit, damit nicht alle zugleich neu anfragen.
Joint Photographic Experts Group
Verbreitetes Bildformat für Fotos. Es spart Platz, indem es Bildinformationen verlustbehaftet zusammenfasst; die Dateien enden meist auf .jpg.
Joint Research Centre (Gemeinsame Forschungsstelle)
Gemeinsame Forschungsstelle der Europäischen Kommission: Sie forscht und berät die EU-Politik mit wissenschaftlichen Daten, auch zu Fragen der Internetsicherheit.
JavaScript
JavaScript: Programmiersprache, die im Browser läuft und Webseiten bedienbar und beweglich macht, etwa Menüs, Formulare oder nachgeladene Inhalte.
JavaScript Object Notation
Einfaches Textformat für geordnete Daten, das Programme leicht lesen und schreiben können. APIs tauschen ihre Daten oft als JSON aus.
JSON for Linking Data
Schreibweise für strukturierte Daten im JSON-Format, die in einem Skriptbereich der Seite steht. Suchmaschinen lesen daraus zum Beispiel, wer die Seite anbietet oder welche Fragen sie beantwortet.
JSON Lines
Textformat, in dem jede Zeile ein eigenes JSON-Objekt ist. Es eignet sich für große Datenmengen, weil man es Zeile für Zeile lesen und fortschreiben kann.
JSON with Padding
Alte Technik, mit der eine Seite Daten von einer fremden Domain als Skript lädt, um eine Sicherheitsgrenze des Browsers zu umgehen. Weil dabei fremder Code ausgeführt wird, gilt sie heute als Risiko; an ihre Stelle ist CORS getreten.
JSON Web Encryption
Verschlüsseltes Token im JSON-Format: Der Inhalt ist nur mit dem passenden Schlüssel lesbar. Ein Decoder ohne diesen Schlüssel kann ihn nicht anzeigen.
JSON Web Signature
Signiertes Token im JSON-Format: Der Inhalt ist lesbar, aber durch eine Signatur vor Änderungen geschützt. Die meisten JWTs sind JWS.
JSON Web Token
Kompaktes, signiertes Token im JSON-Format, das Angaben wie Benutzer und Ablaufzeit trägt. Server prüfen damit eine Anmeldung, ohne jedes Mal in der Datenbank nachzusehen.
Kilobyte
Kilobyte: Maß für Datenmenge, tausend Byte. Manche Programme rechnen stattdessen mit 1.024 Byte.
Known Exploited Vulnerabilities
Liste der US-Behörde CISA mit Schwachstellen, die nachweislich bereits von Angreifern ausgenutzt werden. Wer priorisieren muss, beginnt in der Regel mit diesen.
Kommanditgesellschaft
Personengesellschaft, in der mindestens ein Gesellschafter unbeschränkt haftet und die übrigen nur mit ihrer Einlage. Sie steht in Abteilung A des Handelsregisters (HRA). Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
künstliche Intelligenz
Verfahren, mit denen Computer Aufgaben lösen, für die sonst menschliches Denken nötig ist, etwa Texte verstehen und schreiben oder Muster in Daten erkennen.
Kibibyte
Maßeinheit für Datenmengen: 1 KiB sind genau 1.024 Byte. Ein Kilobyte (kB) sind dagegen 1.000 Byte.
kleine und mittlere Unternehmen
Kleine und mittlere Unternehmen. Die EU legt dafür Grenzen bei Zahl der Beschäftigten und Umsatz fest.
Maß für den Helligkeitsunterschied zwischen Text und Hintergrund, von 1:1 (gleich) bis 21:1 (Schwarz auf Weiß). Die WCAG verlangen für normalen Text mindestens 4,5:1, in der höchsten Stufe 7:1.
Key Performance Indicator
Kennzahl, an der sich der Erfolg eines Ziels messen lässt, etwa Conversion-Rate, Verfügbarkeit oder Ladezeit.
Key Signing Key
Schlüssel bei DNSSEC, der die Liste der Schlüssel einer Zone unterschreibt. Der KSK der Wurzelzone ist der Ausgangspunkt, dem Resolver bei der Prüfung vertrauen.
Kalenderwoche
Kalenderwoche: Nummer der Woche im Jahr. In Deutschland beginnt eine Woche am Montag, und die erste Woche ist die mit dem ersten Donnerstag des Jahres.
Schicht 3 (Vermittlungsschicht)
Schichten im OSI-Modell, das die Netzwerkkommunikation in sieben Ebenen teilt: L3 ist die Vermittlungsschicht mit IP-Adressen, L4 die Transportschicht mit TCP und UDP, L7 die Anwendungsschicht, etwa HTTP. Angriffe werden oft nach der Schicht benannt, auf die sie zielen.
Latin America and Caribbean Network Information Centre
Regionale Vergabestelle für IP-Adressen und AS-Nummern in Lateinamerika und Teilen der Karibik, eine der fünf Regional Internet Registries.
Local Area Network
Lokales Netz, etwa im Büro oder zu Hause: Rechner, Drucker und andere Geräte, die über einen Router oder Switch direkt miteinander verbunden sind.
Bereich einer Seite mit fester Rolle, etwa Kopf, Navigation, Hauptinhalt oder Fußzeile. Screenreader können direkt von einem Landmark zum nächsten springen.
Nachladen bei Bedarf: Bilder und andere Inhalte weiter unten auf der Seite werden erst geladen, wenn der Besucher in ihre Nähe scrollt. Das beschleunigt den ersten Seitenaufbau.
Largest Contentful Paint
Kennzahl der Core Web Vitals: Sie misst, wann das größte sichtbare Element einer Seite fertig geladen ist, oft ein Bild oder eine Überschrift.
Landesamt für Datenschutzaufsicht
Kürzel zweier Behörden, die den Datenschutz bei Unternehmen und Vereinen überwachen: in Bayern das Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA), in Brandenburg die Landesbeauftragte für den Datenschutz und für das Recht auf Akteneinsicht (LDA Brandenburg). In den anderen Bundesländern heißt die Aufsicht meist Landesbeauftragte oder Landesbeauftragter für den Datenschutz (LfD).
Kontakt zu einem möglichen Kunden, der Interesse gezeigt hat, etwa durch eine Anfrage, eine Anmeldung oder einen Download.
Aussprache: wie »lied«
Gemeinnützige Zertifizierungsstelle, die kostenlose SSL/TLS-Zertifikate mit kurzer Laufzeit ausstellt. Die Zertifikate werden automatisch über ACME beantragt und erneuert.
Landesbeauftragte für den Datenschutz
Landesbeauftragte oder Landesbeauftragter für den Datenschutz: die Aufsichtsbehörde eines Bundeslandes, die prüft, ob das Datenschutzrecht eingehalten wird, etwa die LfD Niedersachsen.
Landgericht
Landgericht: in Deutschland das Gericht der zweiten Ebene über dem Amtsgericht. Urteile eines Landgerichts, etwa des LG München I zu Google Fonts, gelten zunächst nur für den entschiedenen Fall, werden aber oft als Richtschnur genannt. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Local Internet Registry
Organisation, meist ein Provider, die IP-Adressen von einer regionalen Vergabestelle wie RIPE NCC erhält und an ihre Kunden weitergibt.
Öffentlich erreichbar und in Betrieb, im Gegensatz zu einer Test- oder Vorschaufassung. „Live gehen“ heißt, eine Website oder Änderung freizuschalten.
Aussprache: wie »leif«
Large Language Model
Großes Sprachmodell: KI-Programm, das aus sehr vielen Texten gelernt hat, Sprache zu verstehen und zu erzeugen. Darauf beruhen Chat-Assistenten und KI-Antworten in Suchmaschinen.
Vorgeschlagene Textdatei im Stammverzeichnis einer Website, die KI-Sprachmodellen eine Übersicht über die wichtigsten Inhalte gibt. Sie ist kein verbindlicher Standard.
Long Term Support (Langzeitunterstützung)
Fassung einer Software, die der Hersteller über einen längeren Zeitraum mit Sicherheitsupdates versorgt. Für Server ist sie meist die sichere Wahl.
Sammelname für Angriffe auf Online-Shops, bei denen Schadcode in die Seiten eingeschleust wird, der Zahlungsdaten im Checkout mitliest und an die Angreifer schickt.
Schadsoftware: Programme, die Schaden anrichten oder Daten stehlen, etwa Viren, Trojaner oder Erpressersoftware. Auf Websites tritt sie oft als eingeschleuster Code auf.
Auszeichnung: Code, der einem Text Struktur und Bedeutung gibt, etwa HTML-Tags für Überschrift und Absatz. Auch strukturierte Daten werden oft so genannt.
Megabyte
Megabyte: Maß für Datenmenge, eine Million Byte. Manche Programme rechnen stattdessen mit 1.048.576 Byte.
Message-Digest Algorithm 5
Altes Hash-Verfahren, das aus Daten einen kurzen Fingerabdruck berechnet. Es gilt als gebrochen und ist für Sicherheitszwecke ungeeignet; als einfache Prüfsumme taucht es noch auf.
Minimum Detectable Effect
Kleinster Unterschied, den ein A/B-Test bei gegebener Besucherzahl noch zuverlässig erkennen kann. Je kleiner er sein soll, desto mehr Besucher braucht der Test.
Masked Domain List
Liste von Domains, für die Chrome mit IP-Schutz Anfragen über Proxy-Server leitet, sodass diese Dienste die echte IP-Adresse des Besuchers nicht sehen. Darauf stehen vor allem Dienste, die Besucher seitenübergreifend verfolgen können.
MDN Web Docs, früher Mozilla Developer Network
Freie Dokumentation für Webentwicklung mit Nachschlageseiten zu HTML, CSS, JavaScript und HTTP. Sie wird von Mozilla betreut und oft als Quelle für Browserverhalten genannt.
Mittlerer Wert, wenn man alle Messwerte der Größe nach ordnet: Die eine Hälfte liegt darüber, die andere darunter. Einzelne Ausreißer verschieben ihn kaum, anders als den Durchschnitt.
