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IP-Blacklist-Check

Prüft IPv4 in einem Durchgang gegen 16 öffentliche DNS-Blocklisten.

Eine IP-Adresse, zum Beispiel 1.2.3.4.

So funktioniert dieses Tool

Wenn E-Mails von Ihrem Mailserver in den Spam-Ordner landen oder gar nicht ankommen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die sendende IP auf einer DNS-Blocklist (DNSBL) gelistet ist. Dieser Check prüft eine IPv4-Adresse gegen 16 öffentliche, anerkannte DNSBLs — darunter Spamhaus ZEN (die meistgenutzte), Barracuda Reputation Block List, SpamCop, CBL/Abuseat, UCEPROTECT in drei Stufen, sowie spezialisierte Listen wie Mailspike, SpamRats und PSBL. Dazu kommen die URI-Listen SURBL und URIBL: Sie führen IPs, die als Link-Ziel in Spam-Mails auftauchen, nicht den sendenden Server. Pro Listing werden die Return-Codes angezeigt, aus denen Sie auf die Ursache (Spam, Open Relay, Snowshoe, Botnet) schließen können. Antwortet eine Liste nicht, wird sie als „nicht ermittelt“ ausgewiesen und nicht als sauber verbucht.

Typische Anwendungsfälle

  • Mailserver-Diagnose bei "Mail goes to spam"-Beschwerden
  • Vor IP-Wechsel oder Cloud-Migration die neue IP-Reputation prüfen
  • Nach Inzident (kompromittierter Account, Spam-Welle) Listings tracken bis sie wieder verschwinden
  • Outbound-Provider auswählen — auf welcher Provider-IP sind wir potenziell schon vor-belastet?

Häufige Fragen

Welche DNSBLs sind die wichtigsten?

Spamhaus ZEN zuerst — sie bündelt SBL, CSS, XBL und PBL in einer Abfrage. Barracuda BRBL, CBL/Abuseat und SpamCop folgen. UCEPROTECT L1 ist relevant, L2 und L3 sind aggressiv und werden selektiv genutzt.

Wie komme ich von einer Blacklist runter?

Spamhaus, Barracuda und SpamCop bieten Removal-Formulare an. Voraussetzung: das Problem (offenes Relay, kompromittierter Account, Spam-Skript) ist behoben. Auto-Delisting nach 24-48h ist üblich, aber nicht garantiert.

Sind URIBL/SURBL für Mailserver relevant?

Anders als die übrigen Listen: URIBL und SURBL führen Domains und IP-Adressen, die als Link-Ziel in Spam-Mails auftauchen — nicht den sendenden Mailserver. Ein Treffer dort heißt, dass Mails mit Links auf diese IP oder Domain markiert werden. Die übrigen 14 Listen bewerten den sendenden Mailserver direkt.

Werden IPv6-Adressen unterstützt?

Aktuell nicht — der Check nimmt nur IPv4 an, obwohl Spamhaus seit 2016 auch IPv6-Abfragen beantwortet (SBL und CSS).

Wieso ist meine IP auf einer Liste, obwohl ich nichts gesendet habe?

Drei häufige Gründe: (1) Die IP wurde Ihnen vom Provider neu zugewiesen, war vorher vermutlich kompromittiert. (2) UCEPROTECT L2/L3 listet ganze Provider-Ranges. (3) Wenn andere Kunden auf demselben Server senden (Shared-Hosting), erbt Ihre IP die Reputation.

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