Warum die Zahlungsart eine eigene Auswertung verdient
Für viele Kundinnen und Kunden ist die Zahlungsart kein Detail am Ende des Einkaufs. In einer repräsentativen Befragung des Bitkom unter 1.120 Internetnutzenden in Deutschland ab 16 Jahren (Bitkom 2025), darunter 1.072 Online-Shopper, waren für 54 Prozent dieser Online-Shopper die Zahlungsmöglichkeiten bei der Auswahl eines Online-Shops sehr wichtig (Bitkom 2025). Versand und Lieferung kamen auf 53 Prozent, Sicherheit und Vertrauen auf 51 Prozent (Bitkom 2025). Preis und Rabatte folgten erst danach.
Die Zahl beschreibt die Auswahl des Shops, nicht den Abbruch an der Kasse. Sie sagt also nichts darüber, wie viele Käufe an der Zahlungsart scheitern. Sie sagt aber, mit welcher Erwartung Kundinnen und Kunden in den Checkout kommen: Die gewohnte Methode soll da sein, und sie soll funktionieren.
Viele Kundinnen und Kunden entscheiden sich im Zweifelsfall für den Anbieter, der ihnen eine passende Zahlungsmöglichkeit oder den richtigen Versandpartner anbietet.
— Dr. Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom, Presseinformation vom 24. November 2025
Wie viel zwischen Warenkorb und Kauf insgesamt verloren geht, zeigt eine Sammelauswertung des Baymard Institute: Über die erfassten Studien hinweg liegt die durchschnittlich dokumentierte Abbruchrate von Warenkörben bei 70,22 Prozent (Baymard Institute). Ein großer Teil davon ist Stöbern ohne Kaufabsicht. Rechnet man dieses Segment heraus, nennen US-Onlinekäufer, die einen Kauf abgebrochen haben, mehrere Gründe mit direktem Bezug zur Zahlung: 19 Prozent trauten der Website ihre Kreditkartendaten nicht an, 10 Prozent brachen ab, weil die Kreditkarte abgelehnt wurde, und 9 Prozent fanden zu wenige Zahlungsarten vor (Baymard Institute). Weitere 17 Prozent nannten Fehler oder Abstürze der Website (Baymard Institute).
Die Abbruchgründe stammen aus einer Befragung in den USA, wo die Karte die Kasse prägt. Für deutsche Shops sieht der Mix anders aus, und genau das ist der Punkt: Welche Methode im eigenen Checkout wie oft scheitert, lässt sich aus keiner Branchenstudie ablesen. Branchenwerte zeigen, was Kundinnen und Kunden erwarten. Ob der eigene Shop diese Erwartung erfüllt, zeigt nur die eigene Messung.
Wie Kundinnen und Kunden in Deutschland online bezahlen
Die Deutsche Bundesbank lässt für ihre Studie „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025“ ein Zahlungstagebuch führen, repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung ab 18 Jahren. Bei Einkäufen im Internet entfallen danach 50 Prozent der Bezahlvorgänge auf Internetbezahlverfahren, also Online-Bezahldienste wie Wallets (Bundesbank). Es folgen Lastschrift und Überweisung mit 30 Prozent und Kreditkarten mit 15 Prozent (Bundesbank). Beim Umsatz kippt das Bild: Auf Lastschrift und Überweisung entfallen 45 Prozent des Online-Umsatzes (Bundesbank), auf Internetbezahlverfahren 32 Prozent (Bundesbank).
Dazu kommt das Alter der Kundschaft. Die 18- bis 25-Jährigen bezahlen knapp 70 Prozent ihrer Einkäufe im Internet mit Internetbezahlverfahren (Bundesbank), ältere Gruppen greifen häufiger zu Lastschrift, Überweisung und Kreditkarte. Ein Shop für Sneaker und ein Shop für Gartengeräte können deshalb mit demselben Checkout ganz unterschiedliche Verteilungen sehen, und eine Methode, die im einen Shop eine Randerscheinung ist, trägt im anderen einen großen Teil des Umsatzes.