Mitteleuropäische Sommerzeit
Mitteleuropäische Sommerzeit: die Uhrzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Ende März bis Ende Oktober, eine Stunde vor der Winterzeit (MEZ) und zwei Stunden vor der Weltzeit UTC.
Mitteleuropäische Zeit
Mitteleuropäische Zeit: die Uhrzeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz von Ende Oktober bis Ende März (Winterzeit), eine Stunde vor der Weltzeit UTC. Im Sommer gilt die MESZ.
Multi-Faktor-Authentifizierung
Anmeldung mit mindestens zwei voneinander unabhängigen Nachweisen, etwa Passwort und Code aus einer App. Ein gestohlenes Passwort allein reicht dann nicht.
Markets in Crypto-Assets Regulation
Markets in Crypto-Assets Regulation, die EU-Verordnung über Märkte für Kryptowerte. Sie regelt unter anderem, welche Anbieter von Krypto-Dienstleistungen eine Zulassung brauchen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Musical Instrument Digital Interface
Standard, über den elektronische Musikinstrumente und Computer Noten und Steuerbefehle austauschen. Browser können per Web MIDI auf solche Geräte zugreifen; die Permissions-Policy kann das sperren.
Multipurpose Internet Mail Extensions
Angabe zur Art einer Datei, etwa text/html oder image/png. Server senden sie im Content-Type mit, damit der Browser weiß, wie er den Inhalt behandeln soll.
Gemischte Inhalte: Eine verschlüsselte HTTPS-Seite lädt einzelne Bestandteile wie Bilder oder Skripte unverschlüsselt über HTTP. Browser sperren solche Inhalte oder warnen davor.
Machine Learning
Maschinelles Lernen: Verfahren, bei denen ein Programm Muster aus Beispieldaten lernt, statt dass jede Regel von Hand festgelegt wird.
Module-Lattice-Based Digital Signature Algorithm
Signaturverfahren, das auch gegen Quantencomputer sicher sein soll und auf mathematischen Gittern beruht. Das US-Normungsinstitut NIST hat es 2024 als FIPS 204 festgelegt.
Module-Lattice-Based Key-Encapsulation Mechanism
Verfahren zum Schlüsselaustausch, das auch gegen Angriffe mit Quantencomputern sicher sein soll. Das US-Normeninstitut NIST hat es 2024 als FIPS 203 veröffentlicht; Browser nutzen es in TLS zusammen mit einem klassischen Verfahren.
Laufende, automatische Überwachung einer Website oder eines Dienstes. Fällt etwas aus oder ändert sich ein Messwert auffällig, gibt es eine Benachrichtigung.
Manufacturer Part Number (Herstellerteilenummer)
Herstellerteilenummer: die Artikelnummer, die der Hersteller einem Produkt gibt. Zusammen mit GTIN und Marke hilft sie, ein Produkt eindeutig zu erkennen, etwa in Suchmaschinen.
Mail Transfer Agent Strict Transport Security
Regel, mit der eine Domain festlegt, dass andere Mailserver E-Mails an sie nur verschlüsselt und mit gültigem Zertifikat zustellen dürfen. So lässt sich die Verschlüsselung unterwegs nicht unbemerkt abschalten.
Mean Time to Detect
Durchschnittliche Zeit vom Beginn einer Störung bis zu ihrer Entdeckung. Gutes Monitoring verkürzt sie; danach folgt die Zeit bis zur Behebung (MTTR).
Mean Time to Repair
Mittlere Zeit von der Erkennung einer Störung bis zu ihrer Behebung. Je nach Quelle steht das R auch für Resolve oder Recovery; gemeint ist stets die Dauer bis zum wiederhergestellten Betrieb.
Maximum Transmission Unit
Größte Datenmenge, die ein Netz in einem einzelnen Paket transportieren kann, bei Ethernet meist 1500 Byte. Größere Pakete müssen geteilt werden; blockieren Firewalls das, brechen Verbindungen ab.
Mein Unternehmenskonto
Mein Unternehmenskonto: zentrales Konto, mit dem sich Unternehmen bei Behördenportalen anmelden, etwa beim BSI zur Registrierung nach NIS2. Es beruht auf dem ELSTER-Zertifikat des Unternehmens.
Mehrwertsteuer
Mehrwertsteuer: umgangssprachlicher Name der Umsatzsteuer, die auf die meisten Waren und Dienstleistungen aufgeschlagen wird.
Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie
Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie: EU-Richtlinie mit den gemeinsamen Regeln zur Mehrwertsteuer (Richtlinie 2006/112/EG). Artikel 196 regelt zum Beispiel, wann bei Leistungen an Unternehmen in anderen EU-Staaten der Empfänger die Steuer schuldet. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Mail Exchanger
Eintrag im DNS, der festlegt, welcher Server die E-Mails für eine Domain annimmt.
Server, der die DNS-Einträge einer Domain bereithält und auf Anfragen dazu verbindlich antwortet. Welche Nameserver für eine Domain zuständig sind, ist bei der Registry hinterlegt.
Network Attached Storage
Speichergerät im eigenen Netzwerk, auf das mehrere Rechner gemeinsam zugreifen, etwa für Dateien und Sicherungen. Viele dieser Geräte bringen eine eigene Weboberfläche mit.
Network Address Translation
Verfahren, bei dem ein Router die privaten Adressen vieler Geräte in eine gemeinsame öffentliche IP-Adresse übersetzt. Von außen sieht man dann nur diese eine Adresse, nicht das einzelne Gerät.
Network Address Translation von IPv6 nach IPv4
Verfahren, mit dem Geräte in einem reinen IPv6-Netz Dienste erreichen, die nur über IPv4 erreichbar sind. Ein Übersetzer zwischen beiden Netzen wandelt die Pakete um; DNS64 liefert dazu die passenden Adressen.
National Cyber Security Centre
In Großbritannien die nationale Behörde für Cybersicherheit, vergleichbar mit dem BSI in Deutschland. Sie veröffentlicht Leitfäden, etwa zur Absicherung von E-Mail. Gleich abgekürzte Stellen gibt es auch in anderen Ländern, etwa in der Schweiz und den Niederlanden.
Newline Delimited JSON
Andere Bezeichnung für JSON Lines (JSONL): ein Textformat, in dem jede Zeile ein eigenes JSON-Objekt ist. So lassen sich Daten Stück für Stück übertragen und lesen.
National Internet Registry
Nationale Vergabestelle für IP-Adressen und AS-Nummern, die unterhalb einer regionalen Vergabestelle (RIR) arbeitet, zum Beispiel in Japan oder Brasilien.
Network and Information Security (Richtlinie, zweite Fassung)
Richtlinie der EU zur Cybersicherheit. Sie verpflichtet bestimmte Unternehmen und Einrichtungen zu Schutzmaßnahmen und zur Meldung von Sicherheitsvorfällen. Ob ein Unternehmen betroffen ist, hängt unter anderem von Branche und Größe ab. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
NIS-2-Umsetzungs- und Cybersicherheitsstärkungsgesetz
Deutsches Gesetz, das die europäische NIS-2-Richtlinie umsetzt. Es erweitert den Kreis der Unternehmen, die Pflichten zur IT-Sicherheit und zur Meldung von Vorfällen haben. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
National Institute of Standards and Technology
Normungsinstitut der USA. Es veröffentlicht unter anderem Standards für Verschlüsselung, ein Rahmenwerk für Cybersicherheit und die Schwachstellendatenbank NVD.
Anweisung im Kopf einer Seite oder in einem HTTP-Header, mit der eine Seite Suchmaschinen bittet, sie nicht in die Suchergebnisse aufzunehmen.
Zufallswert, der nur ein einziges Mal verwendet wird. In einer Content Security Policy erlaubt er gezielt einzelne Skripte; in Protokollen verhindert er, dass alte Nachrichten wieder eingespielt werden.
Net Promoter Score
Kennzahl für die Kundenzufriedenheit aus der Frage, wie wahrscheinlich jemand ein Unternehmen weiterempfehlen würde, auf einer Skala von 0 bis 10. Der Wert reicht von −100 bis +100.
Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen: das bevölkerungsreichste deutsche Bundesland. Die Verbraucherzentrale NRW warnt unter anderem vor bekannten Fake-Shops.
Nameserver-Eintrag im DNS
DNS-Eintrag, der angibt, welche Nameserver für eine Domain zuständig sind. Wer ihn ändert, bestimmt, woher alle anderen DNS-Einträge der Domain kommen.
Next Secure Version 3
Eintragstyp bei DNSSEC, mit dem ein Nameserver beweist, dass es einen Namen nicht gibt. Anders als beim älteren NSEC sind die Namen dabei gehasht, damit sich die Zone nicht einfach auflisten lässt.
National Telecommunications and Information Administration
Behörde des US-Handelsministeriums für Telekommunikation und Informationspolitik. Sie hat 2021 die Mindestangaben einer Software-Stückliste (SBOM) festgelegt.
National Vulnerability Database
Öffentliche Datenbank des NIST zu bekannten Schwachstellen. Sie ergänzt die CVE-Einträge um Schweregrad, betroffene Produkte und Verweise.
Non-Existent Domain
Antwort eines DNS-Servers, dass es den abgefragten Namen nicht gibt. Häufen sich solche Antworten für eine eigene Domain, fehlt oft ein Eintrag.
Open Authorization
Offener Standard, mit dem man einer Anwendung Zugriff auf ein Konto bei einem anderen Dienst gibt, ohne ihr das Passwort zu verraten. Die Anwendung erhält dafür ein zeitlich begrenztes Token.
Online Certificate Status Protocol
Verfahren, mit dem sich beim Aussteller eines Zertifikats nachfragen lässt, ob es vorzeitig für ungültig erklärt wurde.
Verfahren, bei dem der Server die Antwort der Zertifizierungsstelle zum Status seines Zertifikats gleich mitliefert. Der Browser muss dann nicht selbst nachfragen; das spart Zeit und verrät der Stelle nicht, wer die Seite besucht.
offene Handelsgesellschaft
Personengesellschaft, in der alle Gesellschafter persönlich und unbeschränkt haften. Sie steht in Abteilung A des Handelsregisters (HRA). Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
OpenID Connect
Anmeldeverfahren auf Basis von OAuth 2.0: Eine Website lässt Nutzer sich über einen anderen Dienst wie Google anmelden und erhält von dort bestätigte Angaben zur Person, etwa die E-Mail-Adresse.
Rufbereitschaft: Wer On-Call ist, bleibt auch außerhalb der Arbeitszeit erreichbar und greift bei Störungen ein.
Einführung neuer Nutzer oder Kunden: die ersten Schritte, bis ein Produkt eingerichtet ist und genutzt wird, oft mit Anleitung oder Hilfe.
Angaben im Kopf einer Seite, die festlegen, mit welchem Titel, Text und Bild sie beim Teilen in sozialen Netzwerken und Messengern angezeigt wird.
DNS-Resolver, der Anfragen von jedem beliebigen Rechner im Internet beantwortet. Angreifer missbrauchen solche Server, um mit gefälschten Absendern große Datenmengen auf ein Opfer zu lenken.
Office of Personnel Management
Personalbehörde der US-Bundesregierung. Sie veröffentlicht unter anderem die Liste der gesetzlichen Feiertage des Bundes, etwa das Datum von Thanksgiving.
Ausdrückliche Zustimmung oder Wahl vorab: Etwas gilt erst, wenn man es selbst einschaltet, etwa durch ein selbst gesetztes Häkchen für einen Newsletter. Beim Double-Opt-in bestätigt man die Anmeldung zusätzlich über einen Link in einer E-Mail. Das Gegenteil ist Opt-out. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Herkunft einer Webseite oder Datei aus Sicht des Browsers: Protokoll, Domain und Port zusammen. Bei einem CDN heißt so auch der eigentliche Server, von dem das CDN die Inhalte holt.
Object-Relational Mapping
Programmbaustein, der Datenbanktabellen als Objekte im Programmcode abbildet, damit Entwickler ohne eigene SQL-Abfragen mit den Daten arbeiten können. Beispiele sind Eloquent und Doctrine.
Operating System (Betriebssystem)
Betriebssystem: die Grundsoftware eines Geräts, auf der alle anderen Programme laufen, etwa Windows, macOS, Linux, Android oder iOS.
Organization Validation
Mittlere Prüfstufe für SSL-Zertifikate: Die Zertifizierungsstelle prüft neben der Domain auch, ob die Organisation des Antragstellers existiert.
Open Worldwide Application Security Project
Gemeinnütziges Projekt, das frei zugängliche Hilfen zur Sicherheit von Webanwendungen veröffentlicht. Bekannt ist vor allem die Liste OWASP Top 10 der häufigsten Risiken.
95. Perzentil
Kurzschreibweise für das 95. Perzentil: 95 von 100 Messwerten liegen darunter. P50 ist der Median, P99 zeigt die langsamsten Fälle noch deutlicher.
Seitenaufruf: ein einzelner Aufruf einer Seite, wie ihn eine Besucherstatistik zählt.
Preisangabenverordnung
Preisangabenverordnung: deutsche Verordnung, die regelt, wie Preise gegenüber Verbrauchern anzugeben sind, etwa als Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer und mit Grundpreis. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Anmeldung ohne Passwort: Das Gerät speichert einen geheimen Schlüssel und bestätigt die Anmeldung zum Beispiel per Fingerabdruck oder PIN. Weil ein Passkey an die Adresse der echten Seite gebunden ist, funktioniert er auf einer gefälschten Seite nicht.
Aktualisierung, die Fehler oder Sicherheitslücken in einer Software behebt. Patchen heißt, diese Aktualisierung einzuspielen.
Nutzdaten: der eigentliche Inhalt einer Nachricht oder Anfrage, etwa die Daten, die ein Webhook verschickt. In der IT-Sicherheit heißt so auch der Schadcode, den ein Angriff ausführt.
Payment Card Industry Data Security Standard
Sicherheitsstandard der Kreditkartenunternehmen für alle, die Kartendaten annehmen, verarbeiten oder speichern, auch für Onlineshops. Er verlangt unter anderem Schutz und Kontrolle der Skripte auf Bezahlseiten.
Payment Card Industry Security Standards Council
Gremium der großen Kartenanbieter, das die Sicherheitsstandards für Kartenzahlungen herausgibt und pflegt, allen voran PCI DSS.
Perl Compatible Regular Expressions
Verbreitete Schreibweise für reguläre Ausdrücke, also Suchmuster für Text. Viele Programmiersprachen und Werkzeuge verstehen sie.
Portable Document Format
Dateiformat für Dokumente, das auf jedem Gerät gleich aussieht, etwa für Berichte, Rechnungen oder Formulare.
Beauftragter Angriffsversuch auf ein System, um Schwachstellen zu finden, bevor es Angreifer tun. Er findet nur mit Erlaubnis des Betreibers statt und endet mit einem Bericht.
HTTP-Header, der festlegt, welche Browserfunktionen eine Seite und eingebettete fremde Inhalte nutzen dürfen, etwa Kamera, Mikrofon oder Standort.
Wert, unter dem ein bestimmter Anteil aller Messwerte liegt. Beim 95. Perzentil liegen 95 von 100 Messungen darunter; so zeigt es, wie es den langsamsten Fällen geht.
Perfect Forward Secrecy
Eigenschaft einer verschlüsselten Verbindung: Für jede Sitzung wird ein eigener Schlüssel ausgehandelt. Wird später der Schlüssel des Servers bekannt, lassen sich mitgeschnittene ältere Verbindungen trotzdem nicht entschlüsseln.
Pretty Good Privacy
Verfahren zum Verschlüsseln und Signieren von Nachrichten und Dateien mit einem Schlüsselpaar. In einer security.txt verweist das Feld Encryption oft auf einen PGP-Schlüssel, damit Meldungen verschlüsselt eintreffen.
Betrugsversuch mit gefälschten E-Mails, Nachrichten oder Websites, die echt wirken sollen, um Passwörter, Zahlungsdaten oder andere vertrauliche Angaben zu erschleichen.
PHP: Hypertext Preprocessor
Programmiersprache, die auf dem Server läuft und dort Seiten erzeugt. Viele CMS und Shop-Systeme sind in PHP geschrieben.
PHP FastCGI Process Manager
Dienst auf dem Webserver, der PHP-Anfragen an einen Vorrat von Arbeitsprozessen (Pool) verteilt. Sind alle Prozesse belegt, warten neue Anfragen in einer Warteschlange: Die Antwortzeit steigt, bevor Fehler wie 502 oder 504 auftreten.
Personally Identifiable Information (personenbezogene Daten)
Angaben, mit denen sich eine Person erkennen lässt, etwa Name, E-Mail-Adresse oder IP-Adresse. Der Begriff stammt aus dem US-Recht; die DSGVO spricht von personenbezogenen Daten. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Persönliche Identifikationsnummer
Geheime Zahlenfolge, mit der man sich ausweist, etwa um auf einem Gerät einen gespeicherten Schlüssel freizugeben.
Einfache Erreichbarkeitsprüfung: Ein Rechner schickt ein kurzes Signal an einen anderen und misst, ob und wie schnell die Antwort kommt.
Public-Key-Infrastruktur
System aus Zertifizierungsstellen, Zertifikaten und Regeln, mit dem sich digitale Identitäten prüfen lassen. Darauf beruht etwa das Schloss-Symbol im Browser bei HTTPS.
Public-Key Infrastructure (X.509)
Regelwerk der IETF für Zertifikate nach dem Standard X.509, wie sie im Internet für HTTPS und Mail genutzt werden. „PKIX-gültig“ heißt: Das Zertifikat führt über eine Kette zu einer anerkannten Zertifizierungsstelle und ist nicht abgelaufen.
Erweiterung, die einer Software zusätzliche Funktionen gibt, etwa einem Shopsystem oder einem CMS.
Postleitzahl
Postleitzahl: Ziffernfolge, die in einer Anschrift den Zustellbezirk angibt. In Deutschland hat sie fünf Stellen, in Österreich und der Schweiz vier.
Portable Network Graphics
Bildformat, das ohne Qualitätsverlust speichert und durchsichtige Flächen kennt. Es eignet sich für Grafiken und Bildschirmfotos, für Fotos sind JPEG, WebP oder AVIF meist kleiner.
Padding Oracle On Downgraded Legacy Encryption
Angriff auf das veraltete SSL 3.0: Ein Angreifer zwingt die Verbindung auf diese alte Version herunter und kann dann Teile der verschlüsselten Daten lesen. Schutz bietet, SSL 3.0 abzuschalten.
Point of Presence
Standort eines Netzbetreibers oder CDN mit eigenen Servern, an dem Anfragen aus der Umgebung beantwortet werden. Ein CDN hat viele solcher Standorte, damit Inhalte nah beim Besucher liegen.
Post Office Protocol Version 3
Älteres Protokoll zum Abholen von E-Mails vom Server. Die Mails werden dabei meist heruntergeladen und auf dem Server gelöscht; heute ist IMAP üblicher.
Portable Operating System Interface
Gemeinsamer Standard für Unix-artige Betriebssysteme wie Linux und macOS. Er legt fest, wie grundlegende Befehle, Dateizugriffe und Werkzeuge wie cron arbeiten, damit Programme und Skripte auf diesen Systemen gleich funktionieren.
Schriftliche Nachbetrachtung nach einer Störung: was passiert ist, warum, was getan wurde und wie es sich künftig vermeiden lässt. Sie sucht Ursachen, keine Schuldigen.
Post-Quanten (gegen Quantencomputer abgesichert)
Verschlüsselungsverfahren, die auch gegen künftige Quantencomputer sicher sein sollen. Ein hybrider PQ-Schlüsselaustausch kombiniert ein solches Verfahren mit einem bewährten klassischen.