Einen zweiten Blickwinkel liefern die Händler selbst. Das EHI Retail Institute wertet für seine Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2026“ ein Panel von 172 Unternehmen mit zusammen 50,7 Milliarden Euro Netto-Online-Umsatz aus (EHI). Dort entfallen 26,1 Prozent des Umsatzes auf den Kauf auf Rechnung (EHI), 14,4 Prozent auf die Lastschrift (EHI) und 13,7 Prozent auf Kredit- und internationale Debitkarten (EHI).
| Quelle | Was gemessen wird | Was sie für den eigenen Shop sagt |
|---|---|---|
| Bitkom-Befragung | Wichtigkeit von Kriterien bei der Wahl eines Online-Shops | Zahlungsarten entscheiden mit, ob ein Shop überhaupt gewählt wird |
| Baymard Institute | Abbruchraten aus gesammelten Studien, Abbruchgründe von US-Onlinekäufern | Zahlung und Vertrauen gehören zu den genannten Gründen, der Markt ist aber ein anderer |
| Bundesbank-Zahlungstagebuch | Anteile der Zahlungsmittel an Vorgängen und Umsatz aus Sicht der Zahlenden | Welcher Mix in Deutschland zu erwarten ist, mit deutlichen Unterschieden nach Alter |
| EHI-Händlerpanel | Umsatzanteile der Bezahlverfahren bei Online-Händlern | Rechnung und Lastschrift tragen große Teile des Umsatzes |
| Eigene Messung | Abschluss und gescheiterte Zahlungen je Methode im eigenen Checkout | Welche Methode im eigenen Shop wann bricht |
Bundesbank und EHI messen verschiedene Dinge: Das eine zählt Vorgänge und Umsätze aus Sicht der Zahlenden, das andere Umsatzanteile aus Sicht der Händler. Beide Reihen helfen bei der Frage, welche Methoden ein Shop anbieten sollte. Ob diese Methoden im eigenen Checkout auch tragen, beantworten sie nicht.
Was eine Auswertung je Zahlungsart zeigt
In XICTRAQ steht die Auswertung im E-Commerce-Bereich der Cookieless Analytics unter „Zahlungs- und Versandarten“. Ein Umschalter wechselt zwischen Zahlungsart und Versandart. Je Zahlungsart zeigt die Tabelle, wie viele Sitzungen sie getragen haben, wie viele davon den Checkout erreichten und wie viele kauften, dazu Abschlussquote, Umsatz, durchschnittlichen Bestellwert und Umsatzanteil. Meldet der Shop gescheiterte Zahlungen, kommt die Spalte „Zahlung gescheitert“ hinzu. Der E-Commerce-Bereich ist ab dem Business-Plan enthalten.
Anteil der Sitzungen einer Zahlungsart, die mit einem Kauf enden. Nenner sind alle Sitzungen dieser Art, auch solche, bei denen das Checkout-Ereignis fehlt. So entstehen keine Quoten über 100 Prozent, wenn ein Kauf ohne vorheriges Checkout-Ereignis ankommt.
Anteil der Zahlungsversuche einer Art, die der Shop als gescheitert gemeldet hat. Unter der Quote stehen die Rohzahlen: gescheiterte Sitzungen gegen Sitzungen mit Zahlungsversuch.
Umsatz, Bestellungen und durchschnittlicher Bestellwert je Art. Bestellungen sind gegen Wiederholungen derselben Bestellnummer abgesichert, ein Neuladen der Bestätigungsseite zählt also nicht doppelt.
Wie viele Sitzungen mit Checkout oder Kauf überhaupt eine Zahlungsart trugen. Sitzungen ohne Angabe stehen gesondert unter „Ohne Angabe“ und werden nicht auf die Arten umgelegt.