Pull Request
Vorschlag einer Codeänderung in einer Versionsverwaltung wie Git, den andere prüfen, bevor er übernommen wird. Automatische Prüfungen an einem solchen Vorschlag heißen PR-Checks.
Vorab erzeugte Fassung einer Seite: Sie wird fertig berechnet, bevor jemand sie aufruft, und dann sofort ausgeliefert oder im Browser im Voraus geladen.
Zeit, bis eine Änderung im DNS überall wirkt. Eigentlich verbreitet sich dabei nichts: Resolver geben ihre zwischengespeicherte alte Antwort weiter, bis deren Gültigkeit abläuft.
Vermittler zwischen zwei Rechnern: Anfragen gehen erst an den Proxy, der sie weiterreicht. Das dient etwa dem Schutz, dem Zwischenspeichern oder einer Statistik über die eigene Domain.
Ersetzen von Namen und Kennungen durch Pseudonyme, sodass Daten ohne Zusatzwissen keiner Person mehr zuzuordnen sind. Anders als anonyme Daten bleiben pseudonyme Daten personenbezogen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Pointer (Rückwärtseintrag im DNS)
DNS-Eintrag für die Rückwärtsauflösung: Er ordnet einer IP-Adresse einen Namen zu. Mailserver prüfen ihn oft, bevor sie E-Mails annehmen.
Pageviews (Seitenaufrufe)
Seitenaufrufe: Jedes Laden einer Seite zählt als ein Aufruf. In Tarifen begrenzt die Zahl der Seitenaufrufe oft den Umfang der Auswertung.
Progressive Web App
Website, die sich wie eine App verhält: Sie lässt sich auf dem Startbildschirm ablegen, funktioniert teils ohne Netz und kann Mitteilungen senden.
viertes Quartal
Q1 bis Q4 stehen für die vier Quartale eines Jahres: Q1 umfasst Januar bis März, Q2 April bis Juni, Q3 Juli bis September und Q4 Oktober bis Dezember.
Quality Assurance (Qualitätssicherung)
Qualitätssicherung: alle Prüfungen, mit denen Fehler gefunden werden, bevor eine Änderung bei den Nutzern ankommt.
Quad High Definition
Bildschirmauflösung von 2560 × 1440 Bildpunkten, viermal so viele Bildpunkte wie HD.
Quick Response
Zweidimensionaler Code aus schwarzen und weißen Quadraten, den ein Smartphone mit der Kamera liest, meist um eine Webadresse zu öffnen.
Netzprotokoll QUIC, ursprünglich Quick UDP Internet Connections
Übertragungsprotokoll, auf dem HTTP/3 aufbaut. Es läuft über UDP statt TCP, baut Verbindungen schneller auf und hat die Verschlüsselung fest eingebaut.
Aussprache: wie englisch »quick«
Retrieval-Augmented Generation
Verfahren für KI-Sprachmodelle: Vor der Antwort sucht das System passende Texte in einer Wissensbasis und gibt sie dem Modell mit, damit die Antwort auf diesen Quellen beruht.
Random Access Memory (Arbeitsspeicher)
Arbeitsspeicher eines Rechners: schneller Speicher für laufende Programme, der beim Ausschalten geleert wird.
Schadsoftware, die Daten verschlüsselt oder stiehlt und für die Freigabe Lösegeld verlangt.
Obergrenze, wie viele Anfragen in einem Zeitraum erlaubt sind. Wer sie überschreitet, wird gebremst oder abgewiesen, oft mit dem Statuscode 429. Rate-Limiting meint das Setzen solcher Grenzen.
Role-Based Access Control
Rechtevergabe über Rollen: Ein Nutzer oder Dienst bekommt eine Rolle wie „Leser“ oder „Administrator“, und die Rolle legt fest, was er darf.
Rivest Cipher 4
Altes Verschlüsselungsverfahren, das als unsicher gilt und in TLS nicht mehr verwendet werden darf. Bietet ein Server es noch an, ist das ein Hinweis auf eine veraltete Einstellung.
Registration Data Access Protocol
Abfrageweg für die Registrierungsdaten von Domains und IP-Adressen, etwa Registrar und Ablaufdatum, in einer für Programme lesbaren Form. Er löst das ältere WHOIS ab.
Resource Description Framework
Standard des W3C, um Aussagen über Dinge maschinenlesbar zu beschreiben, jeweils als Dreiergruppe aus Gegenstand, Eigenschaft und Wert. RDFa bettet solche Angaben als Attribute direkt in HTML ein.
Remote Desktop Protocol
Protokoll für den Fernzugriff auf die Oberfläche eines Windows-Rechners, standardmäßig über Port 3389. Offen im Internet erreichbare RDP-Zugänge sind ein häufiges Einfallstor für Angreifer.
Die Vorschrift, die eine Verarbeitung personenbezogener Daten erlaubt, zum Beispiel eine Einwilligung, ein Vertrag oder ein berechtigtes Interesse nach der DSGVO. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Einzelner Eintrag im DNS einer Domain, zum Beispiel ein A-Record mit der IP-Adresse des Servers, ein MX-Record für E-Mail oder ein TXT-Record mit Text.
Regular Expression Denial of Service
Angriff, der einen Dienst mit einer Eingabe lahmlegt, an der ein ungünstig gebauter regulärer Ausdruck sehr lange rechnet. Schon eine kurze Zeichenkette kann so einen Prozessor für Sekunden oder Minuten auslasten.
Besuch, der über einen Verweis auf einer anderen Website kommt, nicht über Suche, Werbung oder direkte Eingabe. In der Webanalyse ist Referral ein eigener Kanal.
Adresse der Seite, von der ein Besucher kommt, zum Beispiel ein Suchergebnis oder ein Verweis auf einer anderen Website. Der Browser schickt sie bei vielen Anfragen mit.
HTTP-Header, der festlegt, wie viel von der Adresse der aktuellen Seite der Browser beim Klick auf einen Verweis an die nächste Seite weitergibt. So gelangen etwa Pfade mit persönlichen Angaben nicht nach außen.
Firma, bei der man eine Domain registriert und verwaltet, etwa ein Hoster oder Domainanbieter. Er meldet die Registrierung an die Registry der jeweiligen Endung weiter.
Stelle, die ein zentrales Verzeichnis führt: für eine Domainendung das Verzeichnis ihrer Domains, für .de etwa die DENIC; als Regional Internet Registry die Vergabe von IP-Adressen und ASN in einer Weltregion. Auch ein Verzeichnis technischer Kennungen heißt Registry.
Sperre direkt bei der Registrierungsstelle einer Domain: Änderungen an Nameservern oder Inhaber sind erst nach einer zusätzlichen, meist persönlichen Bestätigung möglich. Sie schützt vor Domain-Diebstahl über ein gekapertes Kundenkonto.
Rückschritt nach einer Änderung: Etwas, das vorher funktioniert hat, ist nach einem Update oder Deployment kaputt, langsamer oder verschoben.
Neuauflage einer bestehenden Website mit neuer Gestaltung, Technik oder Struktur. Ändern sich dabei Adressen, braucht jede alte Adresse eine Weiterleitung.
Eigenschaft von Dateien wie Stylesheets oder Skripten, auf die der Browser warten muss, bevor er die Seite zeichnet. Viele davon verzögern den ersten sichtbaren Inhalt.
Aufbereiten von Code wie HTML, CSS und JavaScript zu der Seite, die man auf dem Bildschirm sieht. Das kann im Browser oder vorab auf dem Server geschehen.
Dienst, der für Browser und Geräte im DNS nachfragt, zu welcher IP-Adresse ein Name gehört, und die Antwort eine Zeit lang zwischenspeichert. Meist stellt ihn der Internetanbieter oder ein öffentlicher DNS-Dienst.
So gestaltet, dass sich eine Seite an die Bildschirmgröße anpasst, vom Handy bis zum großen Monitor, ohne dass man seitlich scrollen muss.
Representational State Transfer
Bauweise für Programmierschnittstellen über HTTP: Daten stehen als Einträge unter festen Adressen und werden mit den Methoden von HTTP gelesen, angelegt, geändert oder gelöscht.
Request for Comments
Veröffentlichte Dokumente, in denen die Regeln des Internets festgelegt sind, etwa wie E-Mail oder HTTP funktionieren. Jedes trägt eine Nummer, zum Beispiel RFC 9110 für HTTP.
Redemption Grace Period
Frist nach dem Löschen einer Domain, in der der bisherige Inhaber sie noch zurückholen kann, meist gegen eine Gebühr. Erst danach wird die Domain wieder frei.
Réseaux IP Européens
Europäische Gemeinschaft der Netzbetreiber. Ihr Koordinationszentrum RIPE NCC ist das regionale Register, das IP-Adressen und AS-Nummern für Europa, den Nahen Osten und Teile Zentralasiens vergibt.
Regional Internet Registry
Eine der fünf regionalen Stellen, die IP-Adressen und AS-Nummern in einer Weltregion vergeben, für Europa etwa das RIPE NCC.
Routing Information Service
Messdienst des RIPE NCC: Sammelpunkte an Internetknoten zeichnen auf, welche Routen Netzbetreiber per BGP bekannt geben. Die Daten sind öffentlich und dienen zur Untersuchung von Routing-Problemen.
Route Origin Authorization
Signierter Eintrag in der RPKI, mit dem der Inhaber eines Adressbereichs festlegt, welches autonome System (AS) diesen Bereich im Internet bekannt geben darf. Router können so gefälschte Routen erkennen.
Return on Ad Spend
Kennzahl für Werbung: Umsatz geteilt durch die Werbeausgaben. Ein ROAS von 4 heißt, dass jeder ausgegebene Euro vier Euro Umsatz gebracht hat.
Return Of Bleichenbacher's Oracle Threat
Angriff auf TLS-Server, die noch den Schlüsselaustausch per RSA anbieten und auf fehlerhafte Anfragen unterscheidbar antworten. Ein Angreifer kann dann unter Umständen Verbindungen entschlüsseln. Er wurde 2017 veröffentlicht.
Textdatei im Hauptverzeichnis einer Website, die Crawlern mitteilt, welche Bereiche sie abrufen sollen und welche nicht. Sie ist eine Bitte, kein Schutz.
Return on Investment
Kapitalrendite: Verhältnis von Gewinn oder Ersparnis zu den Kosten einer Maßnahme. Er zeigt, ob sich eine Ausgabe lohnt.
Einführung einer neuen Version oder Funktion. Bei einem schrittweisen Rollout bekommt sie zuerst nur ein Teil der Nutzer, damit Fehler früh auffallen.
Wegewahl im Netz: die Entscheidung, über welche Stationen Datenpakete zu ihrem Ziel gelangen. In einer Webanwendung heißt Routing auch die Zuordnung, welche Adresse welche Seite zeigt.
Relying Party
Bei Passkeys und WebAuthn die Website, bei der sich jemand anmeldet. Die RP-ID ist ihre Domain; ein Passkey gilt nur für genau diese Domain und hilft darum gegen Phishing.
Resource Public Key Infrastructure
Verfahren, mit dem Inhaber von IP-Adressen kryptografisch festhalten, welches Netz ihre Adressen im Internet ankündigen darf. Router können damit falsche Routen erkennen und verwerfen.
Recovery Point Objective
Wie viel Datenverlust nach einem Ausfall höchstens hinnehmbar ist, angegeben als Zeitspanne: Bei einem RPO von einer Stunde muss es mindestens stündlich eine Sicherung geben.
Resource Record
Ein einzelner Eintrag in einer DNS-Zone, etwa ein A-, MX- oder TXT-Eintrag. Mehrere Einträge mit gleichem Namen und Typ bilden zusammen ein RRset.
Resource Record Signature
Eintragstyp bei DNSSEC, der die Signatur zu einer Gruppe von DNS-Einträgen enthält. Mit ihr prüft ein Resolver, ob die Antwort unverändert vom Inhaber der Zone stammt.
Rivest-Shamir-Adleman
Verbreitetes Verfahren für Verschlüsselung und digitale Signaturen mit einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel, benannt nach seinen drei Erfindern. Viele SSL-Zertifikate nutzen RSA-Schlüssel.
Really Simple Syndication
Format, in dem eine Website neue Beiträge als maschinenlesbare Liste anbietet. Ein Feedreader holt sie regelmäßig ab und zeigt Neues an, ohne dass man die Seite besuchen muss.
Recovery Time Objective
Wie lange ein System nach einem Ausfall höchstens stillstehen darf, bis es wieder läuft. Das RTO bestimmt, wie schnell eine Wiederherstellung gelingen muss.
Regulatory Technical Standards (Technische Regulierungsstandards)
Technische Regulierungsstandards: genaue Vorgaben, die die europäischen Finanzaufsichtsbehörden zu einem EU-Gesetz ausarbeiten und die die EU-Kommission dann als Verordnung erlässt, bei DORA etwa zu Meldefristen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Round-Trip Time
Umlaufzeit: die Zeit, die ein Paket zum Ziel und die Antwort zurück braucht. Ein Ping misst sie in Millisekunden.
Reporting URI for Aggregate Reports
Angabe in einem DMARC-Eintrag, an welche Adresse die täglichen Sammelberichte gehen. Sie zeigen, von welchen Servern Mails im Namen der Domain kamen und ob SPF und DKIM bestanden wurden.
Reporting URI for Failure Reports
Angabe in einem DMARC-Eintrag, an welche Adresse Einzelberichte über fehlgeschlagene Mails gehen. Sie können Teile der Mail enthalten; viele große Anbieter verschicken sie aus Datenschutzgründen nicht.
Real User Monitoring
Messung mit echten Besuchern: Ein Skript erfasst im Browser jedes Besuchers, wie schnell die Seite lädt und reagiert. Gegenstück zu Labormessungen und synthetischem Monitoring.
Schriftliche Schritt-für-Schritt-Anleitung für wiederkehrende Aufgaben oder Störungen, etwa was bei einem Ausfall zuerst zu prüfen ist. So kann auch handeln, wer das System nicht im Detail kennt.
Zufallswert, der vor dem Bilden eines Hashes an die Daten gehängt wird. Solange der Salt geheim bleibt, lässt sich aus dem Hash nicht durch Ausprobieren auf die ursprünglichen Daten schließen; ein täglich neuer Salt verhindert die Wiedererkennung über Tage.
Eigenschaft eines Cookies, die festlegt, ob der Browser es auch bei Anfragen von fremden Seiten mitschickt. Die Werte Strict und Lax schützen vor untergeschobenen Anfragen, None erlaubt es überall.
Subject Alternative Name
Feld in einem SSL-Zertifikat, das alle Domains und Subdomains aufzählt, für die das Zertifikat gilt.
Abgeschotteter Bereich, in dem Code oder Inhalte laufen, ohne auf den Rest des Systems zugreifen zu können, etwa ein eingebetteter Rahmen mit dem Attribut sandbox. Auch eine Testumgebung zum gefahrlosen Ausprobieren heißt so. Googles Privacy Sandbox trägt den Begriff nur im Namen: So hieß eine Sammlung von Verfahren für Werbung ohne Drittanbieter-Cookies.
SANS Internet Storm Center
Beobachtungsstelle des SANS Institute, die laufend Angriffe und Auffälligkeiten im Internet auswertet und dazu Berichte und Messwerte veröffentlicht.
Software Bill of Materials
Stückliste einer Software: alle enthaltenen Bibliotheken und Bestandteile mit ihrer Version. Damit lässt sich schnell prüfen, ob eine neu bekannte Schwachstelle betroffen ist.
Standard Contractual Clauses (Standardvertragsklauseln)
Standardvertragsklauseln: von der EU-Kommission vorgegebene Vertragstexte, mit denen personenbezogene Daten in Länder außerhalb der EU übermittelt werden dürfen, wenn für das Land kein gleichwertiger Datenschutz festgestellt ist. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2020. Es erklärte den damaligen Datenschutzrahmen für Übermittlungen in die USA (Privacy Shield) für ungültig. Seitdem müssen Anbieter genauer prüfen, ob personenbezogene Daten in einem Drittland ausreichend geschützt sind. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Fehler oder Lücke in Software oder Einstellungen, die ein Angreifer ausnutzen kann, etwa in einem veralteten Plugin.
Automatisches Auslesen von Inhalten aus Websites durch Programme, etwa um Preise, Texte oder Kontaktdaten zu sammeln. Die Programme dafür heißen Scraper.
Programm, das blinden und sehbehinderten Menschen den Bildschirminhalt vorliest oder auf einer Braillezeile ausgibt. Es ist darauf angewiesen, dass Seiten sauber ausgezeichnet sind.
Software Development Kit
Paket aus Bibliotheken, Werkzeugen und Dokumentation, mit dem Entwickler eine Plattform oder einen Dienst in eigene Software einbinden.
HTTP-Header, mit denen eine Website dem Browser Sicherheitsregeln mitgibt, etwa zur Verschlüsselung (HSTS), zu erlaubten Quellen (CSP) oder zur Einbettung in fremde Seiten.
Search Engine Optimization
Suchmaschinenoptimierung: alle Maßnahmen, mit denen eine Website in den Ergebnissen von Suchmaschinen besser gefunden wird, etwa klare Titel, schnelle Seiten und gute Inhalte.
Single Euro Payments Area
Einheitlicher Zahlungsraum für Überweisungen und Lastschriften in Euro, zu dem die EU-Staaten und weitere europäische Länder gehören. Zahlungen laufen dort mit IBAN nach denselben Regeln wie im Inland.
Search Engine Results Page
Ergebnisseite einer Suchmaschine mit allen Treffern, Anzeigen und Zusatzelementen wie KI-Antworten oder Kartenausschnitten.
Rechner oder Programm, das im Netz Dienste bereitstellt, zum Beispiel Webseiten, E-Mails oder Daten. Der Browser schickt eine Anfrage, der Server antwortet.
Sitzung: der Zeitraum, in dem jemand eine Website zusammenhängend nutzt, oder eine Anmeldung, die eine Zeit lang gültig bleibt.
Severity (Schweregrad)
Stufe, die beschreibt, wie schwer eine Störung ist, meist mit Zahl: SEV-1 ist ein vollständiger Ausfall, höhere Zahlen stehen für geringere Auswirkungen. Danach richten sich Eskalation und Reaktionszeit.
SSH File Transfer Protocol
Verfahren zum Übertragen von Dateien über eine verschlüsselte SSH-Verbindung, meist über Port 22. Anders als beim älteren FTP laufen Passwort und Daten nicht im Klartext.
Secure Hash Algorithm
Familie von Hash-Verfahren, die aus beliebigen Daten einen Fingerabdruck fester Länge berechnen, etwa SHA-256. Das ältere SHA-1 gilt als unsicher.
Security Information and Event Management
System, das Protokolle und Sicherheitsmeldungen aus vielen Quellen sammelt, auswertet und bei Auffälligkeiten Alarm gibt. Es wird meist von einem Sicherheitsteam (SOC) betreut.
Statistisches Maß dafür, wie unwahrscheinlich ein gemessener Unterschied allein durch Zufall entstanden wäre. Ein A/B-Test gilt erst als aussagekräftig, wenn sein Ergebnis signifikant ist.
Datei mit einer Liste der Seiten einer Website, die Suchmaschinen hilft, alle Inhalte zu finden.
Abgreifen von Zahlungsdaten. Im Web geschieht das über Schadcode im Checkout eines Shops (Web-Skimming), ursprünglich über Aufsätze an Kartenlesern.
Stock Keeping Unit
Artikelnummer, die eine bestimmte Ausführung eines Produkts im Lager eindeutig kennzeichnet, etwa ein T-Shirt in einer bestimmten Größe und Farbe.