Gezählt wird je Sitzung, nicht je Ereignis. Die Zahlungsart einer Sitzung ist die des Kaufs; gibt es keinen Kauf, die des Checkouts. Das hat einen praktischen Grund: Wer im Checkout erst die Karte wählt, dann zur Rechnung wechselt und kauft, zählt beim Kauf auf Rechnung und nicht zweimal. Die Filterleiste des Analytics-Bereichs gilt ebenfalls je Sitzung. Wer nach Gerät, Land oder Kanal filtert, sieht die Zahlungsarten nur der passenden Sitzungen. Wie Checkout-Schritte, Umsatz und Erstattungen insgesamt erfasst werden, beschreibt der Beitrag Conversion-Tracking ohne Drittanbieter.
Eine Verteilung ist nur so gut wie der Anteil der Sitzungen, in denen die Zahlungsart erfasst wurde. Steht die Abdeckung niedrig, beruhen die Abschlussquoten je Art auf einer kleinen Teilmenge. Dann lohnt zuerst die Frage, wo die Angabe verloren geht, bevor eine Methode als schwach gilt.
Wie die Zahlungsart in die Daten kommt
Bei Shopsystemen, die der Tracker automatisch erkennt, werden Checkout und Kauf ohne eigene Zeile Code erfasst. Die Zahlungsart liest der Tracker an einer zentralen Stelle aus, in fester Reihenfolge: zuerst, was der Shop selbst übergibt, dann ein Bestellobjekt im Fenster, ein Meta-Tag oder ein Datenattribut, danach Einträge im dataLayer und die Checkout-Daten eines verbreiteten gehosteten Shopsystems. Greift nichts davon, zählt im Checkout die angehakte Option im Formular und zuletzt die Beschriftung „Zahlungsart:“ mit ihrem Wert auf der Bestätigungsseite.
Beträge filtert der Tracker dabei heraus. Unter ähnlichen Beschriftungen steht in manchen Systemen auch der Versandbetrag, und „4,90 EUR“ oder „kostenlos“ ist weder eine Zahlungsart noch eine Versandart. Wer auf Nummer sicher gehen will oder ein eigenes Frontend betreibt, übergibt die Zahlungsart ausdrücklich. Drei Wege sind vorgesehen:
<!-- Weg 1: Meta-Tag auf Checkout- und Bestätigungsseite -->
<meta name="xictraq:payment-method" content="Rechnung">
<!-- Weg 2: Datenattribut an einem beliebigen Element -->
<section data-payment-method="Rechnung">…</section>
<!-- Weg 3: Bestellobjekt, spätestens beim Kauf gesetzt -->
<script>
window.xictraqOrder = { payment_method: 'Rechnung', shipping_method: 'Standardversand' };
</script>Bei manuellem Tracking gehört die Angabe in die Extras von xictraq.checkout() und xictraq.revenue(). Die vollständigen Signaturen stehen in der Dokumentation der JS-Tracker-API. Einen Überblick über die übrigen Shop-Ereignisse vom Warenkorb bis zur Erstattung gibt der Beitrag E-Commerce-Tracking ohne Cookies.
Die Auswertung gruppiert nach dem übergebenen Text, Groß- und Kleinschreibung spielen dabei keine Rolle. „Kreditkarte“, „Karte“ und „Credit Card“ werden trotzdem drei Zeilen. Einheitliche Bezeichnungen in Checkout, Bestätigungsseite und Fehlermeldung halten die Tabelle lesbar und die Quoten vergleichbar.
Gescheiterte Zahlungen: was nur der Shop weiß
Viele Zahlungen verlassen für einen Moment den Shop. Die Kundin wird zum Zahlungsanbieter weitergeleitet, bestätigt in der Banking-App oder füllt ein eingebettetes Formular aus. Wird die Zahlung dort abgelehnt oder abgebrochen, sieht ein Tracker auf der Checkout-Seite davon nichts. Der Shop erfährt es, wenn die Kundin mit einem Fehlerstatus zurückkommt oder der Anbieter den Status meldet. Deshalb gibt es für gescheiterte Zahlungen keine automatische Erkennung, sondern einen eigenen Aufruf.