Service Level Agreement
Vereinbarung zwischen Anbieter und Kunde über die zugesagte Qualität eines Dienstes, etwa die Erreichbarkeit in Prozent oder Reaktionszeiten bei Störungen.
Stateless Hash-Based Digital Signature Algorithm
Signaturverfahren, das auch gegen Quantencomputer sicher sein soll und nur auf Hashfunktionen beruht. Das US-Normungsinstitut NIST hat es 2024 als FIPS 205 festgelegt.
Service Level Indicator
Messwert für die Dienstgüte, etwa der Anteil erfolgreicher Anfragen oder die Antwortzeit. An ihm wird geprüft, ob ein Ziel (SLO) eingehalten wird.
Service Level Objective
Zielwert für die Dienstgüte, etwa 99,9 % Verfügbarkeit im Monat. Anders als ein SLA ist es eine interne Vorgabe, an der ein Team seine Arbeit ausrichtet.
Short Message Service
Kurznachricht an ein Mobiltelefon. Im Monitoring dient sie als Alarmweg, der auch ohne Internetverbindung des Empfängers ankommt.
Simple Mail Transfer Protocol
Protokoll, mit dem E-Mails zwischen Mailservern übertragen und vom Mailprogramm an den Server übergeben werden.
Server Name Indication
Erweiterung von TLS, bei der der Browser schon beim Verbindungsaufbau den Namen der gewünschten Website nennt. So kann ein Server unter einer IP-Adresse viele Websites mit eigenem Zertifikat betreiben.
Kurzer Ausschnitt: ein kleines Stück Code, das in eine Website eingefügt wird, oder der kurze Vorschautext einer Seite in den Suchergebnissen.
Start of Authority
Erster Eintrag einer DNS-Zone. Er nennt den zuständigen Nameserver, eine Kontaktadresse und eine Seriennummer, an der die anderen Nameserver erkennen, ob sich die Zone geändert hat.
Security Operations Center
Team oder Abteilung, die die IT eines Unternehmens laufend auf Angriffe überwacht, Alarme prüft und bei Vorfällen eingreift.
State of the Internet
Berichtsreihe des CDN-Anbieters Akamai zur Lage im Internet, etwa zu Angriffen auf Websites und Schnittstellen.
Single-Page Application
Webanwendung, die nur einmal eine Seite lädt und danach Inhalte per JavaScript austauscht, statt bei jedem Klick eine neue Seite vom Server zu holen.
Software Package Data Exchange
Offenes Format für Software-Stücklisten (SBOM): Es beschreibt, aus welchen Bausteinen eine Software besteht, in welcher Version und unter welcher Lizenz. Es ist als ISO/IEC 5962 genormt.
Sender Policy Framework
Eintrag im DNS, der festlegt, welche Server E-Mails im Namen einer Domain versenden dürfen. Empfänger können so gefälschte Absender leichter erkennen.
Täuschung über die Herkunft: Ein Angreifer fälscht einen Absender, etwa eine E-Mail-Adresse, eine IP-Adresse oder eine Rufnummer, um vertrauenswürdig zu wirken.
Structured Query Language
Abfragesprache für Datenbanken, mit der man Daten liest, anlegt, ändert und löscht. Werden Eingaben ungeprüft in eine solche Abfrage übernommen, droht eine SQL-Injection.
Site Reliability Engineering
Ansatz, den Betrieb von Websites und Diensten mit Mitteln der Softwareentwicklung zu führen: mit messbaren Zielen für die Zuverlässigkeit, Automatisierung und Auswertung jeder Störung. Auch Fachleute dafür heißen SRE.
Subresource Integrity
Schutz für eingebundene Dateien: Im HTML steht ein Fingerabdruck des erwarteten Skripts oder Stylesheets, und der Browser lädt die Datei nur, wenn sie genau dazu passt. So fällt eine heimlich veränderte Datei auf einem fremden Server auf.
Service
Eintragstyp im DNS, der angibt, unter welchem Rechner und Port ein bestimmter Dienst einer Domain erreichbar ist, etwa für Telefonie oder Chat.
Security and Stability Advisory Committee
Beratungsgremium der ICANN zu Sicherheit und Stabilität von Domainnamen und Adressvergabe. Es veröffentlicht Berichte mit Empfehlungen, nummeriert als SAC001, SAC002 und so weiter.
Server-Sent Events
Verfahren, bei dem ein Server über eine offene HTTP-Verbindung laufend neue Nachrichten an den Browser schickt, etwa Live-Werte oder Meldungen. Anders als bei WebSocket fließen die Daten nur vom Server zum Browser.
Static Site Generation
Erzeugen aller Seiten einer Website schon beim Bauen als fertige HTML-Dateien. Der Server liefert sie dann nur noch aus, was schnell und robust ist.
Secure Shell
Verschlüsseltes Protokoll, mit dem man sich über das Netz an einem Server anmeldet und dort Befehle ausführt oder Dateien überträgt. Es ersetzt ältere, unverschlüsselte Wege wie Telnet.
Secure Sockets Layer
Älteres Verschlüsselungsverfahren für Verbindungen im Internet. Es gilt als unsicher und wurde durch TLS abgelöst; der Name lebt etwa im Wort SSL-Zertifikat weiter.
Digitaler Ausweis, mit dem sich ein Server gegenüber dem Browser ausweist und die verschlüsselte Verbindung per HTTPS ermöglicht. Zertifikate laufen nach einer festen Zeit ab und müssen rechtzeitig erneuert werden. Der Name stammt vom Vorgänger SSL, heute wird TLS verwendet.
Single Sign-on
Anmeldeverfahren, bei dem man sich einmal anmeldet und danach mehrere Dienste ohne erneute Anmeldung nutzt, etwa mit einem Firmenkonto.
Server-Side Rendering
Erzeugen einer Webseite auf dem Server, sodass der Browser fertiges HTML erhält. Das macht den ersten Inhalt schneller sichtbar und hilft Suchmaschinen.
Server-Side Request Forgery
Angriff, bei dem ein Server dazu gebracht wird, Anfragen an Adressen zu schicken, die der Angreifer wählt, etwa an interne Dienste, die von außen nicht erreichbar sind.
Testfassung einer Website auf eigenem Server oder eigener Adresse, auf der Änderungen geprüft werden, bevor sie live gehen.
Von der EU-Kommission vorgegebene Vertragstexte für die Übermittlung personenbezogener Daten in ein Drittland. Wer sie unverändert vereinbart, schafft damit eine der möglichen Garantien nach der DSGVO. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Befehl, mit dem eine zunächst unverschlüsselte Verbindung, etwa zwischen Mailservern, nachträglich auf TLS umgestellt wird. Wird der Befehl unterwegs entfernt, läuft die Verbindung unverschlüsselt weiter; MTA-STS schützt davor.
Öffentliche Seite, auf der ein Anbieter zeigt, ob seine Dienste gerade funktionieren, und über Störungen und Wartungen informiert.
Zusätzliche, für Maschinen lesbare Angaben im Code einer Seite, meist nach dem Wortschatz von schema.org. Sie sagen Suchmaschinen, worum es geht, etwa um ein Produkt, einen Artikel oder eine Firma.
Datei mit CSS-Regeln, die das Aussehen einer Seite festlegen, etwa Farben, Schriften und Abstände. Eine Seite lädt meist ein oder mehrere Stylesheets.
Untergeordneter Name einer Domain, zum Beispiel shop.example.com zu example.com.
Übernahme einer Subdomain durch Fremde: Ihr DNS-Eintrag zeigt noch auf einen externen Dienst, der dort nicht mehr eingerichtet ist. Wer diesen Platz beim Dienst neu anlegt, kann unter der Subdomain eigene Inhalte ausliefern.
Lieferkette einer Software oder Website: alle fremden Bausteine und Dienste, von denen sie abhängt, etwa Bibliotheken, Plugins und eingebundene Skripte. Bei einem Supply-Chain-Angriff wird einer dieser Bausteine manipuliert, um viele Nutzer auf einmal zu treffen.
Service Binding
DNS-Eintrag, der beschreibt, wie ein Dienst zu erreichen ist, etwa welche Protokolle er unterstützt. Für Websites gibt es davon die Form HTTPS-Eintrag.
Scalable Vector Graphics
Bildformat für Vektorgrafiken wie Logos und Symbole. Es beschreibt Formen statt Bildpunkte und bleibt darum in jeder Größe scharf.
SVG Tiny Portable/Secure
Eingeschränkte Form des Bildformats SVG für Markenlogos in BIMI: ohne Skripte, ohne Verweise auf fremde Dateien und ohne Animation, damit Mailprogramme das Logo gefahrlos anzeigen können.
Software Identification (Tag)
Kennung, die eine installierte Software beschreibt, etwa Hersteller, Name und Version. Sie ist als ISO/IEC 19770-2 genormt und dient in Software-Stücklisten als Kennung eines Bausteins.
Synchronize
Erstes Paket beim Aufbau einer TCP-Verbindung: Der Rechner meldet sich beim Server an, der Server antwortet mit SYN-ACK. Bei einer SYN-Flood schicken Angreifer massenhaft solche Pakete, um den Server zu überlasten.
Überwachung mit künstlichen Besuchen: Ein Prüfprogramm ruft Seiten oder Abläufe in festen Abständen von Messstandorten aus auf und meldet Ausfälle und langsame Antworten, auch wenn gerade niemand die Seite besucht.
Total Blocking Time
Labormesswert für die Reaktionsfähigkeit beim Laden: die Summe der Zeit, in der lange Skriptaufgaben den Browser blockieren und er nicht auf Eingaben reagieren kann.
Transparency and Consent Framework
Technisches Rahmenwerk der Werbewirtschaft, mit dem Einwilligungsbanner die Entscheidung eines Besuchers in einheitlicher Form an Werbepartner weitergeben.
Transmission Control Protocol
Grundregel für eine zuverlässige Übertragung im Internet: Sie baut eine Verbindung auf und sorgt dafür, dass die Daten vollständig und in der richtigen Reihenfolge ankommen. Webseiten werden meist darüber geladen.
Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz
Deutsches Gesetz, das unter anderem regelt, wann eine Website Informationen auf dem Gerät eines Besuchers speichern oder dort auslesen darf, etwa Cookies. In der Regel ist dafür eine Einwilligung nötig, außer es ist für den gewünschten Dienst unbedingt erforderlich. Früher hieß es TTDSG. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Zeitüberschreitung: Eine Anfrage wird abgebrochen, weil die Antwort nicht innerhalb einer festgelegten Zeit kam.
Top-Level-Domain
Endung einer Domain ganz rechts, zum Beispiel .de, .com oder .shop. Jede Endung hat eine eigene Registry.
Transport Layer Security
Verschlüsselungsverfahren für Verbindungen im Internet, etwa zwischen Browser und Website. TLS ist der Nachfolger von SSL.
SMTP TLS Reporting
DNS-Eintrag, der eine Adresse nennt, an die andere Mailserver Berichte über gescheiterte verschlüsselte Zustellungen schicken. So fallen Probleme mit MTA-STS oder Zertifikaten auf.
TLS Authentication
Eintragstyp im DNS, der festlegt, welches Zertifikat ein Server vorzeigen darf. Er ist die Grundlage von DANE und setzt DNSSEC voraus.
Telemediengesetz
Früheres deutsches Gesetz für Online-Dienste, das unter anderem die Impressumspflicht regelte. Es wurde 2024 durch das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) abgelöst; ältere Texte nennen es noch. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Zeichenfolge, die als Nachweis dient, etwa für eine Anmeldung, für den Zugriff auf eine API oder als Schutz gegen gefälschte Formularanfragen. Ein Zugangs-Token sollte geheim bleiben. Ein Hardware-Token ist dagegen ein kleines Gerät für die Anmeldung.
Time-based One-Time Password
Verfahren für Einmalcodes bei der Zwei-Faktor-Anmeldung: Eine App berechnet aus einem geheimen Schlüssel und der Uhrzeit in der Regel alle 30 Sekunden einen neuen Code.
Technische Richtlinie
Technische Richtlinie des BSI, erkennbar an einer Nummer wie TR-02102 oder TR-03108. Sie beschreibt den Stand der Technik für ein Thema, etwa sichere Verschlüsselung oder sicheren E-Mail-Versand.
Skript oder Dienst, der das Verhalten von Besuchern auf einer Website erfasst, etwa Seitenaufrufe oder Klicks.
Erfassen, wie Besucher eine Website nutzen, etwa welche Seiten sie aufrufen und woher sie kommen. Je nach Verfahren kann dafür eine Einwilligung nötig sein.
Tab-Separated Values (durch Tabulator getrennte Werte)
Textformat für Tabellen, bei dem die Spalten durch Tabulatorzeichen getrennt sind, ähnlich wie bei CSV mit Kommas oder Semikolons.
Telekommunikation-Telemedien-Datenschutz-Gesetz
Früherer Name des deutschen Gesetzes, das unter anderem regelt, wann für Cookies und ähnliche Techniken eine Einwilligung nötig ist. Heute heißt es TDDDG. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Time to First Byte
Zeit vom Abschicken einer Anfrage bis zum Eintreffen der ersten Daten der Antwort. Ein hoher Wert deutet oft auf einen langsamen Server oder eine langsame Datenbank hin.
Time to Live
Lebensdauer eines Eintrags in Sekunden. Im DNS sagt sie, wie lange Resolver eine Antwort zwischenspeichern dürfen; eine Änderung wird darum oft erst nach Ablauf der TTL überall sichtbar.
Technische Universität
Technische Universität: Hochschule mit Schwerpunkt auf Technik und Naturwissenschaften, etwa die TU Wien oder die TU Delft.
Television (Fernsehen)
Fernsehen. Ein TV-Beitrag oder TV-Spot bringt oft schlagartig viele Besucher auf eine Website.
Text-Eintrag
Eintragstyp im DNS für frei wählbaren Text. Darüber werden etwa SPF- und DMARC-Regeln oder Bestätigungen des Domaininhabers veröffentlicht.
Registrieren von Domains, die sich nur durch einen Tippfehler von einer bekannten Adresse unterscheiden. Darüber werden Besucher auf gefälschte Shops oder Phishing-Seiten gelockt.
User Datagram Protocol
Verbindungsloses Übertragungsprotokoll im Internet: Datenpakete werden ohne Empfangsbestätigung verschickt. Das ist schnell; genutzt wird es etwa für DNS-Abfragen und für QUIC, die Grundlage von HTTP/3.
Uniform Domain-Name Dispute-Resolution Policy
Verfahren der ICANN für Streit um Domains mit generischen Endungen wie .com: Ein Markeninhaber kann erreichen, dass eine missbräuchlich registrierte Domain übertragen oder gelöscht wird.
Unternehmergesellschaft
Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt): Form der GmbH, die schon mit einem Stammkapital ab einem Euro gegründet werden kann. Sie muss jedes Jahr einen Teil ihres Gewinns zurücklegen, bis das Kapital einer regulären GmbH erreicht ist. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Ultra High Definition
Bildschirmauflösung von 3840 × 2160 Bildpunkten, im Handel meist 4K genannt.
User Interface
Benutzeroberfläche: alles, was man auf dem Bildschirm sieht und bedient, etwa Menüs, Knöpfe, Formulare und Anzeigen.
United Kingdom (Vereinigtes Königreich)
Vereinigtes Königreich: Großbritannien und Nordirland. Behörden von dort, etwa das NCSC, veröffentlichen häufig Empfehlungen zur IT-Sicherheit.
Unterlassungsklagengesetz
Unterlassungsklagengesetz: deutsches Gesetz, nach dem etwa Verbraucherschutzverbände Unternehmen auf Unterlassung verklagen können, wenn diese gegen Vorschriften zum Schutz von Verbrauchern verstoßen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Unique Local Address
IPv6-Adresse für den Einsatz innerhalb eines eigenen Netzes, vergleichbar mit privaten IPv4-Adressen wie 192.168.x.x. Sie beginnt in der Praxis mit fd und wird im Internet nicht weitergeleitet.
Universally Unique Lexicographically Sortable Identifier
Eindeutige Kennung wie eine UUID, die vorne einen Zeitstempel trägt. ULIDs lassen sich darum nach ihrem Entstehungszeitpunkt sortieren.
United Nations (Vereinte Nationen)
Vereinte Nationen: zwischenstaatliche Organisation, der fast alle Staaten der Welt angehören. Ihre sechs Amtssprachen sind Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch.
Anteil der Zeit, in der eine Website erreichbar ist und richtig antwortet, meist in Prozent für einen Zeitraum angegeben.
Laufende Prüfung, ob eine Website erreichbar ist und richtig antwortet. Fällt sie aus, verschickt der Dienst eine Benachrichtigung.
Uniform Resource Identifier
Einheitliche Kennung für eine Ressource, etwa eine Webadresse. Jede URL ist ein URI; der Oberbegriff umfasst auch Kennungen wie mailto: oder data:.
Uniform Resource Locator
Vollständige Adresse einer Seite oder Datei im Internet, zum Beispiel https://www.example.com/kontakt.
Vereinigte Staaten von Amerika
Staat in Nordamerika. Auf unseren Seiten meist im Zusammenhang mit Datenschutz genannt, wenn Daten an Anbieter mit Sitz dort gehen.
Universal Serial Bus
Verbreiteter Anschluss für Geräte wie Speichersticks, Tastaturen oder Ladekabel.
US-Dollar
Währungscode für den US-Dollar, die Währung der Vereinigten Staaten.
Programm, das für einen Menschen Seiten abruft, meist der Browser. Auch die Kennung, die es bei jeder Anfrage mitschickt, etwa Browser, Version und Betriebssystem, heißt so; Bots haben eigene Kennungen.
United States Patent and Trademark Office
Patent- und Markenamt der USA. Eine dort eingetragene Marke kann zum Beispiel als Nachweis für ein Markenlogo in BIMI dienen.
Umsatzsteuer
Steuer auf Verkäufe und Leistungen, die auf Rechnungen ausgewiesen wird. Preise für Unternehmen stehen oft ohne sie, Preise für Verbraucher mit ihr.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Kennnummer eines Unternehmens für die Umsatzsteuer im Handel innerhalb der EU; deutsche Nummern beginnen mit DE. Sie steht unter anderem im Impressum und auf Rechnungen an Unternehmen in anderen EU-Staaten. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Umsatzsteuergesetz
Umsatzsteuergesetz: deutsches Gesetz über die Umsatzsteuer. § 14 UStG legt fest, welche Angaben eine Rechnung enthalten muss. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Koordinierte Weltzeit
Weltweit einheitliche Bezugszeit ohne Sommerzeit. Die deutsche Winterzeit liegt eine Stunde, die Sommerzeit zwei Stunden davor.
8-Bit Unicode Transformation Format
Heute übliche Zeichenkodierung im Web, die jedes Zeichen aus Unicode darstellen kann, auch Umlaute und Emojis. Stimmt die angegebene Kodierung nicht, erscheinen Umlaute als Zeichensalat.
Urchin Tracking Module
Zusätze in einer Adresse, etwa utm_source oder utm_campaign, an denen die Besucherstatistik erkennt, aus welcher Kampagne oder Quelle ein Besuch stammt.
Universally Unique Identifier
Weltweit eindeutige Kennung aus 32 Hexadezimalzeichen, die ohne zentrale Stelle erzeugt werden kann, etwa für Datensätze oder Anfragen.
Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb
Deutsches Gesetz, das unfaire Werbung und Geschäftspraktiken verbietet, etwa irreführende Angaben. Mitbewerber und Verbände können Verstöße abmahnen. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
User Experience
Nutzungserlebnis: wie leicht, schnell und angenehm sich eine Website oder Anwendung für Menschen bedienen lässt, vom ersten Eindruck bis zum erledigten Ziel.