// Rücksprung vom Zahlungsanbieter mit Status "abgelehnt" oder "abgebrochen"
xictraq.paymentFailed('B-2026-10418', 89.00, 'EUR', { payment_method: 'Kreditkarte' });Alle vier Angaben sind optional. Fehlt die Zahlungsart in den Extras, liest der Tracker sie wie beim Kauf aus der Seite. Fehlt sie auch dort, zählt der Fehlschlag unter „Ohne Angabe“. Die Bestellnummer hilft später beim Abgleich mit den Protokollen des Zahlungsanbieters, der Betrag zeigt, ob vor allem große Warenkörbe scheitern.
Gezählt wird auch hier je Sitzung: Versucht ein Kunde dieselbe Karte dreimal, ist das ein gescheiterter Versuch und nicht drei. Der Nenner der Quote sind die Sitzungen, die mit dieser Art bezahlen wollten, also gescheitert sind oder mit ihr gekauft haben, eine Sitzung mit beidem einmal. Zusätzlich zeigt die Auswertung, wie viele Sitzungen nach dem Scheitern doch noch gekauft haben. Diese geretteten Sitzungen sind aufschlussreich: Kaufen viele nach einer abgelehnten Karte doch noch, etwa mit einer anderen Zahlungsart, spricht das eher für ein Problem mit der Karte als für fehlende Kaufbereitschaft.
Solange der Shop keine gescheiterte Zahlung gesendet hat, zeigt XICTRAQ den Hinweis „Gescheiterte Zahlungen nicht erfasst“ statt einer Quote von 0 Prozent. Beginnt die Meldung mitten im Zeitraum, steht dabei, seit wann sie läuft. Eine Null hieße: Es scheitert nichts. Das wäre eine Aussage über etwas, das keiner gemessen hat.
Was als gescheitert gilt, sollte vorab festgelegt sein. Sinnvoll ist eine Meldung, wenn der Zahlungsanbieter ablehnt, der Kunde den Vorgang beim Anbieter abbricht oder die Bestätigung in der App ausläuft. Fehler bei der Eingabe von Adresse oder Telefonnummer gehören nicht dazu, das sind Formularprobleme. Wie sich solche Abbrüche getrennt messen lassen, zeigt der Beitrag zu Form Analytics und Formularabbrüchen.
Typische Bruchstellen je Zahlungsart
Jede Zahlungsart hat eigene Stellen, an denen sie hakt. Die Auswertung nennt nicht die Ursache, aber sie zeigt, wo man suchen sollte. Die folgende Übersicht ordnet typische Bruchstellen den Signalen in den Daten zu.
| Zahlungsart | Typische Bruchstelle | Signal in der Auswertung |
|---|---|---|
| Rechnung | Bonitäts- oder Identitätsprüfung lehnt ab, etwa bei hohen Warenkörben oder abweichender Lieferadresse | Gescheiterte Zahlungen steigen, viele Sitzungen kaufen danach doch noch |
| Karte | Bestätigung in der Banking-App läuft aus, Rücksprung in den Shop scheitert | Abschluss sinkt bei gleichbleibenden Checkout-Sitzungen, Fehlschläge häufen sich auf Mobilgeräten |
| Lastschrift | IBAN-Feld, Mandatstext oder Plausibilitätsprüfung blockiert | Viele Checkout-Sitzungen, wenige Käufe, kaum gemeldete Fehlschläge |
| Wallet | Weiterleitung oder eingebettetes Fenster wird blockiert, der App-Wechsel auf dem Smartphone bricht ab | Abschluss fällt nach einem Deploy oder nur in einem Browser |
| Vorkasse | Zahlung kommt erst nach der Bestellung | Kauf zählt, ein späterer Zahlungsausfall erscheint hier nicht |
Für elektronische Zahlungen schreibt das EU-Recht in der Regel eine starke Kundenauthentifizierung vor (EBA/EZB), bei Karten erfolgt die Bestätigung häufig in der App der Bank. Sie wirkt: Laut dem gemeinsamen Bericht von Europäischer Bankenaufsicht und Europäischer Zentralbank war der Kartenbetrug 17-mal höher, wenn der Zahlungsempfänger außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums saß, wo diese Authentifizierung nicht vorgeschrieben ist und oft nicht genutzt wird (EBA/EZB). Für den Shop bedeutet der Schritt aber auch: Zwischen Klick und Zahlung liegt ein Wechsel in eine andere App, und jeder Wechsel ist eine Stelle, an der der Vorgang abbrechen kann.