Voluntary Application Server Identification
Verfahren für Web-Push: Der Server, der Benachrichtigungen verschickt, weist sich mit einem eigenen Schlüsselpaar aus. So muss er sich nicht vorher beim Push-Dienst des Browsers anmelden.
Vulnerability Disclosure Program
Festgelegter Weg, auf dem Außenstehende einer Organisation Sicherheitslücken melden können, mit Regeln dazu, was erlaubt ist und wie gemeldet wird. Anders als bei einem Bug-Bounty-Programm gibt es meist keine Belohnung.
Vulnerability Exploitability eXchange
Angabe zu einer Software, ob eine bekannte Sicherheitslücke in einem enthaltenen Baustein dort tatsächlich ausgenutzt werden kann. So lassen sich Fehlalarme aus einer Software-Stückliste (SBOM) aussortieren.
Verwaltungsgericht
Verwaltungsgericht: Gericht der ersten Ebene für Streit mit Behörden in Deutschland, etwa um Anordnungen einer Datenschutzaufsicht. Ein Urteil gilt zunächst für den entschiedenen Fall. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Virtual Host
Einstellung auf einem Webserver, mit der ein Server mehrere Websites unter verschiedenen Domains ausliefert. Jede Domain bekommt ihren eigenen Abschnitt mit eigenen Regeln.
VAT Information Exchange System (MwSt-Informationsaustauschsystem der EU)
System der EU, mit dem sich prüfen lässt, ob eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer aus einem Mitgliedstaat gültig ist.
Sichtbarer Bereich einer Seite im Browserfenster. Auf dem Handy ist er viel schmaler als am Computer; eine responsive Seite passt sich ihm an.
Virtual Local Area Network
Logisch getrenntes Netz innerhalb derselben Hardware: Geräte an einem Switch werden so in Gruppen geteilt, die sich gegenseitig nicht sehen.
Verified Mark Certificate
Zertifikat, das bestätigt, dass ein Logo einer Marke gehört. Manche Postfächer zeigen das Logo per BIMI nur mit einem solchen Zertifikat neben der E-Mail an.
Verordnung
Verordnung: in der EU ein Rechtsakt, der in allen Mitgliedstaaten unmittelbar gilt, ohne dass ein nationales Gesetz ihn umsetzen muss, etwa die DSGVO. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Voice over IP
Telefonieren über das Internet statt über das klassische Telefonnetz. Die Sprache wird dabei in Datenpakete zerlegt.
Virtual Private Cloud
Abgeschottetes eigenes Netz innerhalb einer Cloud-Plattform, in dem ein Kunde seine Server und Dienste mit eigenen Adressbereichen betreibt.
Virtual Private Network
Verschlüsselter Tunnel über das Internet, der ein Gerät so mit einem anderen Netz verbindet, als wäre es direkt dort angeschlossen, etwa mit dem Firmennetz. Dabei tritt das Gerät mit der IP-Adresse des VPN auf.
Virtual Private Server
Virtueller Server: ein abgetrennter Teil eines physischen Rechners mit eigenem Betriebssystem, den man wie einen eigenen Server verwaltet.
Verbraucherstreitbeilegungsgesetz
Deutsches Gesetz über die Streitbeilegung zwischen Unternehmen und Verbrauchern. Es regelt unter anderem, wann ein Unternehmen auf der Website angeben muss, ob es an einem Schlichtungsverfahren teilnimmt. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
World Wide Web Consortium
Internationales Gremium, das Webstandards wie HTML, CSS und die WCAG für Barrierefreiheit entwickelt.
Web Application Firewall
Firewall für Websites: Sie prüft die Anfragen an eine Webanwendung und sperrt typische Angriffe, etwa eingeschleuste Datenbankbefehle oder Skripte.
Zustand, in dem eine Website wegen Arbeiten bewusst nicht oder nur eingeschränkt erreichbar ist und meist einen Hinweis zeigt. Im Monitoring lassen sich solche Zeiten als Wartung eintragen, damit sie keinen Alarm auslösen.
Web Content Accessibility Guidelines
Internationale Richtlinien des W3C für barrierefreie Webinhalte. Sie sind in die Stufen A, AA und AAA gegliedert; für Websites wird in der Regel die Stufe AA verlangt.
Automatische Nachricht, die ein Dienst an eine vorher festgelegte Adresse schickt, sobald ein Ereignis eintritt, etwa ein Ausfall. So können andere Programme sofort reagieren.
Automatischer Wechsel von einer Adresse zu einer anderen, etwa wenn eine Seite umgezogen ist. Der Server meldet das mit einem Statuscode wie 301 (dauerhaft) oder 302 (vorübergehend).
Produkt, das ein Anbieter herstellt und ein anderer unter eigenem Namen und Logo weitergibt, etwa eine Agentur, die Berichte im eigenen Design an ihre Kunden schickt.
Weltgesundheitsorganisation
Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen. Sie veröffentlicht unter anderem Zahlen dazu, wie viele Menschen mit einer Behinderung leben.
Abfragedienst für Angaben zu einer Domain oder IP-Adresse, etwa Registrar, Ablaufdatum und Inhaber, soweit sie veröffentlicht sind. Für viele Endungen löst ihn RDAP ab.
Kleines eingebettetes Element auf einer Website mit eigener Aufgabe, etwa ein Chatfenster, eine Karte oder eine Statusanzeige.
Platzhalter, meist ein Sternchen, der für beliebige Namen steht. Ein Wildcard-Zertifikat für *.example.com gilt zum Beispiel für alle Subdomains einer Ebene.
World Intellectual Property Organization (Weltorganisation für geistiges Eigentum)
Organisation der Vereinten Nationen für geistiges Eigentum wie Marken und Patente. Sie entscheidet auch Streitfälle um Domains nach dem UDRP-Verfahren.
Wirtschaftsstrafgesetz 1954
Deutsches Gesetz mit Vorschriften gegen Verstöße im Wirtschaftsleben, etwa gegen Preisvorschriften. Über dieses Gesetz kann ein Verstoß gegen die Preisangabenverordnung (PAngV) als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden. Diese Erklärung ersetzt keine Rechtsberatung.
Wirtschaftskammer Österreich
Wirtschaftskammer Österreich: gesetzliche Interessenvertretung der österreichischen Unternehmen. Sie informiert ihre Mitglieder unter anderem über neue Pflichten für Onlineshops.
Wireless Local Area Network
Drahtloses lokales Netz, über das Geräte per Funk ins Internet gehen, etwa zu Hause oder im Büro.
Web Open Font Format
Dateiformat für Schriften auf Websites, das die Schriftdaten komprimiert und so schneller lädt. Die neuere Fassung WOFF2 komprimiert stärker und wird von aktuellen Browsern unterstützt.
Web Open Font Format 2
Komprimiertes Dateiformat für Webschriften. Es ist kleiner als ältere Formate und wird von allen aktuellen Browsern unterstützt.
Write Once, Read Many
Speicher, auf den Daten einmal geschrieben und danach nur noch gelesen werden können. Innerhalb der Aufbewahrungsfrist lassen sie sich nicht ändern oder löschen; das schützt Backups vor Erpressungssoftware.
Wide Quad High Definition
Breitbild-Auflösung von 2560 × 1440 Bildpunkten; im Alltag oft gleichbedeutend mit QHD.
What You See Is What You Get
Bearbeitungsansicht, in der ein Text schon beim Schreiben so aussieht wie später auf der Seite, ähnlich wie in einem Textverarbeitungsprogramm.
X-Forwarded-For
Kopfzeile X-Forwarded-For in HTTP-Anfragen, in die Proxys und Load Balancer die IP-Adresse des Absenders eintragen. Steht ein Dienst hinter solchen Zwischenstationen, findet er dort die echte Besucher-IP; der Wert lässt sich aber fälschen.
X-Frame-Options
Kurzform für den HTTP-Header X-Frame-Options. Er legt fest, ob andere Websites eine Seite in einem Rahmen einbetten dürfen, und schützt so vor untergeschobenen Klicks.
XMLHttpRequest
Schnittstelle im Browser, mit der eine Seite Daten vom Server lädt, ohne neu zu laden. Heute wird dafür meist das neuere fetch verwendet.
Extensible Markup Language
Textformat für geordnete Daten, in dem Angaben zwischen Kennzeichnungen in spitzen Klammern stehen. Sitemaps und RSS-Feeds sind zum Beispiel in XML geschrieben.
Cross-Site Scripting
Angriff, bei dem fremder Skriptcode in eine Seite eingeschleust wird und im Browser der Besucher läuft. Er kann zum Beispiel Eingaben mitlesen oder Sitzungen übernehmen.
YAML Ain't Markup Language
Textformat für Konfigurationen und Daten, das mit Einrückungen statt Klammern arbeitet und dadurch gut lesbar ist.
Sicherheitslücke, die Angreifer schon ausnutzen, bevor der Hersteller davon weiß oder ein Update bereitsteht. Der Name heißt: Für die Abwehr blieben null Tage.
Folge von Zertifikaten vom Zertifikat der Website über Zwischenzertifikate bis zu einem Stammzertifikat, dem der Browser vertraut. Fehlt ein Glied, melden manche Browser einen Fehler.
Zeitraum, in dem ein Zertifikat gültig ist. Danach zeigen Browser eine Warnung. Die zulässige Laufzeit öffentlicher Zertifikate wird schrittweise kürzer; darum lohnt sich eine automatische Erneuerung.
Dateiformat für gepackte Archive: Mehrere Dateien werden zu einer zusammengefasst und dabei verkleinert.
Übertragung aller Einträge einer DNS-Zone von einem Nameserver zum anderen. Ist er für jeden erlaubt, kann ein Fremder die komplette Liste der Subdomains abrufen.
Zone Signing Key
Schlüssel, mit dem bei DNSSEC die einzelnen Einträge einer Zone signiert werden. Er wird häufiger gewechselt als der übergeordnete Schlüssel (KSK), der ihn selbst beglaubigt.
Dauerhaft kostenloser Plan verfügbar. Keine Kreditkarte, keine Installation, keine versteckten Kosten.