Hinzu kommt das Gerät. Von den befragten Online-Shoppern in Deutschland nutzen 73 Prozent für das Online-Shopping das Smartphone (Bitkom 2025). Gerade dort ist der Wechsel zwischen Shop, Wallet und Banking-App heikel. Mit der Filterleiste lassen sich die Zahlungsarten getrennt nach Gerät ansehen. Fällt der Abschluss einer Methode nur auf Mobilgeräten, spricht das eher für ein Problem im Ablauf auf dem kleinen Bildschirm als für einen Ausfall beim Anbieter.
Wallets und eingebettete Zahlungsformulare laden Code und Fenster von fremden Adressen. Eine zu enge Content Security Policy oder ein Inhaltsblocker kann sie stoppen, ohne dass der Rest der Seite auffällt. Wie sich eine Richtlinie so einstellen lässt, dass sie schützt und den Checkout nicht blockiert, erklärt der Beitrag Content Security Policy richtig konfigurieren.
Den Ausfall einer einzelnen Methode erkennen
Fällt eine Zahlungsart mit kleinem Anteil aus, bewegt sich die Gesamtquote kaum. Ein Rechenbeispiel mit ausgedachten Werten, nicht mit Messdaten: Ein Shop hat 1.000 Sitzungen mit Checkout, davon 200 mit Karte. Sinkt der Abschluss der Karte von 59 auf 41 Prozent, also um 18 Punkte, fehlen 36 Käufe. Die Gesamtquote des Shops fällt dadurch um 3,6 Punkte, ein Wert, der an einem Aktionstag im Rauschen untergehen kann. In der Tabelle je Zahlungsart steht derselbe Ausfall als Sprung von 18 Punkten in einer einzigen Zeile.
Neben Abschlussquote und Fehlerquote steht der Vergleich mit dem gleich langen Zeitraum direkt davor. XICTRAQ rechnet ihn nur dort, wo Checkout, Kauf und die Zahlungsart den ganzen Vergleichszeitraum abdecken. Fehlt der Vergleich, fehlt die Grundlage, nicht die Veränderung. Für Aktionswochen im Q4 lohnt zusätzlich ein wochentagsgleicher Vergleich, wie ihn der Beitrag Vorjahresvergleich im Q4 beschreibt.
Die Auswertung zeigt einen Ausfall, nachdem Kundinnen und Kunden ihn erlebt haben. Früher meldet sich ein aktiver Test. Mit Browser-Monitoring klickt sich ein echter Browser durch den Checkout: Artikel in den Warenkorb, Adresse ausfüllen, Zahlungsart wählen und prüfen, ob die Seite des Zahlungsanbieters oder sein Formular erscheint. Ein Szenario je Zahlungsart, mit den Schritten assert_url oder wait_for an der Übergabe, zeigt genau die Methode, die bricht. Bei jedem fehlgeschlagenen Schritt entsteht ein Screenshot, und die Alarmierung meldet den Bruch auf dem gewählten Kanal. Browser-Monitoring ist ab dem Business-Plan enthalten.
Der Test endet sinnvollerweise an der Übergabe zum Zahlungsanbieter. Echte Zahlungen im Minutentakt sind weder nötig noch wünschenswert, und Testzugänge der Anbieter prüfen nicht den Livebetrieb. Wie ein solcher Ablauf für Login und Checkout aufgebaut wird, zeigt der Beitrag Login-Flow überwachen.
Fällt eine Methode auf, hilft eine feste Reihenfolge:
- Eingrenzen: Gerät, Land und Kanal in der Filterleiste zeigen, ob der Einbruch alle trifft oder nur einen Teil.
- Nachstellen: Den Browser-Monitor für diese Methode sofort laufen lassen und den Screenshot des fehlgeschlagenen Schritts ansehen.
- Änderungen prüfen: Lag kurz vorher ein Deploy, ein Plugin-Update oder eine Änderung an der Content Security Policy?
- Anbieter fragen: Den Status beim Zahlungsanbieter abfragen und die Bestellnummern der gescheiterten Zahlungen mitschicken.
- Kundschaft lenken: Die Methode im Zweifel vorübergehend ausblenden und die Angaben zu akzeptierten Zahlungsmitteln anpassen.
- Festhalten: Beginn und Ende des Ausfalls notieren, damit spätere Vergleiche ihn erklären.
Zahlungsarten ändern: was rechtlich mitläuft
Wer eine Methode abschaltet oder ergänzt, berührt Pflichten aus dem Verbraucherrecht. Nach § 312j Abs. 1 BGB muss ein Shop spätestens bei Beginn des Bestellvorgangs klar und deutlich angeben, welche Zahlungsmittel er akzeptiert (BGB). Wird eine Methode wegen einer Störung vorübergehend ausgeblendet, sollten diese Angaben dazu passen, also auch Hinweise in der Fußzeile und auf der Seite zu Versand und Zahlung.
Auch Aufschläge sind begrenzt. Ein Entgelt für die Nutzung einer SEPA-Lastschrift, einer SEPA-Überweisung oder einer Zahlungskarte ist nach § 270a BGB unwirksam (BGB); bei Zahlungskarten gilt das für Zahlungen mit Verbrauchern, soweit die EU-Verordnung über Interbankenentgelte anwendbar ist. Für andere Zahlungsmittel ist ein Entgelt nach § 312a Abs. 4 BGB unwirksam, wenn es keine gängige und zumutbare unentgeltliche Zahlungsmöglichkeit gibt oder das Entgelt über die Kosten des Händlers hinausgeht (BGB). Wer Kundschaft zu einer bestimmten Methode lenken möchte, tut das deshalb in der Regel über Reihenfolge und Darstellung, nicht über Gebühren.
Dieser Abschnitt ordnet ein, er ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Normen in ihrer jeweils geltenden Fassung und die Verträge mit den Zahlungsanbietern.
Vor den Aktionstagen: Zahlungsarten im Q4 prüfen
Im Q4 zählt jede Stunde. 52 Prozent der befragten Internetnutzenden wollten 2025 die reduzierten Preise rund um Black Friday und Cyber Week nutzen, die allermeisten davon online (Bitkom 2025). An solchen Tagen steigt nicht nur die Last im eigenen Shop, auch bei den Zahlungsanbietern ist mehr los. Eine Methode, die an einem gewöhnlichen Dienstag zuverlässig läuft, kann am Aktionsfreitag langsamer bestätigen oder häufiger ablehnen.
Einige Wochen vor dem Black Friday am 27. November 2026 lohnt ein fester Prüftermin: Abdeckung der Zahlungsart ansehen, eine abgelehnte Testzahlung im Testmodus des Anbieters durchspielen und prüfen, ob paymentFailed in der Auswertung ankommt, je Methode ein Browser-Szenario anlegen. Wie sich die Website insgesamt auf die Lastspitzen vorbereiten lässt, beschreibt der Beitrag Lastspitzen im Q4. Und weil Kundinnen und Kunden in der Aktionszeit auch auf gefälschte Shops treffen, gehört der Blick auf Fake-Shops mit der eigenen Marke in dieselbe Vorbereitung. Sicherheit und Vertrauen waren in der Bitkom-Befragung für 51 Prozent der befragten Online-Shopper sehr wichtig bei der Wahl eines Shops (Bitkom 2025).
Checkliste: Zahlungsarten auswerten in acht Schritten
- Zahlungsart in Checkout und Kauf erfassen, automatisch oder per Meta-Tag, Datenattribut oder Bestellobjekt.
- Einheitliche Namen für jede Methode in Checkout, Bestätigungsseite und Fehlermeldung festlegen.
- Abdeckung prüfen und Sitzungen „Ohne Angabe“ auf ihre Ursache untersuchen.
xictraq.paymentFailed()an der Stelle aufrufen, an der der Shop den Fehlerstatus des Zahlungsanbieters erhält.- Festlegen, was als gescheitert gilt: Ablehnung, Abbruch beim Anbieter, abgelaufene Bestätigung.
- Abschluss und Fehlerquote je Methode wöchentlich mit der Vorperiode vergleichen, getrennt nach Gerät.
- Je Zahlungsart ein Browser-Szenario bis zur Übergabe an den Anbieter anlegen und alarmieren lassen.
- Angaben zu akzeptierten Zahlungsmitteln aktuell halten, auch bei vorübergehend abgeschalteten Methoden.
Jede Zahlungsart wie einen eigenen Kanal führen
Eine Gesamtquote für den Checkout ist ein Mittelwert über Methoden, die unterschiedlich funktionieren und unterschiedlich ausfallen. Wer jede Zahlungsart wie einen eigenen Verkaufskanal führt, mit eigener Abschlussquote, eigener Fehlerquote und eigenem Test, sieht einen Ausfall in der Zeile, in der er passiert. Die Daten dafür entstehen cookielos im Shop selbst. Bei automatisch erkannten Shopsystemen steuert der Shop vor allem die Meldung der gescheiterten Zahlung bei, bei einem eigenen Frontend zusätzlich die Übergabe der Zahlungsart. Welche Auswertungen der E-Commerce-Bereich darüber hinaus bietet, zeigt die Übersicht der Cookieless Analytics, die Aufrufe für den eigenen Shop stehen in der JS-Tracker-API.
Dieser Beitrag stützt sich auf: Bitkom, Presseinformation „Black Friday: Die Hälfte geht auf Schnäppchenjagd“ vom 24. November 2025, repräsentative Befragung von 1.120 Internetnutzenden ab 16 Jahren in KW 40 bis 41 2025; Baymard Institute, „50 Cart Abandonment Rate Statistics 2026“, zuletzt aktualisiert am 22. September 2025; Deutsche Bundesbank, „Zahlungsverhalten in Deutschland 2025“, Stand Juli 2026, Kapitel 4.5; EHI Retail Institute, Presseinformation „Smartphone statt Portemonnaie: Mobile Payment boomt“ vom 5. Mai 2026 zur Studie „Zahlungssysteme im Einzelhandel 2026“; Europäische Bankenaufsicht und Europäische Zentralbank, Pressemitteilung zum gemeinsamen Bericht über Zahlungsbetrug vom 15. Dezember 2025; Bürgerliches Gesetzbuch, § 270a, § 312a Abs. 4 und § 312j Abs. 1. Der Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Welche Kennzahlen gehören in eine Auswertung je Zahlungsart?
Erkennt XICTRAQ gescheiterte Zahlungen automatisch?
xictraq.paymentFailed(orderId, amount, currency, extras). Bis zur ersten Meldung zeigt die Auswertung den Hinweis, dass gescheiterte Zahlungen nicht erfasst sind, statt einer Quote von 0 Prozent.